Ken Kutaragi, der als „Vater der PlayStation“ bekannt ist, glaubt, dass die Spielebranche bei der Entwicklung und Nutzung von KI noch weit zurückliegt und mehr herausholen kann. Aber es gibt auch andere Meinungen. Der Präsident von Konami Digital Entertainment, Hideki Hayakawa, hat jetzt über die möglichen Auswirkungen von KI auf den Games-Markt gesprochen.
Die Konami Group – vielen vor allem als Entwickler und Publisher der Serien „Metal Gear“ und „Silent Hill“ bekannt – hat im aktuellen Bericht für das Geschäftsjahr bis März 2026 zahlreiche Themen angesprochen. Besonders interessant: die Geschäftsstrategien in den verschiedenen Unterhaltungsbereichen, in denen das Unternehmen aktiv ist.
Im Unterhaltungsgeschäft ist auch der Einsatz von KI selbstverständlich ein Thema. Dengeki Online fand einen interessanten Abschnitt, den Automaton Media aufgriff. Hier geht Hideki Hayakawa genauer auf die KI-Entwicklungen ein. Im Abschnitt zum digitalen Unterhaltungsgeschäft ordnet er die möglichen Auswirkungen auf die Branche – und damit auch auf Konami – ein.
Kreative Menschen im Zentrum
Bei Konami sieht man die Entwicklung offenbar etwas anders als in vielen anderen Unternehmen. Hayakawa glaubt, dass KI keine wesentliche Veränderung der Marktbedingungen bewirken werde.
Ein Grund dafür sei, dass die Eintrittshürden „bereits durch die Fortschritte allgemeiner Game Engines und die Verbreitung von UGC (User Generated Content) gesenkt wurden“, erklärt er. „Selbst wenn der Einsatz von KI zu Verbesserungen bei der Produktionseffizienz führt, glaube ich, dass die wichtigsten Faktoren für die Entwicklung unterhaltsamer und innovativer Videospiele Menschen und Kreative sind“, so Hayakawa.
Er sieht weiterhin die Menschen, die kreative Ideen austauschen, in der Hauptverantwortung. Diese Teams mit unterschiedlichen Hintergründen müssen ihre Ideen austauschen. Das Zusammenführen dieser Ideen öffnet die Tür für völlig neue Arten von Gameplay – und dies lässt sich nicht so leicht durch eine KI ersetzen.
Technologische Fortschritte eine bedeutende Chance
Auf der anderen Seite erkennt er an, dass technologische Fortschritte eine bedeutende Chance für die Schaffung neuer Arten von Erlebnissen sein können. „Auch bei bahnbrechenden technologischen Innovationen bietet Konami systematische Unterstützung, damit Kreative neue Technologien verstehen, die möglichen Risiken richtig einschätzen und diese sicher in der Spieleentwicklung einsetzen können.“
Konami war in der Vergangenheit auch eher konservativ bei der KI-Nutzung. Eine der wenigen Ausnahmen war das „YU-GI-OH! MASTER DUEL x AI PROJECT“, das eine selbstlernende KI nutzen sollte und in einem KI-Duell-Wettbewerb „Yu-Gi-Oh! Master Duel AI Densou Sen“ zwei Ingenieurteams mit trainierten Duell-KIs gegeneinander antreten ließ. Beim Yu-Gi-Oh! World Championship 2025 wurde KI als Test eingesetzt, um Kommentare in zehn Sprachen zu generieren.
Bildmaterial: Konami

"Menschen und Kreativd", wie darf man denn das verstehen? Sind Kreative etwa keine Menschen? Oder hat hier jemand den Text seines Statements von einer KI schreiben lassen und anschließend auswendig gelernt?
Klingt immerhin nicht so dystopisch und nach KI Psychose wie bei anderen Vertretern.