Persona 4 gehört für viele Fans bis heute zu den großen Höhepunkten der Reihe. Ursprünglich 2008 für PlayStation 2 veröffentlicht, folgte einige Jahre später mit Persona 4 Golden eine erweiterte Fassung. Im kommenden Jahr steht mit Persona 4 Revival nun die nächste Rückkehr nach Inaba an – dieses Mal als technisch und grafisch grundlegend überarbeitete Neuauflage.
Ähnlich wie schon bei Persona 3 Reload steht dabei weniger eine komplette Neuerfindung als vielmehr die Modernisierung des Klassikers im Vordergrund. Die bekannte Geschichte bleibt erhalten und orientiert sich nach bisherigen Informationen größtenteils an Golden. Gleichzeitig halten einige Komfortfunktionen und kleinere spielerische Neuerungen Einzug.
Die Ausgangssituation dürfte vielen bekannt sein: Der später offiziell Yu Narukami genannte Protagonist zieht für etwa ein Jahr zu seinem Onkel Ryotaro Dojima und dessen Tochter Nanako in die kleine japanische Provinzstadt Inaba. Was zunächst nach einem ruhigen Jahr klingt, entwickelt sich schnell zu einer Mordserie voller Geheimnisse. Gemeinsam mit seinen neuen FreundInnen stößt Yu schließlich auf eine mysteriöse Welt innerhalb des Fernsehers, die eng mit den Ereignissen verbunden zu sein scheint.
Auf der diesjährigen Gamescom konnten wir Persona 4 Revival erstmals selbst ausprobieren. Die Demo war dafür in zwei Bereiche aufgeteilt: einen Story-Abschnitt und einen stärker auf die Kämpfe ausgerichteten Teil.
Inaba erstrahlt in neuem Glanz
Für die Geschichte hatte Atlus eine ziemlich passende Szene ausgewählt: Wir erlebten noch einmal den Moment, in dem der Protagonist seine Persona erweckt. Dabei fiel sofort eine der größeren Veränderungen auf. Die englischen SprecherInnen wurden ausgetauscht und die bekannten Figuren klingen entsprechend anders.
Hier dürften die Meinungen unter langjährigen Fans auseinandergehen. Uns gefielen die neuen Stimmen während der Demo insgesamt ziemlich gut, lediglich an Teddie müssen wir uns noch etwas gewöhnen. Natürlich wäre es schön gewesen, die ursprünglichen SprecherInnen wieder hören zu können. Die neue Besetzung macht bislang aber ebenfalls einen guten Eindruck – letztlich dürfte vieles schlicht Gewöhnungssache sein.
Deutlich weniger Gewöhnungszeit benötigt die grafische Überarbeitung. Ähnlich wie bei Persona 3 Reload wurde die Präsentation grundlegend modernisiert. Charaktermodelle, Umgebungen und Animationen wirken deutlich zeitgemäßer, ohne dabei den Charme des Originals zu verlieren. Besonders die Figuren machen einen hervorragenden Eindruck und fühlen sich trotz der deutlich aufwendigeren Darstellung sofort vertraut an.
Auch musikalisch fährt Atlus wieder große Geschütze auf. Sowohl bekannte als auch neue Stücke gingen während unserer Anspielsession sofort ins Ohr. Schon Persona 4 und Golden konnten mit ihren Soundtracks überzeugen und bislang sieht es danach aus, als würde Revival diesem Erbe gerecht werden.
Beim Dungeon bleibt hingegen vieles beim Alten
Im zweiten Teil der Demo durften wir einen Abschnitt aus dem ersten Dungeon spielen. Hier zeigte sich schnell, dass Atlus einen Punkt offenbar bewusst nicht grundlegend verändert hat: Die Dungeon-Struktur erinnert weiterhin stark an das Original. Die Abschnitte wirken zwar wesentlich hübscher, besitzen aber nach wie vor den Eindruck der damals zufällig zusammengesetzten Räume und Korridore.
Wer auf individuell gestaltete Dungeons wie die Paläste aus Persona 5 gehofft hatte, dürfte daher zumindest nach unserem bisherigen Eindruck enttäuscht werden. Optisch wurde kräftig modernisiert, am grundlegenden Aufbau scheint Atlus jedoch festzuhalten.
Das eigentliche Kampfsystem fühlt sich dagegen sofort vertraut und weiterhin ausgesprochen befriedigend an. Schwächen ausnutzen, Gegner zu Boden bringen und gemeinsam zuschlagen – das bewährte Fundament bleibt erhalten. Ergänzt wird es um einige neue Möglichkeiten und Komfortfunktionen.
Besonders auffällig war eine Parade gegen Schatten auf der Oberwelt. Greift ein Schatten an, lässt er sich mit dem richtigen Timing abwehren. Das fühlt sich gut an, wirkte während unserer Demo allerdings fast etwas zu mächtig. Wer die Mechanik beherrscht, dürfte nur noch selten von Gegnern überrascht werden. Damit könnte ein Teil der ursprünglichen Gefahr beim Erkunden der Dungeons verloren gehen.
Auch bekannte Mechaniken wie der Baton Pass werden in modernisierter Form integriert. Eine Revolution sollte man beim Kampfsystem deshalb nicht erwarten. Vielmehr scheint Atlus das ohnehin funktionierende Fundament gezielt zu erweitern und an einigen Stellen komfortabler zu gestalten.
Unsere Rückkehr nach Inaba macht Lust auf mehr
Bildmaterial: Persona 4 Revival, Atlus, P-Studio

Puh, ich hab SO Bock drauf... Persona 4 war mein Einstieg in die Persona-Reihe und das Spiel, dass mich meine Angst vor Games ohne deutsche Texte hat ablegen lassen. Es hat mein Gamer-Leben also schon recht nachhaltig beeinflusst. Zusätzlich ist es nach wie vor mein Lieblingsteil und da freue ich mich über das Remake umso mehr.
Das die Dungeons weiterhin zufallsgeneriert sind stört mich nicht, an die neuen Stimmen werde ich mich gewöhnen (fand das bisher gehörte aus den Trailern gar nicht so schlecht), von daher alles schön...
...Wenn, oh wenns doch bloß nicht die Switch 2 auslassen würde. Und selbst wenns dann irgendwann dafür kommt, heißt das A länger warten und B 100pro GKC
(am Ende hol ich mir doch noch ne [vorzugsweise gebrauchte] PS5, sehs schon kommen)
Ich warte auch auf eine Switch 2-Version. GKC ist zwar ärgerlich, empfinde ich jedoch im Vergleich zu Sonys Vorhaben ab 2028 als kleineres Übel. Immerhin kann man die Dinger weiterverkaufen, verleihen, etc. Codes in Boxes sind für mich wiederum ein absolutes No-Go.
Obwohl ich das Remake des dritten Teils sowohl auf PS5 als auch Switch 2 habe, spiele ich das Spiel auf Nintendos Konsole deutlich öfter - trotz gelegentlichem Ruckeln und weniger fancy Effekte wie Spiegelungen, etc.
Also wieder ein typisches Billig-Remake von Atlus: zu faul, den Dungeons Charakter zu verleihen und zu geizig, den originalen englischen Cast zurückzubringen.
Kauf ich erst, wenn's für 20-25€ verramscht wird.
Ehrlich gesagt mag ich die zufallsbasierten Dungeons mehr als die konstruierten von Persona 5. Es hatte einen Touch, dass Runs unterschiedlich verlaufen, Gegenstände eher individuell auftauchen und jeder Ausflug einzigartig ist.
Ich kenne die Hintergründe nicht, warum die VAs ausgetauscht wurden, und hätte schon gern gewusst, was dahintersteckt. Irgendwie finde ich es schade, wenn man sich an eine Stimme gewöhnt hat und sie dann plötzlich weg ist...
Vorsicht VA-Fan-Gebrabbel:
Als Fan freue ich mich dennoch auf Brianna. Analog zu Xanthe Huynh (Altina) kann ich nicht genug von ihr hören. Von mir aus auch gern als Hörbuch für ein mehrseitiges Handbuch von iwelchen Druckern. Das Gleiche gilt für Abby Trott. Das „On your guard“ von Annette aus Three Houses spielt gerade in meinem Kopf ab.
Für mich wird’s ein Day-1-Pflichtkauf.
Vor allem hat einem die Gruppe in den Dungeons nicht permanent die Haare glattgequasselt.
"Oh wow, da ist ja eine Kugel. Was für eine tolle Kugel das doch ist. Vielleicht sollten wir die mitnehmen?"
"Ja, lass mal machen."
"Beste Entscheidung, dass wir die Kugel mitnehmen! Jetzt müssen wir nur noch die MULDE finden, wo wir sie einsetzen können!"
- 3 Minuten später -
"Wow, das ist ja eine krasse Mulde! Was könnte da wohl reinpassen? Das sieht so aus, als könnte man da was Rundes reinlegen. Hmmmm... hey, haben wir da nicht vorhin was gefunden? Sowas Kugeliges?"
- Kugel eingesetzt -
"WOAH! Das hat ja echt geklappt!"
- Animation zeigt langsam, wie sich eine Tür öffnet -
"Alter, schaue mal! Da hinten ging ne Tür auf! Jetzt können wir weitergehen. Durch die Tür. Die jetzt offen ist!"