Urlaubszeit – wir blicken heute zurück auf gleich zwei Wochen japanischer Verkaufscharts. Konkret geht es um die beiden Wochen vom 29. Juni bis zum 12. Juli 2026. Diese lassen sich glücklicherweise ganz gut zusammenfassen: Rhythm Heaven Groove (bei uns: Rhythm Paradise Groove) überstrahlt in Japan derzeit alles.
Der neue Ableger der Rhythmus-Reihe von Nintendo stieg schon vorletzte Woche mit starken 393.378 Einheiten im japanischen Handel ein. Solche Launchzahlen haben wir schon ein Weilchen nicht mehr gesehen in Japan. In der Folgewoche gingen weitere 126.073 Einheiten über die Ladentheken.
Die halbe Million ist damit schon allein physisch in Japan voll. Bei einer Digital-Physical-Ratio von bis zu 1:1 kann man durchaus von inzwischen einer Million verkauften Einheiten insgesamt in Japan ausgehen. Physisch ist es der viertstärkste Launch des Jahres hinter Tomodachi Life, Pokopia und Dragon Quest VII Reimagined, wie Game Data Library weiß.
Die Zahlen halten auch dem zweiten Blick stand. So ist Rhythm Heaven Groove der mit Abstand stärkste Launch der Reihe. Der Switch-Titel hat mehr als doppelt so viele Einheiten abgesetzt wie Rhythm Heaven Groove (155.784) auf Nintendo 3DS.
Im Schatten des Rhythms-Spiels ging vor zwei Wochen Ganbare Goemon Daishuugou steil. Die Ganbare-Collection kommt plattformübergreifend auf fast 70.000 Einheiten. Reicht in vielen Wochen für Platz eins. Mehr zur Sammlung erfahrt ihr hier.
Ein seltenes Bild gab es in der letzten Verkaufswoche: Von den Top 10 waren sieben Spiele neu eingestiegen. So richtig herausragen konnte dabei allerdings kein Neueinsteiger, weshalb es mit großem Abstand für die zweite Goldmedaille für Rhythm Heaven Groove reichte.
Die aktuelle Top 10:
- [NSW] Rhythm Heaven Groove (Nintendo, 07/02/26) – 126.073 (519.451)
- [NSW] Magical Girl Witch Trials (Re,AER, 07/09/26) – 21.283 (New)
- [NSW] Tomodachi Life: Living the Dream (04/16/26) – 20.827 (1.457.949)
- [PS5] Assassin’s Creed Black Flag RE: Synchro (07/09/26) – 17.152 (New)
- [PS5] Echoes of Aincrad: Sword Art Online (07/09/26) – 16.092 (New)
- [SW2] Digimon Story: Time Stranger (07/09/26) – 15.644 (New)
- [SW2] Granblue Fantasy: Relink – Endless Ragnarok (07/09/26) – 12.544 (New)
- [NSW] Digimon Story: Time Stranger (07/09/26) – 11.251 (New)
- [NSW] CRAZY CHA!N: Elpis no Chain (Idea Factory, 07/09/26) – 9.874 (New)
- [NSW] Powerful Pro Baseball 2026-2027 (Konami, 06/11/26) – 8.917 (168.513)
Die Hardware-Charts:
- Switch 2 – 28.755 (6.026.931)
- PS5 Digital – 10,657 (1.353.255)
- Switch OLED – 4.056 (9.607.157)
- Switch Lite – 4.040 (6.992.757)
- Switch – 616 (20.303.993)
- PS5 Pro – 473 (366.699)
- PlayStation 5 – 264 (5.921.490)
- Xbox X Digital – 109 (33.077)
- Xbox Series S – 33 (342.685)
- Xbox Series X – 15 (328.252)
via Gematsu (2), Bildmaterial: Rhythm Paradise Groove, Nintendo

Ich hatte die ganze Zeit schon überlegt, wie gut RH (wieso man es in Europa Paradise nennt erschließt sich mir nicht) in Japan ankommen wird. Ich mochte die Demo echt gerne und mochte zuvor auch schon den Ableger auf 3DS. Die Reihe war immer super populär in Japan, aber hier reicht die volle Markt-Power der Switch für einen wirklich beispiellosen Launch.
Bandai Namco hat da andere Probleme. Echoes of Aincrad ist zumindest von den physischen Verkäufen her ziemlich gebombt. Auch hier rächt sich natürlich die Strategie, nicht Day 1 eine Switch 2 Version anzubieten. Denn an Digimon sieht man ja, kaum ein Hahn kräht nach Late-Ports, weil alle schon auf anderen Plattformen zugegriffen haben. Digimon hat sich weltweit über 1 Million mal verkauft, das Spiel war ein großer Erfolg für Bandai Namco und was die Version für Switch 2 noch so absetzt, wird als Bonus verrechnet werden.
Bei Sword Art Online hättest du natürlich sofort einen Port für Switch 2 bringen müssen. Ich hab erst kürzlich geschrieben, dass man auf alle Fälle denke ich zu Echoes of Aincrad noch einen unausweichlichen Switch 2 Port bringen wird. Aber ob diese Strategie wirklich effektiv für Bamco ist, die Switch und Switch 2 mit ihrer Dominanz in Japan so stiefmütterlich zu behandeln, nur, damit man ein paar Monate später nochmal die gleiche Zielgruppe schröpfen kann, bezweifle ich echt stark.