Die „Entertainment Weekly“ hat mit ihrem ersten Gaming-Cover seit zwei Jahrzehnten einen umfangreichen Blick auf Xbox und das 25-jährige Jubiläum des „Gaming-Giganten“ geworfen. Das sei jetzt mal alles dahingestellt – das Feature ist jedenfalls lesenswert. Auch, weil es uns einen neuen Blick auf OD von Hideo Kojima spendiert.
OD wurde im Dezember 2023 erstmals angekündigt und warf bei Kojima-Fans viele Fragen auf. Auch Kojima selbst weiß noch nicht so richtig, wo die Reise hingeht. Er wisse noch nicht einmal, ob das Spiel „funktionieren“ würde, so Kojima in einem älteren Interview.
Irgendwann wird er es wissen – die Dreharbeiten zu OD haben jedenfalls inzwischen planmäßig begonnen, auch wenn Udo Kier bekanntlich nicht mehr dabei ein kann. Die Scans des Schauspielers wurden jedoch vor seinem Tod fertiggestellt, wie aus dem neuen Interview hervorgeht. Weitere Details über Kiers Beteiligung gibt es weiterhin nicht.
Das Konzept zu OD hat Kojima jedenfalls schon seit Death Stranding im Kopf, ein „neues Spielsystem“ soll es sein. Zu diesem Konzept gehört auf jeden Fall eine Überdosis Angst. „Ich wollte etwas Neues machen. Ich wollte etwas anderes machen“, so Kojima.
Auch Asha Sharma ist begeistert
Kojima hat das Spiel mehreren Unternehmen vorgestellt, aber Phil Spencer und Xbox seien es gewesen, die die Vision dahinter erkannt hätten. „Ich habe es vielen Leuten vorgestellt, den großen Unternehmen und auch den aufstrebenden Firmen. Alle sagten dasselbe“, erinnert sich Kojima. „Sie sagten, ich sei verrückt und dass sie das Konzept wirklich nicht verstehen – dass sie es nicht umsetzen könnten.“
Spencer ist bekanntlich nicht mehr in Amt und Würden, aber seine Nachfolgerin Asha Sharma scheint Kojima auch zu verstehen – was für ein Glücksfall. Sie bezeichnet OD als „zutiefst bewegendes Spiel“. „Ich habe großartige Künstler und Kreative, die ein großartiges Spiel besser erkennen können als ich, und deshalb möchte ich dem Spiel Raum geben, aber vor allem denke ich, dass es einfach eine andere Art von Spiel darstellt.“
Grenzen des „Grusels“ überschreiten
Kojima erklärt weiter, ohne zu viel zu verraten: „Ich wollte die Grenze des ‚Grusels‘ überschreiten, die andere Spiele erreicht hatten.“ Kojima betont weiterhin, dass es sich um ein Einzelspieler-Spiel handelt. Und wer aufhören will, weil es zu gruselig ist, für den habe sich Kojima „ein System ausgedacht, das es ihnen ermöglicht, weiterzuspielen“.
Wann OD erscheint, ist weiterhin vollkommen offen. Veröffentlicht werden soll OD für Xbox und PCs. Der Artikel der Entertainment Weekly bietet übrigens auch einen neuen Screenshot – schaut mal rein.
Bildmaterial: OD, Xbox Game Studios, Kojima Productions

0 Kommentare