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Midgar Studio macht dicht, doch das „All-Star-JRPG“ um die NieR-Autorin soll noch erscheinen

Traurige Nachrichten aus Frankreich: Midgar Studio macht dicht. Das Unternehmen wurde von einem französischen Gericht zur Liquidation angewiesen. Zuvor hatte der französische Publisher Nacon vergeblich versucht, einen Käufer für Midgar Studio zu finden, wie der ehemalige Gründer und jetzige Nacon-CTO Jérémy Zeler-Maury in einem LinkedIn-Post mitteilte.

Nacon, seit Februar ebenfalls in einem Insolvenzverfahren, hatte Midgar Studio im Jahr 2022 übernommen. Das Studio war mit dem Japan-inspirierten RPG Edge of Eternity bekannt geworden. Nach der Insolvenzanmeldung von Nacon folgten mehrere Nacon-Studios dem Beispiel der Mutterfirma, darunter auch Midgar Studio. Nur ein externer Verkauf hätte das Studio noch gerettet, doch dazu kam es nicht mehr.

Edge of Memories soll allerdings noch wie geplant erscheinen. Das „All-Star-JRPG“ hatte mit seiner Anime-Ästhetik und vor allem dem Personal um Sawako Natori (NieR, Drakengard) für Buzz gesorgt. Das aktuelle Spiel des Studios hat allerdings noch keinen Termin.

Die Veröffentlichung sei aber später für dieses Jahr geplant, wie der offizielle Twitter-Account Anfang Juli unter Bezug auf erste Insolvenzmeldungen kommunizierte. Möglicherweise übernimmt Publisher Nacon hier und bringt die Sache zu Ende. Auch die physische Version, die in den Folgetagen weiter beworben wurde, scheint weiterhin geplant.

Alle Möglichkeiten ausgelotet

„Obwohl wir alle Möglichkeiten ausgelotet haben und viele Menschen versucht haben, uns zu helfen, konnte innerhalb des für das Verfahren vorgegebenen Zeitrahmens keine Lösung gefunden werden“, bedauert Jérémy Zeler-Maury die Liquidation.

Und weiter: „Ich habe Midgar im Jahr 2008 gegründet, angetrieben von dem Wunsch, Spiele zu entwickeln, die unseren Stil widerspiegeln und an der Schnittstelle zwischen französischer und japanischer Sensibilität stehen. Was als etwas verrückte Idee begann, wurde zu achtzehn Jahren Arbeit, Kreativität, Herausforderungen, Begegnungen und Erinnerungen.“

via RPGsite, Bildmaterial: Edge of Memories, Midgar Studio, NACON

11 Kommentare

  1. Da fehlen mir die juristischen Kenntnisse. Hat nicht Nacon selbst im Februar Insolvenz angemeldet?

  2. Ja, richtig. Ich weiß nicht wie das in Frankreich läuft. Aber ein deutscher Insolvenzverwalter hat grundsätzlich Interesse daran, dass Geld verdient wird. Midgar ist eine Tochter von Nacon. Kann mir schon gut vorstellen, dass das geht, auch (oder sogar gerade wenn) Nacon im Insolvenzverfahren ist.

  3. Generell ist das bei Nacon eine seltsame Situation, da man wenige Monate nach der Insolvenz eine neue Nacon Connect präsentierte, in der man gar neue Spiele ankündigte xD
    Das habe ich auch nicht ganz verstehen, wie das funktionieren kann. Aber ich gehe mal einfach davon aus, dass das nun alles Spiele sind, die eh schon in der finalen Phase sind und man die jetzt zu Ende bringt, um so viel wie möglich an Geld noch wieder rein zu bekommen.
    Aber merkwürdig bleibt das irgendwie schon xD

    Bin ja mal gespannt, wie das nun weiter geht mit den angekündigten Releases und ob da irgendwo was bei sein wird, was nochmal richtig einschlägt.^^

  4. Und jetzt canceln kostet wahrscheinlich mehr als ggf unfertig noch rausballern.


    Also mit anderen Worten, es erscheint genau so wie Edge of Eternity ^^

    Das konnte ich mir dem Spiel gegenüber dann doch nicht verkneifen. Bin mal frank und frei: Edge of Memories sieht jetzt auch nicht viel besser aus als der Vorgänger. Aber mit den Hintergründen, die nun bekannt sind, habe ich noch weniger Hoffnungen, dass das Spiel in halbwegs gutem Zustand erscheint.

    Ich wünsche mir zwar auch immer, dass angekündigte Spiele nicht eingestampft werden, aber manchmal ist es halt nicht die schlechteste Idee. Hier wird schon Geld reingeflossen sein und man wird wohl vertraglich noch dazu verpflichtet sein, am Ende irgendwas abzuliefern. Zum Wohle der Spieler wird es wohl nicht sein.

    Aber merkwürdig bleibt das irgendwie schon xD


    Ich glaube, Insolvenz bedeutet nicht automatisch gleich das endgültige Ende für die Mutterfirma. Dass es so weit gekommen ist, lag glaube ich nur daran, dass Bigben Interactive in eine finanzielle Schieflage geraten ist. Das hat dann einen Dominostein ins Rollen gebracht. Nacon selbst wird wohl weiter ums eigene überleben nun kämpfen, macht einige der eingekauften Studios dicht und wird wohl mit aller Macht versuchen, angekündigte Projekte, die sich schon länger in der Entwicklung befinden, noch zu veröffentlichen.

    Ich denke, rund 80% der Titel, die Nacon so veröffentlicht hat über die Jahre, waren sowieso Shovelware. Hätte man häufiger mal so etwas wie Terminator oder RoboCop oder Hell Is Us gebracht, hätte man vermutlich jetzt deutlich bessere Karten. Aber man brauchte den ganzen Kleinkram wohl auch, um überhaupt bestehen zu können.

    Ist natürlich immer schade, wenn es so endet. Aber da hat sich vermutlich bei den ganzen Studio-Einkäufen in den letzten Jahren denke ich schon was angedeutet.

  5. haben die nur Edge of Eternity bis jetzt gemacht:/ schon schade wieder ein studio weniger ich frage mich wann das mal aufhört.

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