Monatelang gab es Gerüchte über eine „Switch 2“-Version von Petit Planet, vor wenigen Tagen wurde sie endlich angekündigt. Wir durften als eines der ersten Medien in Europa die Vorabversion anspielen, die voraussichtlich 2027 erscheinen wird. Der Ersteindruck war dabei stark – wie bereits bei unserem Hands-on zum Stardrift-Test.
Wer das Spiel bisher nicht kennt: Petit Planet ist das „Animal Crossing“-Like von HoYoverse, in dem ihr euch einen eigenen Planeten gestalten dürft. Dabei macht das Spiel einiges anders als der bei Vergleichen oft herangezogene Nintendo-Titel und wirkt in manchen Punkten auch mutiger.
Besonders die sozialen Online-Bereiche sind stärker ausgebaut, und auch experimentelle, KI‑basierte Minispiele sind enthalten, aber kein Muss. Dazu kommt ein Kartenspiel, bei dem ihr gemeinsam mit anderen eine gemütliche Runde einer eigenen Mau-Mau-Version spielen könnt.
Ansonsten ist Petit Planet ein sehr entspannendes Spiel, das euch erlaubt, euren eigenen Planeten zu gestalten, zu dekorieren und mit anderen Spielern zu interagieren. Die Grafik ist farbenfroh und charmant, und die Steuerung auf der Switch 2 fühlt sich intuitiv an.
Besonders toll – nicht nur auf der Switch 2 – ist die besondere Atmosphäre des Spiels, die beruhigend und entspannend wirkt. Insbesondere die „gedeckten“, beruhigenden Farben, die zurückhaltende Musik, aufwendige Zwischensequenzen, die Synchronisation und die niedlichen Charaktere wissen zu gefallen.
Doch statt möglichst viele Ressourcen zu sammeln, geht es bei Petit Planet vor allem um das gemeinsame Aufbauen der Insel. Denn durch das gemeinsame Erleben erhaltet ihr Luca – die zentrale Fortschrittsressource in Petit Planet. Luca gibt es vor allem für Nachbarschaftshilfe und den Ausbau des Planeten. Diese Ressource nährt wiederum den Luca Arbor, den magischen Baum. Sein Wachstum schaltet neue Gebiete, Tiere, fruchtbareren Boden und neue Einwohner frei.
Besonderheiten der „Switch 2“-Version
Natürlich gibt es viele Fragen zur „Switch 2“-Version, die wir bisher nicht beantworten können, da wir nur eine frühe Vorabversion anspielen durften. Trotzdem wissen wir nun mehr – speziell zum Spielgefühl.
Anders als bei anderen HoYoverse-Spielen auf dem Smartphone ist es etwa möglich, die Controller- und Touchscreen-Steuerung gleichzeitig zu nutzen. Das ist zum Beispiel super, wenn man am Strand Meerestiere jagt und im Hintergrund ein Insekt vorbeifliegt – man kann sofort hinrennen und im Lauf per Touchscreen das Werkzeug wechseln, ohne gleichzeitig viele Tasten drücken zu müssen.
Auch super: Auf dem Smartphone war die Angelsteuerung teilweise etwas hakelig. Auf der Switch 2 kann man die Angel auswerfen und mit dem rechten Stick zielen, wo sie ungefähr landen soll, damit der Fisch nur einen kurzen Weg zum Köder hat. Ein Mausmodus war in der Vorabversion noch nicht integriert – dafür funktioniert die kombinierte Steuerung aus Joy-Cons und Touchscreen super. Auch die Bildqualität auf dem Bildschirm der Switch 2 war bereits gut, auch wenn noch etwas Luft nach oben besteht.
Außerdem konnten wir auch den Einstellungsbildschirm einsehen. So wurde bestätigt, dass Petit Planet auf der Switch 2 DLSS nutzen wird – weitere Einstellungen, etwa eine Zielbildrate von 30 FPS, sind noch in Arbeit, da noch mehrere Monate an Optimierungen in das Spiel fließen werden.
Ein guter erster Eindruck
Auch wenn wir noch nicht alle Kleinigkeiten zur „Switch 2“-Version von Petit Planet in der frühen Vorabversion testen konnten, ist der Ersteindruck positiv. Besonders gut gefielen die reibungslose Steuerung und die hübsche Grafik im Handheldmodus der „Switch 2“ – im Docked-Modus war das Spiel noch nicht spielbar.
Die Bestätigung von DLSS ist ebenfalls ein Pluspunkt, da es die Grafikqualität und Leistung verbessern kann. Wir sind gespannt auf weitere Details und Features der „Switch 2“-Version, die in den kommenden Monaten enthüllt werden. Besonders freuen würden wir uns beispielsweise über einen lokalen Mehrspielermodus oder lokale Events am selben Gerät oder via GameShare.
Bildmaterial: Petit Planet, Hoyoverse

0 Kommentare