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Vor Persona 6: Serien-Veteranen verraten, was ein gutes Persona-Spiel wirklich ausmacht

Persona 6 lässt weiterhin viele Fragen offen. Zwar wissen wir inzwischen, dass Atlus an einem neuen Hauptteil der beliebten JRPG-Reihe arbeitet, doch über dessen Ausrichtung ist bislang nur wenig bekannt.

Jetzt haben sich allerdings drei Personen zu Wort gemeldet, die Persona über viele Jahre entscheidend geprägt haben: Katsura Hashino, Shigenori Soejima und Shoji Meguro.

Im Rahmen des Kultur- und Kunstfestivals The Tenth Mosaic, übersetzt via Automaton Media, sprachen die ehemaligen kreativen Köpfe hinter Persona 3, Persona 4 und Persona 5 darüber, was die Reihe eigentlich ausmacht und welche Bedeutung Rollenspiele heute haben sollten.

Persona muss sich mit der Zeit verändern

Wer an Persona denkt, hat vermutlich sofort japanischen Schulalltag, soziale Beziehungen und übernatürliche Abenteuer im Kopf. Für den langjährigen Director Katsura Hashino steht allerdings ein anderer Begriff im Mittelpunkt: „chaos“.

Damit beschreibt er seinen Ansatz, bei der Darstellung des Erwachsenwerdens möglichst viele unterschiedliche Einflüsse aufzugreifen, anstatt sich auf wenige Themen zu beschränken.

Charakterdesigner Shigenori Soejima ergänzt einen weiteren wichtigen Grundsatz: „sich dem Zeitgeist anpassen“.

Demnach müsse sich Persona mit seiner jeweiligen Zeit verändern. Besonders die Schauplätze und Geschichten sollten gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen aufgreifen, damit die Reihe nicht stagniert und auch zukünftige Generationen anspricht.

Das erklärt zumindest teilweise, warum sich die bisherigen Hauptteile trotz ihrer gemeinsamen Identität in Atmosphäre und Themenwahl deutlich voneinander unterscheiden.

Ein gutes RPG sollte mehr hinterlassen als Unterhaltung

Hashino ging außerdem darauf ein, welche Rolle Rollenspiele in einer Zeit spielen sollten, in der Menschen zwischen unzähligen Unterhaltungsangeboten wählen können.

Ein RPG dürfe seiner Ansicht nach nicht „am Ende nur etwas Vergängliches sein“ – also zu einem flüchtigen Erlebnis werden, das genauso gut durch eine Fernsehserie ersetzt werden könnte.

Stattdessen sollten SpielerInnen aus einem Abenteuer „etwas, worauf sie im weiteren Verlauf ihres Lebens zurückgreifen können“ mitnehmen können.

Hashino räumte allerdings ein, dass sein Team diese Vorstellung bislang noch nicht vollständig verwirklicht habe. Für zukünftige Projekte bleibe sie deshalb ein wichtiges Ziel.

Ob diese Philosophie auch Persona 6 prägen wird, ist offen. Hashino arbeitet inzwischen mit einem anderen Team bei Atlus, das zuletzt Metaphor: ReFantazio veröffentlichte. Auch Soejima und Meguro sprechen hier nicht stellvertretend für das aktuelle Persona-6-Entwicklungsteam.

Trotzdem geben ihre Aussagen einen interessanten Einblick in die Gedanken hinter einer der beliebtesten JRPG-Reihen. Und vielleicht auch darin, was Fans vom nächsten großen Abenteuer erwarten dürfen.

via GamesRadar, Bildmaterial: Persona 6, Atlus

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