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Nach KI-Vorwürfen tauscht Square Enix offenbar das Boxart zur Kingdom Hearts Collection

Neben dem unerwarteten Comeback von Kingdom Hearts IV im Rahmen der jüngsten Ausgabe von Nintendo Direct sorgte auch die monströse wie native „Kingdom Hearts“-Sammlung für Switch 2 für Schnappatmung und viel Freude.

Später trübte jedoch ein begründeter Verdacht die Begeisterung, nach dem die angekündigte Switch-2-Collection ein KI-generiertes oder zumindest KI-bearbeitetes Artwork nutze. Die Unstimmigkeiten auf dem US-Boxart waren ziemlich erdrückend.

Donalds Hände hatten etwa unterschiedliche Anzahlen an Fingern; Details verschwimmen in KI-typischer Form; Proportionen wirken inkonsistent, Linien wacklig. Die Neuanordnung der Charaktere auf dem Artwork geschah offensichtlich auf denkbar einfachste aber eben auch unsauberste Weise.

Den KI-Vorwürfen folgt das klammheimliche Quasi-Schuldeingeständnis. Wie My Nintendo News bemerkt hat, hat die US-Niederlassung von Square Enix offensichtlich ein neues Boxart an Händler geschickt, die dieses gerade nach und nach austauschen. Unten seht ihr die beiden Boxarts (links das neue) gegenübergestellt.

Die Kingdom Hearts Collection [I–III] erscheint am 8. Oktober neben Nintendo Switch 2 darüber hinaus auch für PS5 und Xbox Series erscheinen wird.  Bei Amazon* findet ihr das europäische Boxart – und könnt vorbestellen.

Neu versus alt:

Bildmaterial: Kingdom Hearts Collection [I-III], Square Enix

13 Kommentare

  1. Komisch, man konnte auch vor KI ganz simpel und einfach Figuren anders anordnen. Gab oft andere Cover mit gleichen Artworks. Jetzt braucht man dafür KI und hat nicht begriffen, dass KI sowas aber nicht gut kann. Vielleicht nun gelernt. Fordert einfach die Assets aus Japan an. Kann nicht so schwer sein

    Das ist echt so verrückt. Normalerweise liegen alle Figuren Einzeln vor, das sind normalerweise ja keine Arbeiten die auf Ölleinwand einzeln gemalt werden. Und selbst solche Künstler arbeiten teilweise mit dem PC und haben daher Skizzen am PC bevor sie sich auf die Leinwand stürzen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass es irgendwie jetzt schneller und günstiger ist, sich mit dem LLM RNG herumzuschlagen, anstatt einfach einem echten Künstler zu sagen "Du hier 500 Euro, ich brauch dasselbe noch mal aber schieb bitte die Figuren noch mal so und so hin.".

    Witzigerweise find ich das KI Bild tatsächlich besser von der Anordnung her und dem Hintergrund, sieht irgendwie alles runder aus. Aber da kann man sich halt nicht beim Programm bedanken, weil die Vorgabe hätte halt jeder bearbeiten können - und dabei keine fundamentalen Fehler bei der Anzahl der Finger gemacht.

  2. Bei diesen ganzen Berichterstattungen über "KI-Vorwürfe" kommt bei mir Mittlerweile die Frage auf, ob tatsächliche Verwendung von KI tatsächlich ( "mehr" ) die künstlerische Freiheit Derer die sie benutzen einschränkt, als die ganzen Vorwürfe...
    Und ich glaub Mittlerweile, dass wohl eher die Masse an Vorwürfen die künstlerische Freiheit Mehr einschränken, statt die Verwendung Selbst.

  3. Und ich glaub Mittlerweile, dass wohl eher die Masse an Vorwürfen die künstlerische Freiheit Mehr einschränken, statt die Verwendung Selbst.

    Prompter sind jedoch keine Künstler und nutzen keine künstlerische Freiheit.

  4. Prompter sind jedoch keine Künstler und nutzen keine künstlerische Freiheit.

    Das schließt nicht aus, dass Leute die KI benutzen Künstler sind und künstlerische Freiheit nutzen.

  5. Das schließt nicht aus, dass Leute die KI benutzen Künstler sind und künstlerische Freiheit nutzen.

    Das ist so ein bisschen die Gretchenfrage, oder?

    Wer immer da die originale Kingdom-Hearts-Konzeptzeichnung ohne Rücksprache mit dem Mutterkonzern an die Maschine verfüttert hat, muss ja zum Beispiel auch etwas von Bildkomposition verstehen, wenn er das am Ende wieder zusammensetzt. Er muss ein gewisses künstlerisches Handwerkszeug zur Verfügung haben, damit er seinen Job machen kann. Ist so. Aber wir würden ja nicht auf die Idee kommen, diese Person als Urheber eines neuen (und vergurkten) Kunstwerks anzusehen.

    Ich würde jetzt nicht generell ausschließen, dass ich Menschen, die mit der KI arbeiten, ggf. trotzdem als Künstler bezeichnen würde. Wenn jedoch wie im vorliegenden Fall fast alle Arbeitsschritte, die ein künstlerisches Verständnis erfordern, von der KI gemacht wurden, ist der Fall doch eindeutig.

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