Obwohl Sonys Playstation Store vor allem für sein Spieleangebot bekannt ist, bot er einst auch eine umfangreiche Auswahl an Filmen an. Während der PS3- und PS4-Ära konnten User Filme und Serien direkt im PlayStation Store kaufen und auf ihren Sony-Konsolen ansehen.
Sony stellte den Verkauf von Filmen über den PlayStation Store im Jahr 2021 offiziell ein; bereits gekaufte Filme können von Fans jedoch weiterhin auf ihren Konsolen abgerufen und angesehen werden. Nun hat Sony jedoch bestätigt, dass eine große Anzahl von Filmen bald aus dem PlayStation Store entfernt wird. Ohne Rückerstattung, versteht sich.
Sony hat bestätigt, dass am 1. September mehr als 500 Filme aus dem PlayStation Store entfernt werden. Dies ist die Folge des Auslaufens von Lizenzvereinbarungen zwischen PlayStation und der Produktionsfirma StudioCanal. Die Filme werden sowohl aus dem PlayStation Store als auch aus den Bibliotheken der User gelöscht.
Zu der umfangreichen Filmauswahl gehören bekannte Titel wie Tekken, Sharknado und die ersten drei Rambo-Filme. Eine vollständige Liste der betroffenen Titel findet ihr hier. Die Entfernung der Inhalte hat eine breitere Diskussion unter PlayStation-Fans über das Thema digitale Medien im Allgemeinen ausgelöst.
Das Thema ist schon lange ein Streitpunkt, da die Entfernung von Inhalten oft dazu führt, dass reine Online-Spiele für immer verloren gehen. Die Streichung von Titeln auf Plattformen wie dem PlayStation Store oder Steam stieß bei Fans wiederholt auf heftige Kritik.
Die Abschaltung von Live-Service-Spielen hat sogar Fan-Bewegungen zur Erhaltung von Videospielen ins Leben gerufen. Das wohl berühmteste Beispiel: Die Gründung der Initiative Stop Killing Games, die zuletzt einen Rückschlag hinnehmen musste.
via GameRant, Bildmaterial: PlayStation

Diese Gefahr wird es immer geben. Das könnte eines Tages auch bei den Games im PSN sein. Wenn man digital einkauft, dann hat man nur eine Lizenz und nicht den Besitz eines Gutes. Unabhängig davon, bei der Zielgruppe wird es nicht zum Umdenken kommen. Es wird Aufschrei geben, aber beim "Schreien" kann man einfach Ohrstöpsel verwenden. Man kann dieses Schicksal nur mit der demokratischen Nutzung von Kapitalismus langfristig ändern, aber dazu wird es nie kommen.
Wenn sich das rein auf Freiwilligkeit bezieht, leuchtet mir das ein.
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Aber...
Ich weiß nicht was für Lizenzen Sony diesbezüglich über den PlayStation Store angeboten hatte...
Aber wenn es sich dabei um "gleichwertige" Kauf-Lizenzen Ohne "ursprünglich" angegebenes Ablaufdatum (Hinweis Vor oder / und Während des Kaufprozesses) ,
vergleichbar mit Kauf-Lizenzen Ohne "ursprünglich" angegebenes Ablaufdatum (Hinweis Vor oder / und Während des Kaufprozesses) zum Herunterladen, Installieren und Spielen von Videospielen handelt,
nur eben Höchstwahrscheinlich dass das "Installieren" wegfällt und "Spielen von Videospielen" , durch Abspielen von Filmen und Ähnlichem / Vergleichbarem ersetzt wird...
Dann könn(t)en zumindest, jedenfalls in der EU, Rückerstattungen erfolgreich eingeklagt werden.
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/…ELEX:32019L0770
Die StudioCanal-Auswahl ist dürftig und mehr was für Sammler von Arthouse-Filmen, die naturgemäß ohnehin mehr zu Festmedien neigen. Nichtsdestoweniger ist diese einfache Streichung von Vollpreis-Inhalten ein Skandal mit weitreichenden Folgen. Auch auf den größeren Plattformen wie Amazon kann man sich nicht sicher sein, dass Kaufvideos nicht einfach aus der Bibliothek verschwinden.
Bei Streaming-Anbietern über Abonnement, die zunehmend unter der Serverauslastung ächzen, geht das natürlich noch viel einfacher. Da zahlt man ja für den Service, nicht für das Produkt. So hat etwa Amazon das von mir heißgeliebte "Truth Seekers" aus lizenzrechtlichen Gründen aus dem Angebot genommen. Das streamt niemand mehr. Kulturell ist es damit faktisch verloren. Bei Videospielen findet man ja wenigstens noch irgendeinen Playthrough auf youtube. Wenn ich Truth Seekers mal wieder sehen will, bleiben mir nur Wege, die ich nicht beschreiten möchte.
Sony muss diese Inhalte aus der Bibliothek seiner Kunden streichen, weil die Verträge mit StudioCanal enden. Problem ist nicht Sony, Problem ist nicht StudioCanal, Problem ist das Lizenzrecht. Das sieht ja keine unendlichen Nutzungsrechte vor, weder für den Endkunden, noch für den Lizenznehmer. Stop Killing Games möchte das Lizenzrecht nicht antasten, möchte das Urheberrecht nicht antasten, und glaubt trotzdem noch immer, ein Recht auf Besitz vor der EU durchzubekommen. Das glaube ich, wenn ich es sehe.
Ich kaufe Festmedien, solange welche hergestellt werden.