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Angespielt! Rhythm Paradise Groove verspricht wieder allerhand rhythmischen Schabernack

Bis 2015 versorgte Nintendo jede hauseigene Konsole seit dem Game Boy Advance mit einem „Rhythm Paradise“-Spiel. Überraschend also, dass sich die Marke daraufhin in eine lange Auszeit verabschiedete – in den letzten zehn Jahren war Funkstille statt Taktgefühl angesagt. Mit Rhythm Paradise Groove darf nun aber endlich wieder im Rhythmus allerhand Unfug getrieben werden. Bevor der neueste Serieneintrag am 2. Juli 2026 erscheint, haben wir bereits reingegrooved.

A-E-I-O-U!

Im Zuge unserer Hands-on-Session spielten wir im Handheld-Modus einer Switch-2-Konsole. Die fünf Solo-Minispiele, auf die wir dabei Zugriff hatten, ließen ab Minute 1 keinen Zweifel aufkommen, dass uns hier ein klassisches „Rhythm Paradise“-Spiel erwartet.

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Im amüsanten „Tomodachi“-Quack bekommen wir zum Einstieg die Basics jedes Minispiels erklärt und dürfen uns wahlweise auch warmgrooven, ehe es „ernst wird“. Die Mechaniken sind flott verinnerlicht, auch der neue Ableger rückt nicht von seiner „Simpel, aber anspruchsvoll“-Formel ab.

Im Minispiel „Ringe-Reihe“ folgen wir dem Rhythmus unserer quirligen Kameraden, um im richtigen Moment durch Ringe zu springen. Regelmäßige amüsante Ausrufe der fünf Vokale helfen dabei, im Takt zu bleiben. Im Verlauf variiert das Tempo, sodass wir uns immer wieder auf einen neuen Takt einlassen müssen. Hier greift definitiv eher der „Simpel“- statt „Anspruchsvoll“-Part des Serien-Grundsatzes.

So auch bei der „Schirmchen-Show“, die einem ähnlichen Prinzip folgt, zumindest aber etwas am Anspruch schraubt. Hier wollen tänzerische Regenschirme im Takt und der richtigen Abfolge geöffnet oder geschlossen werden.

Merklich anspruchsvoller wird es da schon im Minispiel „Scheibenfangen“. Hier schlüpfen wir in die Rolle eines Hundes, um im richtigen Moment die heransausenden Frisbees des Frauchens zu schnappen. Fällt es eingangs noch leicht, im Rhythmus zuzuschnappen, wirft uns das Spiel im Verlauf immer frecher Stöcke in die Speichen. Die Kamera rückt etwa vom Geschehen ab, sodass wir uns zeitweise nur noch auf unser Gehör verlassen können. Gerade diese kniffligen Situationen, in denen höchste Konzentration (oder eben Taktgefühl) gefragt ist, bereiten viel Spaß. So auch der wilde Remix-Modus, der Sequenzen aus allen Minispielen nach Zufallsprinzip aneinanderreiht.

Rhythmusspiel trifft RPG

So richtig catcht uns dann aber der Modus „Beatspell“. Als sympathischer Hybrid zwischen Rhythmusspiel und RPG aufgezogen, präsentiert sich der neue Modus deutlich komplexer als die kurzweiligen Minispiele. Hier gilt es, sich Level für Level Feinden in quasi-rundenbasierten Kämpfen zu stellen.

Ein Marker wandert im Uhrzeigersinn den Aktionstasten entlang; durch zeitige Eingabemuster wirken wir Zauber wie Feuerbälle, um Feinden zu schaden. Was simpel beginnt, wird mit jedem Level anspruchsvoller. Wir erlernen neue Zauber mit neuen Tastenfolgen (etwa Heilung), um auf die aktuelle Spielsituation zu reagieren. Dadurch gilt es immer wieder in Echtzeit den Rhythmus anzupassen. Zwischen den Levels werten wir unsere Zauber auf, um für die nächsten Herausforderungen gewappnet zu sein. Insgesamt blieben die ersten zwei verfügbaren Levels noch weitgehend simpel; der Modus sprüht aber vor spaßigem Potenzial.

Für eine abschließende Partie im Mehrspieler-Modus wechselten wir dann noch in den TV-Modus. In „Ninja Garde“ schließen wir uns zu viert zusammen, um den Shogun vor Attentätern zu schützen. Dazu gilt es anfliegende Pfeile im richtigen Moment vom Himmel zu schneiden. Regelmäßige Anpassungen des Taktes brachten uns dabei immer wieder amüsiert ins Straucheln. Im Minispiel „Pünktlich Naschen“ ist der Name ebenfalls Programm: Es gilt einen Countdown herunterzuzählen und erst möglichst genau zum Startschuss nach den leckeren Desserts zu greifen – wer dem goldenen Zeitpunkt am nächsten kommt, gewinnt. Einen Innovationspreis gibt es dafür sicher nicht, Spaß hatten wir in der Gruppe trotzdem jede Menge.

Ein paar abschließende Worte zur Technik: Rein visuell präsentiert sich der Titel mit seinem „Wario Ware“-Look gewohnt rudimentär. Auf akustischer Ebene erfreuen aber regelmäßige musikalische Einschübe, zu denen auch manch bekannte Künstler beitragen.

Rhythmischer Schabernack mit Potenzial

Während ein Großteil der gezeigten Inhalte noch eher simple Rhythmuskost bot, haben wir keinen Zweifel, dass die Vollversion mit manch kreativ-musikalischen Herausforderungen aufwartet. Gerade der frische „Beatspell“-Modus und die charmanten Mehrspieler-Inhalte garantieren schon jetzt nette Partyabende mit Freunden und Familie. Bevor wir aber ein abschließendes Fazit geben können, warten wir die Vollversion ab. Serien- und Rhythmusfreunde im Allgemeinen setzen sich „Rhythm Paradise Groove“ aber schon mal vorsichtig auf die Wunschliste.

Bildmaterial: Rhythm Paradise Groove, Nintendo

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