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Sony räumt auf: Hunderte Shovelware-Games aus dem PlayStation Store entfernt

Im Sony-Kosmos scheint man genug gesehen zu haben: Berichten zufolge hat der Konzern hunderte Spiele eines einzelnen Entwicklers aus dem PlayStation Store entfernt. Betroffen ist vor allem der Name ThiGames, der Trophy-Huntern spätestens seit unzähligen Mini-Titeln ein Begriff sein dürfte.

Wie Push Square bemerkt hat, führen die meisten Spiele-Links auf der ThiGames-Webseite inzwischen ins Leere – ein starkes Indiz dafür, dass Sony hier ordentlich ausgemistet hat. Offiziell bestätigt ist das Ganze zwar nicht, aber das Ausmaß spricht für sich.

Trophäen im Sekundentakt

Die betroffenen Titel gelten gemeinhin als klassische Shovelware: schnell produzierte, extrem simple Spiele, die den Store fluten und spielerisch wenig bieten. Für manche sind sie nervig, für andere ein schneller Weg zu vielen Trophäen. Eurogamer hatte das vor einiger Zeit mit einem Beispiel wie The Jumping Taco: Turbo illustriert – inklusive Video, in dem innerhalb weniger Sekunden massenhaft Trophäen freigeschaltet werden.

Spannend ist dabei die Einordnung der Zahlen: Laut Trophy-Hunter Rob Thanatos hatte ThiGames zeitweise mehr gelistete Spiele als fast alle anderen Publisher – nur Eastasiasoft, Ratalaika Games und Webnetic lagen noch davor. GameDiscoverCo-Gründer Simon Carless bremst jedoch die ganz großen Schlagzeilen.

Viele Listings seien schlicht regionale Duplikate. Realistisch seien eher rund 150 veröffentlichte Spiele – wirtschaftlich offenbar trotzdem kein schlechter Deal, mit geschätzten Einnahmen nahe der 10 Millionen Dollar Marke, wie Carless auf LinkedIn schrieb.

Weder der Plattformbetreiber noch ThiGames haben sich bislang öffentlich geäußert. Gewertet wird dieser Schritt allerdings wie ein deutliches Zeichen in Richtung Qualitätskontrolle. Und vielleicht schaut sich der ein oder andere Entwickler und Plattformbetreiber davon noch etwas ab.

Zuletzt stand hier auch Nintendo in der Kritik, wenn auch mit andersartigen Games: Tagelang wurden rund um die Feiertage beispielsweise dreiste Kopien von CloverPit und Megabonk im eShop verkauft. Was ist eure Meinung zu solchen Spielen wie den oben genannten? Habt ihr sie schon einmal gespielt, um schnell und einfach an Trophäen zu kommen?

via Games Industry, Bildmaterial: Mr. Hibbl, ThiGames

1 Kommentar

  1. Aus solchen Gründen wurde in den 80ern das "Nintendo Seal of Quality" eingeführt. Die Masse an schlechten Spielen, die trotzdem ordentliches Marketing hatten, den Markt überfluteten. Für die meisten war am Ende nicht mehr wirklich sichtbar, ob das Spiel was taugt und der Markt crashte.

    Ich befürchte, mit GenAI laufen wir langsam wieder in diese Richtung.

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