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HoYoverse plant Investition von Milliarden US-Dollar in die eigene KI-Infrastruktur

Laut GameLook (via GamingonPhoneBiz und Games Industry) kündigte HoYoverse-Mitgründer Liu Wei die langfristige KI-Strategie des Unternehmens am 15. Mai im Rahmen einer nicht öffentlichen Technologie- und Recruiting-Veranstaltung für Master- und Promotionsstudierende an.

Ziel sei am Ende eine eigene, intern entwickelte KI. Man möchte ein eigenes KI-Ökosystem aufbauen, zu dem GPU-Cluster, Trainingssysteme und eine eigene Anwendungsarchitektur gehören sollen. Damit wäre man unabhängiger von externen KI-Dienstleistern.

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Dafür möchte man insgesamt bis zu 14,6 Milliarden US-Dollar einplanen – dazu gehören eine umfassende Reorganisation, eine Investition von 69,7 Millionen US-Dollar in einen neuen GPU-Cluster sowie weitere 20,8 Millionen US-Dollar, um die Belegschaft mithilfe von KI-Tools zu unterstützen und zu binden.

Die KI spielt in Zukunft voraussichtlich eine zentrale Rolle in der Spiele-Entwicklung, insbesondere zur Verbesserung von NPC-Systemen, Automatisierung, Content-Generierung und Live-Service-Umgebungen. Erste Ansätze davon sind bereits im Lebenssimulationsspiel Petit Planet zu sehen.

Große Mengen an Content zentral verarbeiten

HoYoverse reiht sich damit in den Trend einer KI-zentrierten Entwicklungsstrategie ein, zuletzt waren etwa Krafton und Microsoft deswegen im Fokus. Der südkoreanische Publisher kündigte 2025 an, sich zu einem „AI-first“-Unternehmen entwickeln zu wollen.

Nun wird spekuliert, wofür HoYoverse konkret diese riesige Investition tätigen möchte. Für Live-Service-Spiele ist klassischerweise die automatisierte Analyse von großen Datenmengen relevant, also Verhaltensdaten und Live-Service-Prozesse. Dazu kommen unter anderem KI-gestützte NPC-Systeme, eine Teilautomatisierung in der Produktion, Content-Erstellung und dynamische Live-Service-Umgebungen. Auch wiederkehrende Produktionsprozesse, Lokalisierung, Testabläufe, Balancing und Event-Strukturen werden immer häufiger durch die Fähigkeiten einer KI unterstützt.

Bedeutung für HoYoverse

Für HoYoverse könnte die KI-Offensive mehrere Funktionen erfüllen. Das Unternehmen expandiert in den letzten Jahren rasant und hat aktuell mit Petit Planet, Honkai: Nexus Anima und Varsapura drei Spiele parallel in Entwicklung. Dazu wollen bisherige Spiele konstant mit Content und Events versorgt werden. Andererseits könnte eine eigene KI-Infrastruktur helfen, sich von Wettbewerbern abzugrenzen, die inzwischen ähnlich hohe Produktionsstandards erreichen.

Die Größe der Investition deutet aber auch darauf hin, dass man – wie etwa auch Microsoft – selbst Basiswissen im Bereich der KI aufbauen möchte und damit auch globale Infrastruktur, Rechenkapazität und Talentgewinnung in den Fokus rückt und damit zukunftsorientiert denkt.

via Games Industry, XboxDev, Bildmaterial: Petit Planet, Hoyoverse

3 Kommentare

  1. Ich hab gestern auf Netflix die Beckham Doku gesehen. An einer Stelle sagt er sowas wie: "Ich frage mich rückblickend an welcher Stelle und warum ich mich entschieden habe einen lila Anzug auf meiner Hochzeit zu tragen ..."

  2. 14,6 Millarden Dollar?! Das schreit nach einem Massiven Milliarden Grab. Wenn sogar Firmen wie Microsoft in Abermillarden von US-Dollar in AI Investiert und nichts Gescheites dabei rumkommt glaube ich kaum das es bei Hoyoverse Komplett anders laufen sollte. (Insbesondere da es in China soweit ich weiß Gesetzte gibt die es Firmen Verbieten Massenkündigungen wegen AI durchzuführen).

    Ja die haben ihre noch Drölfzig Gacha Titel die noch irgendwie rauskommen sollen, aber je mehr Gacha Titel Hoyoverse Veröffentlicht umso mehr Infrastruktur und Mitarbeiter Benötigen sie um all diese Titel am Laufen zu halten und die Tatsache das die Konkurenz im sogenannten Gacha Space (Ein Ort vor den sich sogar Chtullu sich Fürchtet) immer mehr wird bezweifle ich extrem das Hoyoverse mit ihren Knapp 15 Milliarden Dollar AI Projekt Erfolgreich sein wird. Die sind zwar dass Illumination Studios/GameFreak der Chinesichen Spieleindustrie, aber so Unantastbar wie in 2020-2023 sind die jetzt auch nicht mehr.

    Die AI Bubble wird auch immer Instabiler und wird nur durch das Gegenseitige Geldverschieben und die Aktionäre am Leben erhalten, der Wiederstand dagegen Wächst Ja auch immer mehr und vor allem immer Mehr Negative Konsequenzen sind mittlerweile sichtbar (Massenkündigungen, höhere Preise für RAM', immer Stärkere Radikalisierung der Gesellschaft). Ob das gut ausgehen wird bleibt abzuwarten.

  3. Hoyoverse gehört zu den Entwicklern wo es mich überhaupt nicht überrascht auf KI Slop zu setzen.

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