Microsoft startet ein neues Experiment im Bereich Cloud-Gaming, bei dem das Unternehmen ab sofort eine werbefinanzierte Option testet, mit der ausgewählte, bereits gekaufte Spiele aus der eigenen Bibliothek kostenlos gestreamt werden können.
Die Testphase steht zunächst Mitgliedern des Xbox-Insider-Programms zur Verfügung. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei bekannten Modellen, beispielsweise GeForce NOW: Bevor eine Streaming-Session startet, wird ein Werbeblock geschaltet – laut Berichten bis zu zwei Minuten.
Als Gegenleistung erhalten SpielerInnen eine einstündige Spielzeit, um den ausgewählten Titel zu spielen. Nach Ablauf der Stunde lässt sich das Spiel nach einem weiteren Werbeblock fortsetzen.
Microsoft betont ausdrücklich, dass Werbeunterbrechungen ausschließlich vor Beginn der Spielsession stattfinden. Während des Spiels oder der Geschichte wird keine Werbung angezeigt. Das heißt: keine Gameplay-Unterbrechungen durch Werbung.
Während Xbox Cloud Gaming bisher zwingend an ein „Game Pass Ultimate“-Abo gekoppelt war, soll dieses Angebot völlig ohne laufende Abo-Gebühren auskommen. Eine Abo-Pflicht gibt es also nicht.
Microsoft sieht den Vorteil vor allem darin, SpielerInnen ohne teure Hardware den Zugang zu aktuellen Xbox-Series-Titeln zu erleichtern. Diese spielen Fans dann auf Last-Gen-Konsolen wie der Xbox One, Smart-TVs oder Mobilgeräten.
Microsoft verspricht strengere Qualitätsstandards für Marken und Werbepartner. Werbeanzeigen müssen klar als solche erkennbar sein, einen Mehrwert bieten und zur jeweiligen Plattform passen. Ob und wann das werbefinanzierte Streaming für alle Xbox-Nutzer ausgerollt wird, hängt vom Feedback der Insider-Testphase ab.
Bildmaterial: Xbox

Ob sich das durchsetzt, oder nicht wird vom demokratischen Kapitalismus abhängen. Windows 10 Sicherheitsupdates wurden bis 10. OKtober 2027 verlängert, da 30 % der Base noch auf Windows 10 hängen. In der Vergangenheit hat man auch für Deutschland bei gewissen Veröffentlichungen sich dem Gesetz gebeugt und angepasst, daher bezweifle ich, dass Cloud Only in der Nähe ist. Falls die Welt jemals Cloud Only sein wird, dann wird Deutschland bestimmt starkes Internet haben, da man diesen Markt nicht opfern wird. Es gibt Gründe, warum sich Wallmart bei euch nie etablieren konnte, insofern muss niemand sich Sorgen machen um eine Cloud Only Zukunft gegenwärtig.
Ich muss gestehen, ich sehe das alles wirklich gelassen und nüchtern. Ich mag physisch und wenn man mir das nicht anbieten möchte, dann bin ich einfach kein Kunde. Ich habe da keine parasoziale Beziehung, weder im positiven noch im negativen. Ich bin nur eine einzelne Person. Sony verliert durch mich nur ein Konsolenkäufer, und eine Person, die während eines Konsolenzyklus, um die 250 Titel gekauft hat. Das Geld kriegt halt jemand anders. Das ist okay. Ich bin auch nicht auf die Ps5 mitgesprungen, weil diese für mich nicht attraktiv ist. Ich vergleiche da auch die Ps3-Generation. Damals habe ich Multiplayertitel gekauft und gespielt, weil ich nicht extra zahlen musste. Bei der PS4 muss man das, daher habe ich seitdem auch kein Multiplayertitel auf der Ps4 gezockt.
Ich habe kein Interesse an Cloud-Gaming, insofern wird Microsoft auch kein Geld von mir bekommen. Ich will mir keine Gedanken machen über Verbindungsabbrüche, Abhängigkeit gegenüber Servern, oder sonst etwas in der Richtung. Diese werbefinanzierten Games ist allerdings ein existierendes Konzept. Trails in the Sky FC in Korea hat eine Version, wo es bei jeden Ortsübergang, oder Hausübergang es zu Werbeunterbrechungen kommen kann, wo es statt Ladezeiten man eine Hyundaiwerbung betrachten muss, oder andere Dinge (Den Service gibt es nicht mehr. Der Betreiber ARUON Games hat den Service im Jahr 2013 eingestellt.) Man tut dieses existierende Konzept anders aufrollen.
Schon krass wie viele koreanische Konzepte man in die westliche Welt reinfließen lässt. Gacha, Lootbox und jetzt Games, die mit Ads bezahlt werden sollen. Ich nehme daran nicht teil, aber wie viele Leute diese Multimillionenunternehmen verteidigen, weil man Angst hat, um sein Status Quo ist seltsam. (Geht auch an die wiederholenden Hater, die am Ende klein bei geben und trotzdem aufspringen, wie manche Leute hier Final Fantasy abgeschworen habe, aber immer noch dabei sind^^)
Sowas nenn ich eine sachliche persönlich Äußerung einer persönlichen Meinung. 👍
Duuude... *Ryuji Sakamoto-Stimme*
Was ist mit der Spielewelt los? Der Eine sch*ßt plötzlich auf physische Medien, der Andere denkt sich, Internet sei mittlerweile so stabil wie Strom und testet Streaming-Gewässer aus. Da wirkt Nintendo gerade tatsächlich wie das dritte, kleinere "Übel" mit 90 Euro-Mario Karts.
Nein. Mir reicht's schon, dass man bezahlte und gedownloadete (Denglish ftw!) digitale Spiele nicht einmal besitzt. Ein Games-Netflix mit "Du willst wissen, wie viel Dein Auto wert ist?"-Zwischeneinblendungen brauche ich nicht. Stellt euch vor, ihr seid mitten in einer unheimlich herzzereißenden Cutscene, heult gerade ein neues Meer voll und plötzlich ploppt so 'n Ralf Schumacher ins Bild. Nope!
Weil ich immer noch wütend darüber bin. Ich kann halt nicht plötzlich darüber hinwegsehen, weshalb es wahrscheinlich noch Monate oder gar Jahre dauern wird das ich dieser Drecks Industrie nicht den Untergang wünsche (allein schön wie vieler der scheinheiligen kundennahen Entwickler aktuell den Mund halten hat mir einfach den glauben an dieser Industrie zerstört). Wer weiß ob das Gefühl überhaupt verfliegt.
Das habe ich hier schon öfter gelesen und das ist ein komplett falschen Ausgangspunkt. Nicht ich mache mein Hobby kaputt sondern Sony hat es kaputt gemacht. Da gibt es nichts zu drehen oder wenden. Natürlich kann sich dann jeder entschieden wie man nachdem Sony alles zerstört damit umgeht. Und da ich die Wut nicht in mich reinfressen will, lasse ich mich halt hier und an anderen Orten aus und hoffe weiterhin Sony nur das schlechteste in Zukunft (zufällig sieht das mit Marathon auch nicht gut aus, da bin ich aber sehr traurig das Sony ihr nächste Milliarden grab geschaufelt hat, kann gar nicht das nächste Gaas erwarten).
Naja Sony hat ja gerade bewiesen das sie kein Problem damit haben eine nicht geringe Prozentzahl an Kunden ins Gesicht zu schlagen und abzustoßen. Ich würde mir da also keine Hoffnung drauf machen das sony eine feuchten Dreck über Leute gibt deren Internet nicht gut genug ist. Es reicht ja nur wenn genug Leute von den Orten mit guten Internet (wovon es mehr als genug gib), wie es jetzt auch passiert, mitziehen und bei der Gewinnmaximierung helfen, sodass die wegfallenden Kunden egal sind.
Ich kann deine Wut nachvollziehen @ElPsy. Mir geht's ähnlich. Ich war schon immer ein geheimer (oder weniger heimlicher) Sony-Fanboy und hab versucht, jede dumme Entscheidung irgendwie zu schlucken - angefangen bei der Zensur japanischer Games, über die Anpassung der Preise im Store ans Konsumverhalten des Nutzers, bis hin zur aktuellen Entscheidung, 2028 auf physische Medien zu urinieren. Aber das Fass läuft bekanntlich irgendwann über. Was ist dann wirkungsvoller, als seinen Frust mit Gleichgesinnten zu teilen? Zumindest scheint der Großteil, hier, in unserer beschaulichen Community, ebenfalls einer Digital-only-Zukunft mit Zitrusgesicht entgegenzusehen.
Leider sieht die Realität anders aus: Keine Petition, kein Gerichtsurteil, keine Downvotes und keine vollgespamte Kommentarspalten auf YouTube mit "Keep Discs Alive"-Forderungen wird/werden Sony von der profitablen Digital-Guillotine abbringen. Auch Nintendo wird irgendwann seinen Heiligenschein in Teufelshörnchen verwandeln und ebenfalls diesen Weg einschlagen - mark my bark, äh, words! Letztendlich haben wir's hier immer noch und auch in Zukunft mit Profit-orientierten Unternehmen zu tun.
Was können wir also konkret tun? Ich sehe da für mich mehrere Möglichkeiten:
- keine teuren, digitalen Day-One-Käufe mehr; wenn ein Spiel reizt, dann bis zu einem (möglichst deutlichen) Sale gedulden
- Fokus auf den Backlog; hier werden sicher einige einen drei- oder vierstelligen Spiele-Katalog noch irgendwo herumstehen haben - der reicht zur Not bis zum Lebensende
- auch beim Kauf einer neuen, rein digitalen Konsole auf einen (deutlichen) Preisnachlass warten und nicht bei Release den Vollpreis bezahlen
- die radikalste Option: möglichst komplett auf Nutzung und Kauf der PlayStation-Geräte und Games zu verzichten und Nintendo-only zu fahren, da Team Rot aktuell noch den "Wir bleiben physisch"-Engelsschein leuchtet
Ich persönlich habe mich noch nicht entschieden. Die Tendenz geht bei aller Wut im Bauch allerdings tatsächlich zur letzten, radikalen Lösung. Hier merke ich allerdings immer wieder, dass mir grafische Opulenz fehlt. Auch, wenn die Switch 2, dank DLSS, deutlich besser mit Series X und PS5 mithalten kann als noch der Vorgänger mit PS4 und One.