Vielleicht habt ihr sie schon auf Social Media gesehen: Kurze Clips von auf den ersten Blick erstaunlich realistischen Spielwelten. Schnell war vom „Untergang der Spielebranche, wie wir sie kennen“ die Rede.
Der Clou dabei: Diese Szenen stammen nicht aus klassischen Spielen, sondern wurden vollständig von einer KI erzeugt – und sind sogar eingeschränkt „spielbar“.
Googles Project Genie sorgt für Unruhe
Auslöser ist Google, genauer gesagt das experimentelle KI-Tool Project Genie. Dieses kann aus Textbeschreibungen oder hochgeladenen Bildern interaktive Umgebungen generieren. Neben der Optik simuliert das System auch einfache physikalische Abläufe. Nutzer können eine Figur steuern, Perspektive und Fortbewegung frei festlegen.
Aktuell ist Project Genie nur in den USA verfügbar und setzt ein Abo für Google AI Ultra voraus. Wichtig: Die Welten laufen komplett in der Cloud auf Googles Servern – nicht lokal auf dem Rechner der Nutzer. Außerdem beschränkt sich das „Gameplay” bisher noch auf 24 fps und eine Auflösung von 720p.
Gaming-Aktien im freien Fall
Die Reaktion der Börse ließ nicht lange auf sich warten. Nach der Veröffentlichung des Tools brachen die Kurse mehrerer Gaming-Unternehmen ein. Take-Two Interactive verlor rund zehn Prozent, Roblox zwölf Prozent und Unity sogar rund 21 Prozent. Auslöser waren vor allem viral gegangene Videos der KI-Welten, die optisch teils stark an bekannte Spiele erinnerten.
So „beeindruckend“ die Clips vielleicht wirken, so klar sind die Grenzen der Technik. Die generierten Erfahrungen sind derzeit auf etwa 60 Sekunden begrenzt, es gibt keine zusammenhängenden Spielwelten, kein klassisches Leveldesign, keine ausgearbeiteten Spielmechaniken und keinen Sound. Zudem lassen sich die Umgebungen nicht in Engines wie Unity oder Unreal exportieren.
Vor diesem Hintergrund halten viele den Kurssturz für überzogen. Der bekannte Spielejournalist Jason Schreier kritisierte, Anleger würden nicht verstehen, wie Spiele tatsächlich entstehen. Tim Sweeney von Epic Games wiederum betonte das langfristige Potenzial von KI, verwies aber ebenfalls auf die aktuellen Grenzen. Epic selbst – Entwickler von Unreal Engine und Fortnite – ist nicht börsennotiert und blieb daher von den Turbulenzen verschont.
Auch bei uns war das Thema KI in den letzten Monaten immer wieder sehr präsent und lieferte reichlich Diskussionsstoff. Zum Beispiel, wie Valve die eigenen KI-Richtlinien angepasst hat oder wie der Director von Stellar Blade über den Einsatz von KI denkt. Was ist eure Meinung dazu? Ist das die Zukunft? Könnte diese Technologie etablierten Spieleentwicklern zum Problem werden?
via Heise Online, Bildmaterial: The Legend of Zelda: Breath of the Wild, Nintendo

Das ganze zeigt mal wieder das die größten Idioten auf dieser Erde viel zu viel Einfluss haben.
Da haben viele Leute Angst das KI Thema zu verpassen. Als Folge davon wird es völlig übertrieben.
KI wird schon bleiben, aber das wird bald fett impodieren (und einiges mit sich reissen) und auf ein normaleres Maß schrumpfen.