Mit Clair Obscur: Expedition 33 gelang Sandfall Interactive einer der größten Überraschungserfolge der vergangenen Jahre. Das Rollenspiel begeisterte Kritiker und Spieler gleichermaßen und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Doch obwohl viele Fans bereits gespannt auf das nächste Projekt warten, wird es wohl noch einige Jahre dauern.
Im Gespräch mit Automaton Media verriet CEO Guillaume Broche, dass das Team bereits Ideen sammelt – und sich dabei bewusst mehr kreative Freiheiten nehmen möchte.
„Wir werden ein bisschen durchdrehen“
Broche erklärt, dass die Entwicklung von Expedition 33 für das Team eine lange Reise gewesen sei. Für ihn selbst habe das Projekt rund sechs Jahre gedauert, für andere Teammitglieder zwischen vier und fünfeinhalb Jahren.
„Wir hatten viel Spaß bei der Entwicklung von Expedition 33, und es ist ein Spiel, das wir alle hier im Unternehmen lieben. Deshalb möchten wir diese Begeisterung, diese Leidenschaft für das nächste Projekt wiederfinden.“
Genau deshalb wolle sich das Studio beim nächsten Spiel wieder mehr Freiraum für neue Ideen nehmen: „Deshalb wollen wir auch wieder träumen und kreativ sein. Wir werden ein bisschen verrückt spielen.“
Fans sollten diesen Satz allerdings nicht als Hinweis auf ein riesiges AAA-Projekt verstehen. Stattdessen möchte Sandfall bewusst klein bleiben.
Klein bleiben statt immer größer werden
Aktuell beschäftigt das Studio rund 26 Mitarbeiter. Laut Broche sei das mehr als ausreichend, um die Vorproduktion des nächsten Spiels zu stemmen. Würde man nach dem Erfolg von Expedition 33 massiv wachsen, könnte genau das verloren gehen, was das Rollenspiel so besonders gemacht habe.
„Wenn wir wissen, dass wir nicht alles schaffen können, müssen wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. Ich glaube, genau diese Philosophie hat die Expedition 33 zu dem gemacht, was sie ist.“
Schon zuvor hatte Broche erklärt, dass sich das Team beim nächsten Spiel nicht von Verkaufszahlen oder Erwartungen unter Druck setzen lassen wolle. Stattdessen möchte Sandfall erneut genau das entwickeln, worauf die Entwickler selbst Lust haben.
Im selben Interview sprach das Studio übrigens auch über Sonys Entscheidung, die Produktion physischer PlayStation-Discs ab 2028 einzustellen. Wie die Leute von Sandfall darüber denken, erfahrt ihr in unserem separaten Artikel.
via GamesRadar, Bildmaterial: Clair Obscur: Expedition 33, Bandai Namco, Kepler Interactive, Sandfall Interactive

Oha, da bin ich echt gespannt, was sie als Nächstes auf die Beine stellen! Gerade dass sie bewusst klein bleiben und sich kreative Freiheiten nehmen wollen, macht Hoffnung. Wenn sie mit ihrem kleinen Team von nur ca 33 Leuten schon Expedition 33 abliefern konnten, bin ich neugierig, was ihr nächstes, vielleicht etwas verrückteres, Projekt wird.
Und finde ich ehrlich gesagt gut, dass sie sich so entschieden haben und jetzt nicht nur wegen des Erfolgs plötzlich riesig wachsen wollen. Oft geht genau dadurch der kreative Kern eines Studios verloren. Wenn sie ihrer Philosophie treu bleiben und weiterhin das Spiel entwickeln, auf das sie selbst Lust haben, stehen die Chancen gut, dass das nächste Projekt wieder etwas Besonderes wird.