Steigende Preise, Entlassungen und Studioschließungen prägen derzeit die Schlagzeilen der Games-Branche. Erst kürzlich sorgten Berichte über mögliche Studioschließungen bei Xbox und umfangreiche Entlassungen beim PlayStation-Studio Bungie für Aufsehen. Umso erfreulicher ist eine Nachricht aus Japan: Nintendo sorgt für eine Erhöhung der Grundgehälter seiner MitarbeiterInnen.
Wie Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa auf der jüngsten Hauptversammlung erklärte, habe Nintendo die Grundgehälter der Beschäftigten bei Nintendo Japan um zehn Prozent angehoben.
Hintergrund war die Frage eines Aktionärs, wie Nintendo seine MitarbeiterInnen belohne, obwohl das Unternehmen keine Gewerkschaft habe. Furukawa betonte, dass es wichtig sei, ein „angemessenes Niveau“ bei Gehältern und Vergütung aufrechtzuerhalten.
Eine offizielle Mitschrift dieser Fragerunde gibt es noch nicht. Der Twitter-Account NStyles, der dafür bekannt ist, von diesem Treffen zu berichten, teilte aber die Antwort des Nintendo-Präsidenten. Nintendo Everything verweist allerdings darauf, dass derzeit noch nicht vollumfänglich gesichert ist, um Furukawa sich dabei auf eine aktuelle Gehaltserhöhung bezieht oder auf eine ältere von 2023. Mehrere Medien gehen davon aus, dass es sich um eine aktuelle Gehaltserhöhung handelt und sich Furukawa nicht mit einer drei Jahre alten Erhöhung schmückt.
Ein positives Signal in schwierigen Zeiten
Die Erhöhung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Unternehmen der Branche mit steigenden Entwicklungskosten und anhaltenden Entlassungswellen zu kämpfen haben. Selbst erfolgreiche Spiele bieten inzwischen oft keine Garantie mehr für sichere Arbeitsplätze.
Nintendo reiht sich mit diesem Schritt in eine kleine Gruppe von japanischen Unternehmen ein, die ihre Beschäftigten zuletzt ebenfalls besser entlohnt haben. So erhöhte Sega die Gehälter bereits 2023 um 30 Prozent, FromSoftware beispielsweise folgte 2025 mit einem Plus von zwölf Prozent und auch Atlus hob die Gehälter seiner MitarbeiterInnen deutlich an. Auch Konami und Capcom machten zuletzt derart positive Schlagzeilen.
Dass Nintendo großen Wert auf seine Belegschaft legt, ist dabei nicht neu. Schon während der schwierigen Wii-U-Ära verzichtete der damalige Präsident Satoru Iwata freiwillig auf einen Teil seines Gehalts, um Entlassungen im Unternehmen zu vermeiden. Im Jahr 2023 folgte eine Anpassung an die Inflation. Die aktuelle Gehaltserhöhung setzt diese mitarbeiterfreundliche Linie nun fort.
via GameRant, Bildmaterial: Nintendo Store

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