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Pokémon-Sammelkartenspiel-Pocket verliert massiv Spieler und plant deshalb Änderungen

Das Pokémon-Sammelkartenspiel-Pocket sticht selbst in der Mobile-Szene hervor: Wenige Spiele benötigen so viele aktive SpielerInnen für ihren Umsatz, wie Daten von Sensortower belegen. Und genau diese aktiven SpielerInnen verlassen das Spiel nun.

DeNA plant jetzt weitere Maßnahmen für das mobile Sammelkartenspiel, um einem starken Rückgang von Engagement und Umsatz entgegenzuwirken. Das bestätigt man im aktuellen Finanzbericht.

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Erfolg mit vielen Spieler:innen

Bislang gehört das gemeinsam von Creatures Inc. und DeNA entwickelte digitale Sammelkartenspiel zu den erfolgreichsten Mobile-Games. Schätzungen zufolge erzielte Pokémon-Sammelkartenspiel-Pocket in den ersten 24 Stunden satte 1,9 Millionen US-Dollar Umsatz und legte damit den drittgrößten Mobile-Game-Launch aller Zeiten hin.

The Pokémon Company bestätigte offiziell, dass das Spiel am 1. November 2024, zwei Tage nach Launch, 10 Millionen Downloads überschritt. Bis Mai 2026 wuchs diese Zahl auf 200 Millionen Downloads. Bis heute sind die Downloadzahlen stark, Sensortower schätzt deutlich über eine Million Downloads pro Monat.

Mit aktuell rund 23 Millionen monatlich aktiven NutzerInnen (MAU) sank der Gesamtumsatz des Unternehmens um 33,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf etwa 76,5 Millionen US-Dollar. Der Segmentgewinn fiel um 62 Prozent auf rund 24,1 Millionen US-Dollar. Die monatlich aktiven NutzerInnen von Pokémon-Sammelkartenspiel-Pocket sind im Jahresvergleich um rund 41 Prozent gesunken.

Neue Events als Teil einer Strategie

DeNA möchte darauf mit neuen Events und Promotionen reagieren, die speziell darauf abzielen, Login-Häufigkeit, Retention und allgemeine Spieleraktivität zu erhöhen. Für mobile Spiele ist Japan ein wichtiger Markt –doch gerade der Marktanteil in diesem Land geht weiter zurück, die Zahlungen kommen nun fast zu 70 Prozent aus dem Ausland, ein Jahr zuvor waren es nur 60 Prozent.

Die Ausgabestruktur hat sich also weiter nach außen (außerhalb Japans) verschoben, während die Gesamtzahl aktiver Spieler sank. Weitere Maßnahmen sollen bis Ende des Geschäftsjahres im März 2024 folgen. Wir sind gespannt, wie diese aussehen werden. Kürzlich gerieten die Pocket-Macher in die Kritik, weil man 1,5 Milliarden Yen „Fördermittel“ absahnte.

via GameRant, Bildmaterial: Pokémon-Sammelkartenspiel-Pocket, The Pokémon Company, DeNA, Creatures Inc.

5 Kommentare

  1. Ich verspüre da wenig Mitgefühl. Pocket ist eine sehr abgespeckte Variante des klassischen Pokemon TCG-Online und als reines Glücksspiel konzipiert - Pay2Win in Reinform. Echtgeld für die Chance auf hübsche und/oder kompetetive Karten, die jedweden Wert verlieren, sobald Pocket mal eingestellt wird. Wem's gefällt, meine Welt ist es nicht und wenn ein paar Spieler*innen sich dessen bewusst werden und aufhören, bin ich der Letzte, der sie aufhält. Ihre Entwicklungs- und laufende Kosten haben sie sowieso schon zigfach wieder drin.

  2. Pay2Win in Reinform

    Da muss ich widersprechen: Auf dem Mobile-Game-Markt gehört Pocket zu denjenigen Spielen, die am wenigsten "Pay 2 Win" sind. Deshalb haben wir hier ja das Phänomen, das eine sehr große Menge an Spielern pro Kopf deutlich weniger Umsatz produziert als jeder Hoyoverse-Titel.

    Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, durch einfache Partizipation an Events, Kämpfen etc. zahlreiche Sanduhren zum Öffnen von Packs zu bekommen, ohne dass man einen Cent auf den Tisch legen muss. Ich spiele Pocket seit Release und habe 0,0 € investiert und auch die Probewoche für Premium nie eingelöst. Gleichzeitig habe ich alle regulären Karten für alle Sets (außer dem aktuellsten) und sitze immer noch auf über 2000 Sanduhren - damit könnte ich sofort weit über 150 Packs öffnen. Und obwohl jeden Monat neue Sets erschienen, die ich auch komplettiere, steigt die Zahl der Sanduhren durch Events etc. langsam immer weiter an.

    Dass der Umsatz pro Kopf bei Pocket vergleichsweise niedrig ist, wird sicherlich auch damit zusammenhängen. Dass Spieler abwandern, dürfte andere Gründe haben: Man merkt schon, dass man bei Pocket monatlich immer wieder durch dieselben Events durchrotiert, es passiert nicht viel Neues, außer dass eben immer wieder neue Sets rauskommen. Vielleicht kann man mit neuen Events oder Kampf-Modi Teile der Spielerschaft zurückgewinnen. Eventuell müsste man auch Ranked früher im Monat wieder öffnen, macht es aber wahrscheinlich nicht, um allen erstmal eine Chance zu geben, Decks mit den neuen Karten zusammenzubauen. So oder so hoffe ich, dass man die fallenden Umsätze nicht zum Anlass nehmen wird, das Game tatsächlich stärker auf zahlende Spieler auszurichten. Aber aktuell sieht es eher so aus, als wolle man die Spielerzahlen wieder erhöhen und darüber den Umsatz.

  3. War gut , sie haben aber zu schnell zu viele Karten gebracht und die 3 Punkte Regel ist nicht so gut, die Spiele sind dadurch zu oft reines Glück und Stratregien lassen sich nicht wirklich spielen.

  4. Würde mir eher wünschen, dass man mehr gegen Scalper im richtigen TCG unternehmen würde. Eine vernünftige Verfügbarkeit wäre echt ein Träumchen. Pocket juckt mich persönlich nicht.

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