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„God of War“-Schöpfer David Jaffe zerreißt neuen Titel „Sons of Sparta“

Bei der vergangenen „State of Play“ sorgte die Ankündigung und Shadowdrop von God of War: Sons of Sparta zunächst für große Freude unter Fans. Kurz darauf gingen die Meinungen jedoch auseinander – besonders deutlich äußerte sich David Jaffe, Director und Lead Designer des ersten God of War auf der PS2.

„Makes No F**king Sense“

In einem YouTube-Video macht Jaffe seine Haltung unmissverständlich klar. Bereits das Thumbnail bezeichnet das Spiel als „total crap“. Obwohl er betont, dass er sich immer ein 2,5-D God-of-War gewünscht habe – „Das ist genau die Art von Spiel, die ich mir schon immer in Bezug auf 2,5-D God of War gewünscht habe, ich bin total begeistert davon“ – stellt er klar: „Aber das ist für mich nicht das, worüber ich gesprochen habe.“

Nach rund einer Stunde Spielzeit zieht er ein hartes Fazit: „Ich habe dieses Spiel gekauft, es kostet 30 Dollar, es gefällt mir nicht, ich empfehle es nicht weiter.“ Und weiter: „Es ist keineswegs ein schlechtes Spiel, es ist in Ordnung, die Steuerung funktioniert gut …“ – doch seine eigentliche Kritik richtet sich gegen Konzept und Ausrichtung: „Das ist nicht God of War“, „das ergibt verdammt noch mal keinen Sinn“, „das ist einfach beleidigend für die Fans.“

Kritik an Ausrichtung und Identität

Jaffe stößt sich vor allem an der Darstellung eines jungen Kratos und beschreibt ihn nur als „gewöhnliches Kind“. Er wünscht sich stattdessen eine kompromisslose, gewalttätige 2,5-D-Interpretation im Stil von Blasphemous oder Slain. Besonders deutlich wird er beim Preis: „Das ist ein Spiel für 30 Dollar. Willst du mich verarschen?“ Sein Fazit: „Ich würde sagen, vermeide dieses verdammte Ding.“

Nach seinem ersten Video legte David Jaffe noch einmal nach und veröffentlichte ein weiteres Statement zu God of War: Sons of Sparta. Zwar räumte er ein, er sei etwas „aggressiv“ gewesen und habe vieles bewusst theatralisch formuliert, dennoch spielte er anschließend weitere drei Stunden. An seiner Meinung habe sich jedoch „eigentlich nichts geändert“.

Sein Ärger speise sich vor allem aus seiner persönlichen Verbindung zur Marke und der Überzeugung, dass ein Prequel die falsche Entscheidung gewesen sei. Im Vergleich zu anderen kürzlich vorgestellten Metroidvanias wirke Sons of Sparta für ihn eher wie ein „mobile game“. 

In der Vergangenheit hatte sich Jaffe ziemlich deutlich zum aktuellen Stand von „God of War“ geäußert und angemerkt, dass er mit der Entwicklung der Serie und Protagonist Kratos „unzufrieden“ sei.

Fans gespalten – Scores solide

Während Jaffe das Spin-off klar ablehnt, fallen die Reaktionen vieler Spieler etwas positiver aus. Auf Metacritic liegt der User-Score aktuell bei 7,2, auch die noch übersichtlichen Kritikerbewertungen bewegen sich in einem ähnlichen Bereich.

Unabhängig davon bleibt spannend, wie Jaffe auf die ebenfalls angekündigte Remake-Trilogie reagieren wird. Habt ihr „Sons of Sparta“ schon gespielt und könnt ihr seine Worte irgendwie nachvollziehen?

via The Gamer, Bildmaterial: God of War: Sons of Sparta, Mega Cat Studios, Santa Monica Studios

6 Kommentare

  1. Ja, der gute Mister Jaffe ist schon extrem kritisch, was die Neuausrichtung der Reihe angeht. Ich bin auch an Bord damit, weil ich den Reboot auch wirklich nicht leiden kann, aber seine Worte sind schon übermäßig harsch.

    Was Sons of Sparta angeht, ist es zwar schön, dass es immerhin wohl solide ist (GamingBolt war sogar ziemlich begeistert und vergab ne 9), aber ich glaube, so eine große und wichtige Reihe hätte ein qualitativ hochwertigeres Spin-Off verdient.

    Ja, es ist für die Reihe mal eine Abwechslung, im Search Action - Genre zu landen, allgemein betrachtet ist das aber ein mittlerweile sehr ausgelutschtes Genre, in dem wir einfach deutlich hochwertigere Ableger zu günstigeren Preisen bekommen.

    Das Pixelart z.B. sieht jetzt nicht schlecht aus, vergleicht man es aber mit anderen Titeln wie Blasphemous oder dem mittlerweile fast 10 Jahre altem Owlboy wirkt Sons of Sparta vergleichsweise billig in seinem Look.

    Allgemein finde ich, dass The Game Kitchen, also die Blasphemous-Macher, den Flair von God of War deutlich besser eingefangen hätten und der Brutalität der Reihe weitaus besser gerecht gewsen wären. Natürlich hätte man dann länger auf das Spiel warten müssen, immerhin waren die bis vor kurzen mit Ninja Gaiden Ragebound beschäftigt. Aber es gab halt keinen Grund, das Spiel jetzt zu veröffentlichen. Das God of War Trilogy Remake ist noch ewig weit weg und hätte jetzt nicht angekündigt werden müssen, also hätte diese Schlusspaarung Remake plus Sons of Sparta Shadow Drop auch in einer beliebigen anderen State of Play funktioniert. Dann hätte man lieber Game Kitchen engagieren und die Fans mit einem möglicherweise absolut fantastischem Spin-Off überraschen können.

    So wirkt es eher wie ein "Eh, whatever, ganz nett, schätze ich" und schürt den Hype auf das Franchise in keinster Weise.
    Übrigens frage ich mich, womit Santa Monica all die Jahre beschäftigt waren, wenn die Remakes noch in einer frühen Phase der Entwicklung sind. Wieder ein Opfer der Multiplayer-Minen, in dass Sony all seine Studios schicken wollte? Ich glaube, unter dieser Phase werden ihre Singleplayer-Games noch eine ganze Weile leiden - vor allem, und das tut mir besonders weh, auch Horizon 3...

  2. Der Mann kann ruhig sein Meinung haben, sollte aber vielleicht mal darüber hinweg kommen das es seit Ewigkeiten nicht mehr seine Serie ist und die Bitterkeit hinter sich lassen. Wie wäre es anstatt dauerhaft zu meckern mal wieder was gute zu erschaffen da würden doch alle dran gewinnen. Der Erfolg des Reboots spricht ja für sich und ich finde die vor allem von der Story auch 1000 mal besser als die alten Teile. Heißt natürlich nicht das die alte Trilogie schlecht ist, ich mag die auch sehr gerne (weshalb ich ja auch dafür bin dass die Remake relativ der originale treu bleiben), für mich geht die aber über hirnloses episches geschnätzel nicht hinaus was über die 3 Teile auch eine Menge spaß macht, aber es war halt dringend nötig was zu ändern da es einfach zu eintönig wurde.

    Was das Pixel Spiel angeht habe ich größ0tenteils ok bi sehr gutes gehört, also wird das Spiel schon was können. Ich werde es mir im laufe der Zeit auch noch holen um mir meinen eigenen Eindruck zu verschaffen

    Übrigens frage ich mich, womit Santa Monica all die Jahre beschäftigt waren, wenn die Remakes noch in einer frühen Phase der Entwicklung sind. Wieder ein Opfer der Multiplayer-Minen, in dass Sony all seine Studios schicken wollte?

    Also laut Gerüchten (muss natürlich nicht war sein) soll deren neues woran sie die ganzen Zeit gearbeitet haben schon 2027 erscheinen. Keine Ahnung ob es sich hier um ein God of War oder was ganz neues handelt. Ich hatte auch nicht gehört das sie zu den Teams gehören die zu einem Gaas Spiel von Sony verdonnert wurden, weshalb das jetzt nicht unrealistisch wäre.

  3. Ich hatte das schon am Wochenende vernommen und kann immer nur empfehlen: David Jaffe für seine toxische Hetze einfach keine Bühne geben. Der Typ wurde von Urzeiten bei Sony gefeuert und hat seitdem nie wieder was zustande bekommen außer diesen reißerischen Podcast. Dass besonders er die Finger von Metroidvania-Titeln lassen sollte nach seinem Fiasko rund um Metroid Dread, muss glaube ich nicht mehr erwähnt werden^^

    Was Sons of Sparta angeht, das Problem ist hier eher, dass guter Durschnitt in dem Genre halt nicht mehr reicht, genau so wenig wie ein bekannter Name. Prince of Persia: The Lost Crown war überdurchnittlich gut, wird von nicht wenigen als eines der besten Metroidvanias der letzten Jahre bezeichnet und ging komplett unter.

    Sons of Sparta hat dann wirklich auch das Problem, dass es unter all der Konkurrenz nicht einmal optisch sehr heraussticht. Es hat keinen wirklich beeindruckenden Pixelart-Look wie Blasphemous, keinen malerischen Artstyle wie Hollow Knight und Silksong, keinen detailreichen 3D-Artstyle wie Ori und das eben genannte Prince of Persia. Und die Konkurrenz ist auch noch da. Das neue Bloodstained sieht richtig gut aus und das gerade angekündigte Castlevania ebenfalls. Und dann ist Sons of Sparta halt noch in dem Prequel-Sumpf gefangen wo du halt den jungen, unerfahrenen Kratos. Die Idee hätte sicherlich besser gezündet, wenn man halt "den" Kratos spielen würde, den wir alle kennen. Dennoch, von dem, was ich gesehen habe, macht das Spiel trotzdem einen guten Eindruck. Aber das ist dann eher wirklich was für nen Sale.

    Und ja, der Titel ist absolute Verwechslungsgefahr. In meinem Kopf sage ich dazu "Sons of Sparda" und dann denkst du halt automatisch an Devil May Cry^^

  4. Der Erfolg des Reboots spricht ja für sich und ich finde die vor allem von der Story auch 1000 mal besser als die alten Teile.

    Dabei finde ich die Story von Teil eins, Chains of Olympus und Ghost of Sparta gar nicht mal schlecht. Kratos will im ersten Teil nicht einmal Rache haben, er will einfach nur Ruhe vor seinem eigenen geplagten Geist. Er will einfach wieder richtig schlafen können. Chains of Olympus und Ghost of Sparta gehen dann ins Detail, warum er innerlich so wütend ist, mehr als Teil zwei und drei es sogar tun. Teil zwei und drei sind für mich schon eher Action-Popcorn, aber Kratos hatte für mich mehr als "wütender Spartaner ohne Tiefe" als dass er hingestellt wird.

    Auf der anderen Seite empfand ich die Story vom 2018er - Reboot als eine der langweiligsten Geschichten, die ich je erlebt hab. Ein paar nette Momente mit Kratos gibt es, ansonsten fühlt es sich für mich an wie "The Last of Us but nothing happens". Junge ist für mich einer der gleichzeitig lahmsten und nervigsten Begleiter, von denen ich je das Unglück hatte, mitzuschleppen. Und ich mag Ashley aus Resi 4!

    Zudem ich immer noch finde, dass diese Shootersteuerung nichts in einem Hack´n´Slay zu suchen hat und es sich für mich grauenhaft spielt. Ragnarok hab ich ehrlich gesagt nicht mehr angefasst.
    Deswegen hoffe ich ja, dass die Remakes sich bitte nicht so spielen...

    In meinem Kopf sage ich dazu "Sons of Sparda" und dann denkst du halt automatisch an Devil May Cry^^

    Und ich denke dabei immer zuerst an "Ghost of Sparta", einen Teil, den sie wirklich auch auf aktuelle Plattformen bringen müssten, wenn sie sich jetzt schon die Mühe machen, die Hintergründe von Kratos und Deimos zu erklären. Denn immerhin zeigt Ghost of Sparta auch einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte der beiden Brüder.

  5. Dabei finde ich die Story von Teil eins, Chains of Olympus und Ghost of Sparta gar nicht mal schlecht. Kratos will im ersten Teil nicht einmal Rache haben, er will einfach nur Ruhe vor seinem eigenen geplagten Geist. Er will einfach wieder richtig schlafen können. Chains of Olympus und Ghost of Sparta gehen dann ins Detail, warum er innerlich so wütend ist, mehr als Teil zwei und drei es sogar tun. Teil zwei und drei sind für mich schon eher Action-Popcorn, aber Kratos hatte für mich mehr als "wütender Spartaner ohne Tiefe" als dass er hingestellt wird.

    Hab ja nie gesagt das ich sie schlecht finde, ich fand sie sogar gut. Ich mag die ersten 3 Teile + Spin Off auch sehr gerne. Für mich hatte sich nur die immer gleiche formel der Teile am Ende des 3. Teils abgenutzt weshalb ich den Genre Wechsel sehr begrüßt habe.

    Auf der anderen Seite empfand ich die Story vom 2018er - Reboot als eine der langweiligsten Geschichten, die ich je erlebt hab. Ein paar nette Momente mit Kratos gibt es, ansonsten fühlt es sich für mich an wie "The Last of Us but nothing happens". Junge ist für mich einer der gleichzeitig lahmsten und nervigsten Begleiter, von denen ich je das Unglück hatte, mitzuschleppen. Und ich mag Ashley aus Resi 4!

    Das ist halt Geschmacksache für mich sind sowohl Charaktere als auch Story ab den 2018er Teil um Welten besser als alles davor in der Reihe.

    Zudem ich immer noch finde, dass diese Shootersteuerung nichts in einem Hack´n´Slay zu suchen hat und es sich für mich grauenhaft spielt. Ragnarok hab ich ehrlich gesagt nicht mehr angefasst.

    War ja auch kein Hack n Slay mehr sondern eher in Richtung Adventure/Action Rpg je nach dem wie man es definiert. Die Reihe hat nun mal das Genre gewechselt und damit hat sich logischerweise auch das Gameplay stark geändert egal ob einen das besser gefällt oder nicht. Ich muss aber sagen was Gameplay angeht wäre mir sogar beides recht. Ich mag nur das neue ein bisschen mehr da ich Spiele wo die Kamera so weit weg ist nicht so immersiv finde wie in denen wo sie näher dran ist.

    Deswegen hoffe ich ja, dass die Remakes sich bitte nicht so spielen...

    Ich bin ja wie gesagt jemand der die neuen Teile um einiges mehr mag aber hier bin ich bei dir. Es wäre natürlich für mich kein Untergang wenn die Remakes die Spiele jetzt zum neuen System ändern, aber schade wäre es schon. Für mich ist die Trilogie aus Gameplay Sicht gut wie sie ist und passt auch perfekt zu dem was dort passiert.

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