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Besucht! Das Final Fantasy XIV Fan Festival 2026 in Berlin

Das Final Fantasy XIV Fan Festival ist für Fans des beliebten MMORPGs das Highlight vor der Veröffentlichung einer neuen Erweiterung. Anfang nächsten Jahres steht mit Evercold die nächste Expansion an, weshalb Square Enix nun wieder mehrere dieser Conventions abhält.

Den Anfang machte man in Anaheim, das Finale wird im Oktober und November in Tokio steigen. Die zweite der drei Veranstaltungen fand nun in Berlin statt. Es war erst das zweite Fan Festival hierzulande. Zehn Jahre nach dem Fan Festival in Frankfurt (2017) kehrt Square Enix nach Deutschland zurück.

Wir waren eingeladen und haben euch bereits in unseren News Informationen aus der Pressekonferenz und vom Festival geliefert. Doch wir wollen euch auch davon erzählen, was sonst so zu sehen war und ob sich ein Besuch auf einem Fanfest überhaupt lohnt.

Ein virtuelles Abenteuer wird real

Das Final Fantasy XIV Fan Festival begann mit der Keynote, in welcher Naoki Yoshida, Produzent und Regisseur des Spieles, zahlreiche Neuerungen und einen Extended-Trailer zu Evercold präsentierte. Die Stimmung in der Halle war regelrecht beeindruckend.

Man merkt, die Anwesenden LEBEN teilweise Final Fantasy XIV. Hinter mir saß eine Person, welche vor Freude angefangen hat zu weinen. Der Grund? Man kann ab Patch 8.1 die Hörner der Au Ra unabhängig des Gesichts anpassen. Für manche mag das banal sein, für diese Person aber ein lang gehegter Wunsch, um deren Charakter perfekt nach den eigenen Vorstellungen anzupassen.

Naoki Yoshida kam, wie es schon Tradition ist, im Kostüm der neuen Job-Klasse auf die Bühne. An der Stelle muss ich meinen tiefen Respekt aussprechen: Es war so schon sauwarm in der Halle! Der arme Mann musste dann da in einer dicken Rüstung stehen und zwei Stunden lang über Neuerungen reden. Aber irgendwie verging die Zeit auch schnell und es kam kaum ein Moment zum Durchatmen – abseits von technischen Problemen beim Abspielen des Trailers zur Kollaboration mit Neon Genesis Evangelion.

Nach der Keynote war das Fanfest eröffnet und Besuchende konnten sich in die Halle mit den Aktivitäten stürzen. Und da war einiges zu tun! Besonders beeindruckend waren die Kulissen, welche diverse Gegenden aus Final Fantasy XIV darstellten. Fans konnten durch Kugane, Ishgard, Amaurot oder Solution Nine laufen. Oder sich nach dem Umherlaufen auf einer der zahlreichen Sitzgelegenheiten ausruhen.

Spaßige Aktivitäten für euch und eure (neuen?) Freunde

Dabei waren die Schauplätze in unterschiedliche Aktivitäten aufgeteilt. Entweder konntet ihr euch für ein spaßiges Spiel anstellen oder es handelte sich einfach um einen schönen Fotospot. Und davon gab es viele! Einige der Schauplätze könnt ihr in den Bildern in diesem Artikel finden.

Sei es eine wundervolle Unterwasser-Gegend, voll von Korallen, oder das Goldene Tor aus Dawntrail, durch welches ihr auch laufen konntet. Ihr wollt ein Bild mit Aymeric, dem Kristall-Exarch, oder Y’shtola? Dann macht das doch einfach! Ich habe mir die Gelegenheit auf jeden Fall nicht entgehen lassen …

Die Aktivitäten selbst waren größtenteils rein zu eurer Unterhaltung. Es gab viele Spiele. Baut einen Jenga-Turm, welcher quasi Bücher-Stapel darstellen sollte, oder werft Klebe-Darts auf eine Scheibe. In einem Spiel mussten wir Teilnehmenden diverse Säcke und Beutel auf mehrere Waagen legen, um diese auszugleichen. Dabei traten zwei Teams gegeneinander an. Wer zuerst alle Waagen ausgeglichen hatte, musste noch ein Puzzle aus vier Teilen lösen … das war natürlich sehr schwer. Aber am Ende egal ob und wie schwer es war: Es war spaßig!

Viele der Aktivitäten waren darauf ausgelegt, mit oder gegen mehrere Leute zu spielen. Außerdem waren die Wartezeiten durchaus lang und man musste lange dafür anstehen. Würde ich in einem Freizeitpark anstehen, würde ich genervt und gelangweilt warten und Musik hören. Aber bei einem Final Fantasy XIV Fan Festival verbindet natürlich alle Besuchenden eine Sache: die Liebe zum Spiel!

Leidenschaft, wohin man schaut

Egal wo man stand, egal was man gerade gemacht hat – überall strahlende Gesichter. Und man kam schnell ins Gespräch. Welche Klasse man spielt, welche Promo-Karte man im Goodie-Bag hatte, ob man die Antworten für die Rätsel-Reihe kennt und ob man sich Merch kaufen möchte. Bei allen Leuten, mit denen ich geredet hatte, merkte ich einfach, wie glücklich sie sind, da sein zu dürfen und wie viel Liebe zum Spiel herrscht.

Das zeigte sich auch am Dance Floor, welcher in der hinteren Ecke platziert war und von einer riesigen Statue von Dancing Green überragt wurde. Dort waren fast durchgehend Leute einfach gemeinsam am Tanzen, sich gegenseitig Anfeuern zu dancen, egal ob man es kann oder nicht.

Fun Fact: Ich war auch am Tanzen, bin vom Dance Floor runter und keine paar Sekunden später tauchte FFXIV-Komponist Masayoshi Soken auf und tanzte mit den Leuten. Eventuell beiße ich mir noch immer in den Popo, das so knapp verpasst zu haben. Immerhin konnte ich dabei zuschauen, wie diese Legende den Leuten Freude brachte. Wie es scheint, hat sich auch Naoki Yoshida mit Fans auf die Tanzfläche begeben. Das habe ich aber nicht live gesehen.

Es ist genau diese Nähe zu der Community, welche Final Fantasy XIV so ausmacht und den Fans Freude bringt. Man nimmt sich die Zeit, für die Leute so ganz besondere Momente zu erschaffen und Erinnerungen zu schaffen. Auch die Mitarbeitenden an den Ständen wirkten zwar am zweiten Tag ein wenig erschöpft, aber haben trotzdem mit voller Energie gearbeitet, um allen ein tolles Erlebnis zu bieten.

Es gibt was auf die Ohren

Fast die ganze Zeit an beiden Tagen gab es Programm auf der Bühne. Am ersten Tag, nach der Keynote mit Yoshida, gab es ein Panel mit dem Entwickler-Team, dann mit den Community-Managern von Square Enix, den Live Letter von Produzent Yoshida (in welchem weitere Neuerungen beleuchtet wurden) und anschließend ein Piano-Konzert mit Keiko und Amanda Achen. Darin wurden natürlich Songs aus Final Fantasy XIV dargeboten und auch Soken hatte diverse Auftritte, um das Publikum zu unterhalten.

Am zweiten Tag gab es ein PvP-Turnier, in welchem sich die Teilnehmenden für das Weltfinale qualifizieren konnten. Um danach wieder ein wenig zu entspannen, hat sich Naoki Yoshida mit dem „Final Fantasy VII Remake“-Serie-Director Naoki Hamaguchi ein wenig unterhalten. Dort wurden direkt Gerüchte für Final Fantasy XVII erschaffen. Anschließend gab es ein wenig Downtime, um dann mit THE PRIMALS Live ein Konzert zu bieten, welches die ganze Halle zum Beben brachte.

Dabei besteht die Band aus Komponist Masayoshi Soken, Lokalisator und Sänger Koji Fox, Gitarrist GUNN, Bassist Eikichi Iwai und Drummer Tetsuya Tachibana. Als wäre das nicht schon eine wilde Zusammenstellung, tauchte Naoki Yoshida beim Song „Not Afraid“ auf einmal auf und brüllte legendär ins Mikrofon. Die Halle tobte und alle hatten eine gute Zeit. Das war für mich definitiv eines der absoluten Highlights des Fanfests.

Nicht alles Gil, was glänzt?

So wunderbar wie für mich als geladener Gast das Fanfest war, so muss man aber auch darüber nachdenken: für „normale“ Besuchende kostete der Eintritt 224,99 Euro. Das ist eine ganz schön dicke Summe an Geld „nur“ für den Eintritt für eine Convention. Darin enthalten ist das Goodie-Bag, welches jede besuchende Person bekommt. Hierbei handelt es sich um eine kleine Umhängetasche, ein FFXIV-Fanfest-Cappie, ein Sticker-Buch mit Stickern sowie mehrere Pins. Das Goodie-Bag wird im Online-Store von Square Enix mit 39,99 US-Dollar gelistet. Die Qualität der Sachen ist hochwertig und ein Cappie brauchte ich sowieso. Also tatsächlich ein nettes Goodie für Besuchende.

Rechnet man also nun das Goodie-Bag runter, steht man noch immer bei einem Eintritts-Preis von 185 Euro. (Wenn man 1:1 den Preis in Euro überträgt.) Allerdings gab es auch zwei umfangreiche Konzerte, wie bereits erwähnt. Da Konzerte heute wirklich teuer sind, sind wir mal großzügig und sagen, da kann man locker 100 Euro abziehen. Dann stehen wir mit 85 Euro für zwei Tage Messe da, wo man all die Aktivitäten erleben und vielleicht mal ein Klebetattoo erhalten kann.

Aber lohnt sich das? Für absolute Hardcore-Fans ist die Antwort klar: natürlich! Zwei Tage lang spaßige Aktivitäten absolvieren, Gleichgesinnte treffen und neue Freunde finden, Ikonen wie Yoshi-P und Co. live erleben und zwei tolle Konzerte besuchen können, um zahlreiche Erinnerungen zu schaffen. Anfangs war ich persönlich skeptisch, ob ich es als sinnig empfinde, so viel Geld auszugeben. Am Ende des Fan Festivals war ich aber davon überzeugt, ich würde wieder auf eins gehen, auch wenn ich das Geld ausgeben müsste. Dafür war es für mich als großen Fan des Spieles, der seit A Realm Reborn dabei ist, ein viel zu tolles Erlebnis. Das gebe ich komplett offen und ohne objektiv zu sein zu.

Weitere Kosten!?

In der dazugehörigen Final Fantasy XIV Fan Festival App konnte man nicht nur einen Überblick auf alle Aktivitäten bekommen, sondern sich auch für ein Meet & Greet sowie für Bastel-Workshops und den Merch-Shop anmelden. Wer dann auf ein Treffen mit Yoshi-P, Soken oder zahlreichen anderen VIPs durfte, wurde ausgelost. Auch die Workshops und das Einkaufen im Merch-Shop wurden ausgelost.

Glücklicherweise durfte ich zu zwei von den Workshops. Insgesamt gab es vier: Ohren basteln (Hasenohren oder Au-Ra-Hörner), Schlüsselanhänger, Lesezeichen oder einen Fächer bemalen. Beim Lesezeichen und Anhänger war ich live dabei! Aber ich muss zugeben, ich hätte mir hier ein wenig mehr Unterstützung gewünscht. Man bekommt die Materialien, eine ganz kleine Erläuterung und sonst müsste man sich auf die Anleitung verlassen. Beim Bemalen des Lesezeichens ging das klar – ausmalen kann ich grad noch so. Aber beim Schlüsselanhänger musste uns eine andere Person am Tisch helfen, da wir die Reihenfolge so gar nicht verstanden hatten. Aber: Wir hätten auch jederzeit einen der Mitarbeitenden fragen können, immerhin.

Was ich jedoch ein wenig schade fand: Für diese Aktivitäten, bei denen man sich registrieren musste, war ein kleines Entgelt zu entrichten. Das war in der Preis-Spanne von 3 bis 8 Euro. Das ist nun nicht viel Geld. Aber nachdem man 230 Euro für ein Ticket ausgegeben hat, für eine Aktivität nochmal zu löhnen, erscheint mir irgendwie dann doch ein wenig unangenehm.

Ein Fest für Fans

Wie aber bereits erwähnt, sind das nun eher wirklich Kleinigkeiten, die das Große und Ganze nicht madig machen. Hier gehen eh nur Hardcore-Fans hin, die sich auf die Aktivitäten inspiriert von ihrem Lieblingsspiel stürzen wollen und Naoki Yoshida & Co. live sehen möchten. Man findet hier neue Freunde und macht Erinnerungen, denn es ist eine recht einzigartige Gelegenheit. Auch ich habe wirklich tolle Menschen kennenlernen dürfen. Als Fan des Spieles bin auch ich sehr froh, all das erleben zu dürfen.

Auch die Pressekonferenz mit Naoki Yoshida, welche nach dem ersten Tag exklusiv für ausgewählte MedienvertreterInnen stattfand, war ein spannendes Erlebnis. Diverse Antworten daraus findet ihr auch in unseren News! Man merkt ihm ehrlich an, dass er aus diesen Interaktionen mit den Kriegern des Lichts und auch dem Treffen mit den Medien Energie zieht und dafür lebt. Oder er ist der beste Schauspieler aller Zeiten.

Am Ende des Tages gehen auf ein solches Event nur Fans, welche das Spiel lieben. Wer mit dem Titel nichts anfangen kann, würde hier auch keinen Spaß finden. Aber man kann Final Fantasy XIV doof finden oder daran kein Interesse haben, eines wird jede Person zugeben können: Wenn Produzent und Komponist eines Videospieles auf einer Bühne vor hunderten Fans ein Konzert geben, das ist schon recht einzigartig und beeindruckend.

Bildmaterial: Eigene Fotos, Square Enix

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