Square Enix hatte in den letzten beiden Jahrzehnten mit zunehmend längeren Entwicklungszyklen zu kämpfen. Final Fantasy XV befand sich lange in Entwicklung, und sowohl Dragon Quest XII als auch Kingdom Hearts 4 wurden vor fünf bzw. vier Jahren erstmals angekündigt – und jahrelang gab es keine Details. Dieses Problem möchte Square Enix nun angehen.
Wie GameSpot im aktuellen Geschäftsbericht entdeckte, möchte Square Enix ein „Framework“ etablieren, um Spiele seiner größten Marken in einem konstanten Rhythmus zu veröffentlichen. Bei „der Schaffung eines Frameworks, das die regelmäßige Veröffentlichung neuer Titel für wichtige IPs ermöglicht, werden stetige Fortschritte erzielt“, heißt es.
Man sieht sich auf einem guten Weg. Dabei verweist das Unternehmen auf Titel der letzten Geschäftsjahre, etwa zahlreiche „Dragon Quest“-Remakes, Final Fantasy Tactics sowie mehrere Portierungen.
Mobile-Titel, Remaster und Erweiterungen als Teil der Strategie
Zudem werden Spiele für das kommende Geschäftsjahr aufgeführt, darunter die Switch-2-Version von Final Fantasy VII Rebirth sowie die kürzlich angekündigte Erweiterung „Evercold“ für Final Fantasy XIV. Dazu kommen weitere Projekte, etwa den dritten Teil der Remake-Trilogie zu Final Fantasy VII sowie die kürzlich erschienen Titel Dragon Quest: Smash/Grow und Dissidium Duellum Final Fantasy.
Der japanische Publisher zeigt damit, dass es die lange Entwicklungszeit neuer Serienteile als Problem erkannt hat und die traditionsreichen Marken mit Spin-offs in der Diskussion halten möchte. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Entwicklungsansatz auch auf Haupttitel übertragen lässt – denn genau darauf arbeitet Square Enix mit diesem angekündigten „Framework“ hin.
Der Slide aus dem Geschäftsbericht:
via The Gamer, GameSpot, Bildmaterial: Kingdom Hearts IV, Square Enix

Hoffentlich werden Final Fantasy 17, Kingdom Hearts 4 und Dragon Quest 12 mal endlich kommen. Neue Titel schön und gut, aber wenn dass Meiste so wie so nur aus Remaster, Remakes und paar Nischen Titel (Die auf jedenfall wichtig sind, Versteht mich nicht Falsch), Besteht, und die Heavy Hitter 4-5 Jahre Minimun im Voraus Angekündigt werden bis man überhaupt einen Release Termin bekommt, dann helfen die Nischen Titeln, Remakes und Remaster auch nicht wirklich Square Enix aus ihrer Miserie Ruaszuholen.
Das hängt halt sehr davon ab, mit welcher Releasedichte die Remakes und Remaster gemacht werden, und um welche Spiele es sich handelt
SE hat definiert nativ noch einige IPs offen die es zu erledigen gilt an Remastern und Remakes an Spielen, die überfällig sind, und die auch nicht immens viel kosten täten, als dass dies ein FF14 und FF7 Evercrisis nicht schnell refinanziert zusammen mit den Verkäufen des Remasters/Remakes selbst
was in Frage kommt an Spielen zum remastern sind auf jeden Fall
Valkyrie Profile 2 Silmeria
Vagrant Story
Brave Fencer Musashiden 1+2
Drakengard 1-3
Radiata Stories
Damit alleine Liese sich schon einiges an Zeit mit überbrücken, ohne auch nur ansatzweise damit kosten zu haben, wie mit großen Kloppern wie ein FF9 Remake oder weitere Remakes der älteren DQ Spiele wie 4-6
Man könnte ja auch mal Remaster von FF7,8 und 9 anstreben. Und zwar ordentliche Remaster, nicht den augenkrebs-induzierenden Mist den wir bisher bekommen haben.
Da sind Fan Mods den offiziellen Veröffentlichungen weit voraus. Ich sehe keinen Grund, warum Square seine Klassiker so mies behandeln muss.
Klingt erstmal ziemlich widersprüchlich zu ihrer vergangenen Aussage, dass Kleinproduktionen für qualitative Hauptveröffentlichungen ausgelassen werden sollen. Bin aber wiederum sehr froh darüber, dass man die Spinoffs nicht von der Karte streichen möchte. Ich habe ihre kleinen Spiele schon sehr wertzuschätzen gewusst, die es vor einigen Konsolengenerationen für alle Marken zur Hauf gab. Solange die noch kommen, ist mir die Wartezeit auf die Haupttiteln moderat egal. So ein Stranger of Paradise verkürzt dann gerne mal die Zeit auf Final Fantasy XVI. Das unterschätzt man gerne mal und merkt die Leere erst dann, wenn diese Marken und Nebenprodukte gänzlich verschwunden sind.
Aber es ist schon mal ziemlich beruhigend zu hören, dass Square sich ihrer langen Entwicklungszeiten bewusst sind. Ob sie das ordentlich angehen und lösen werden, wird noch zu sehen sein. Wieso hat es überhaupt so lange dauert, bis man sich dazu entschieden hat, das Problem strategisch zu kontern? Die haben dieses Problem schon seit Ewigkeiten, das streckt sich weit bis zur 5. Konsolengeneration zurück.
Ich habe die News jetzt gleich zweimal gelesen um es richtig zu verstehen. Aber im Grunde möchte man doch eigentlich nur das machen, was man jetzt seit der Umstrukturierung macht. Konstante Veröffentlichungen, die hauptsächlich aus kleinen Titeln sowie Remasters und Remakes sowie Switch 2 Ports bestehen. Und da hat man ja durchaus auch die großen IP's von ihnen, allen voran das aufgeführte Dragon Quest, gut versorgt.
Man hat nach allem, was man von Square Enix zuletzt so gehört hat, das Kernproblem glaube ich entweder noch nicht verstanden oder ist es noch nicht angegangen. Die massiven Probleme, die man bei der Entwicklung von brandneuen, Big Budget Titeln hat. Capcom haut davon mittlerweile 3-4 pro Jahr raus. Deswegen sind sie so erfolgreich und fahren Rekorde ein. Die Probleme sind das bereits in der News erwähnte vor Jahren angekündigte KH4 sowie DQ12. Bei KH4 hat man Missing Link eingestampft, um sich auf KH4 fokussieren zu können. Allerdings soll der Engine-Wechsel von UE4 auf UE5 Probleme bereitet haben. Bei DQ12 fehlte wohl über Jahre ein klares Konzept und die Entwicklung wurde gleich zweimal rebootet.
Dass man keinerlei Probleme mit dem Output von Remasters oder auch hochwertigen kleineren Remakes wie bei Dragon Quest hat sowie neue kleinere Titel wie das kommende Elliot, weiß man ja. Da liefert man ständig was. Aber ich bezweifle irgendwie, dass man eben das Problem mit der Entwicklung großer Titel nun in den Griff bekommen hat.
Wenn ich die News also nun richtig interpretiere, möchte man die jahrelange Entwicklung der AAA-Titel von Ankündigung bis zum Release einfach mit "Filler-Releases" strecken (ohne es abwertend zu meinen). Aber das tut man bereits. Ein Final Fantasy XVII sehe ich vor 2030/2031 zum Beispiel für absolut unrealistisch. Man möchte die IP's bis zum nächsten großen Release halt im Gespräch halten. Klingt für mich aber jetzt nicht so, als wolle man wirklich mal zusehen, solche großen Titel in unter 5 Jahren nach der Ankündigung dann auch mal zu veröffentlichen. Ich lasse mich da natürlich gerne eines besseren belehren.
Per se ist die Einstellung gut, da gebe ich recht. Aber das hat man jetzt schon häufiger eingesehen. Nur die Lösung, die man für das Problem anscheinend hat, klingt jetzt nicht so revolutionär^^ Das Problem zu erkennen ist eine Sache. Das Problem anzugehen eine andere. Es muss dort wirklich was bei den Abläufen in der Produktion passieren. Das kannst du nicht ständig durch Ports, Remasters und Mobile-Titel für diese IP's kompensieren. Bei Dragon Quest kommst du da bereits an deine Grenzen, da man jetzt wirklich schon enorm viele Remakes gebracht hat und es gar nicht mehr so viele Spiele gibt.