Vor ein paar Tagen hat Shigeru Miyamoto in einem Interview spannende Einblicke in Nintendos Philosophie gegeben. Nun sprach der Zelda- und Mario-Schöpfer über einen ganz persönlichen Wunsch: Nintendo-Konsolen sollen für Kinder eines Tages so selbstverständlich werden wie andere wichtige Meilensteine des Erwachsenwerdens.
Dabei zog Miyamoto einen interessanten Vergleich zur japanischen Kultur.
„Jetzt, wo du sechs bist, habe ich dir ‚eine Nintendo‘ besorgt.“
Im Gespräch mit Famitsu und übersetzt von GamesRadar, erklärte Miyamoto, dass Nintendo möglichst viele Gründe schaffen wolle, damit sich Menschen weltweit für die Produkte des Unternehmens entscheiden: „Ich sage immer, dass das Unternehmen ‚Gründe schaffen sollte, warum Menschen aus aller Welt sich für Nintendo entscheiden‘.“
Als Beispiel nannte er den traditionellen Schulbeginn in Japan. Dort erhalten viele Kinder zum Start der Grundschule einen sogenannten Randoseru – einen hochwertigen Schulranzen, der sie während ihrer gesamten Schulzeit begleitet. Vielleicht habt ihr so einen schon einmal in einem Manga oder Anime gesehen.
Miyamoto wünscht sich, dass Nintendo-Konsolen künftig eine ähnliche Bedeutung bekommen: „In Japan kauft man Kindern einen eigenen Schulranzen, wenn sie in die Grundschule kommen. Genauso fände ich es toll, wenn es eine Auswahl gäbe, aus der man wählen könnte, zum Beispiel: ‚Jetzt, wo du sechs bist, habe ich dir eine Nintendo besorgt‘, ‚Welche Nintendo würde dich am meisten freuen?'“
Mehr als nur eine Spielkonsole
Der Vergleich ist in Japan durchaus nachvollziehbar. Ein Randoseru gilt dort als Symbol für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts und begleitet Kinder oft über die komplette Grundschulzeit hinweg. Miyamoto träumt offenbar davon, dass auch eine Nintendo-Konsole zu einem solchen festen Bestandteil vieler Familien wird.
Passend dazu verwies er indirekt auch auf die lange Lebensdauer der Nintendo Switch, die über viele Jahre hinweg von Millionen SpielerInnen genutzt wurde.
Einmal Nintendo, immer Nintendo?
Natürlich darf man hierbei auch nicht vergessen, dass Nintendo selbstredend ein großes Interesse hat, neue Käuferschichten, so hart das jetzt klingen mag, schon so früh wie nur irgendwie möglich an die Marke zu binden. Ähnliches ließ auch der aktuelle Nintendo-Präsident vor einiger Zeit verlauten.
Das jüngste Famitsu-Interview brachte bereits zahlreiche interessante Aussagen von Miyamoto hervor. So sprach er unter anderem über die Leistung der Nintendo-Hardware, Remakes und die Entstehung von The Legend of Zelda. Weitere Details dazu findet ihr in unseren separaten Artikeln.
via GamesRadar, Bildmaterial: Nintendo

Nunja. Ja, die Idee ist schon nett und ich verstehe auch, was Miyamoto damit ausdrücken will. 😄 Aber am Ende bleibt eine Nintendo-Konsole eben ein Luxusgut und nichts, was wirklich notwendig ist. Einen Schulranzen braucht jedes Kind für die Schule – eine Konsole dagegen nicht.
Der Vergleich passt deshalb für mich nur bedingt. Klar wäre es schön, wenn viele Kinder zu ihrem Schulstart eine Nintendo bekommen würden, aber das wird immer von den finanziellen Möglichkeiten der Familie abhängen. Der Schulranzen hat einen praktischen Zweck, während eine Konsole in erster Linie Unterhaltung bietet. Außer vielleicht irgendwann, wenn auch der Schulranzen komplett digital ersetzt wird. 😉
Falsch, viele Schulen verzichten darauf. (Wegen dem Gewicht, Schule als Aufbewahrungsort, andere Lernstruktur, logischer Verstand gewinnt endlich)
Vielleicht is es eher mit unseren Schultüten, als Brauch, vergleichbar. Aber ein Brauch war noch nie nötig.
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Ansonsten bleibt sein Traum ein Traum. Es ist Luxus. Und Nintendo selbst, bietet mit ihren Aufgüßen und damit fehlenden Wert, auch keinen Grund überhaupt darüber nachzudenken.
Die GameBoy- und SNES-Magie sind vorbei.
Also bei uns hier in Deutschland, in unserem Bundesland wird noch nicht darauf verzichtet.
In einigen Schulen kann ich es mir aber schon vorstellen, das darauf verzichtet werden kann.
Und auch in Japan tragen Grundschulkinder nach wie vor fast ausnahmslos diese traditionellen Schulranzen.
Und es war kein Brauch, sondern einfach notwendig.😅
Aber ja, das wird irgendwann vermutlich nicht mehr notwendig sein, wie ich oben schon geschrieben habe.😄
Wenn sich das Kind den Nintendo kaufen kann, kann es sich den kaufen. Als Geschenk sehe ich das nicht. Ich musste mir solche Sachen selber erarbeiten/ersparen.