Nach 31 Jahren im Unternehmen, verließ Shuhei Yoshida im letzten Jahr PlayStation, wo er maßgeblich zur Entwicklung der ersten PlayStation beitrug und von 2008 bis 2019 den Posten des Präsidenten der SIE Worldwide Studios bekleidete.
2019 wurde bekannt gegeben, dass Yoshida von eben diesem Posten zurückgetreten sei, um sich einer neuen Initiative zur Stärkung der Beziehungen zu Indie-Entwicklern zu widmen. Hermen Hulst wurde sein Nachfolger als Präsident.
Seitdem hat Yoshida mehrfach betont, dass sein Rücktritt nicht seine eigene Entscheidung gewesen sei. Obwohl ihm die Arbeit mit Indie-Studios gefiel, habe er diese Rolle annehmen müssen, um PlayStation nicht ganz zu verlassen.
Yoshidas jüngste Äußerungen fielen kürzlich im Kontext des Alt:Games-Festivals in Australien. Dort hielt er einen Vortrag über die Erfolgsfaktoren von Indie-Spielen. Wie This Week in Video Games (via VGC) berichtet, zählte Yoshida einige seiner Erfolge als Präsident der Worldwide Studios auf und behauptete anschließend, er sei entlassen worden, weil er sich geweigert habe, bestimmte (nicht näher spezifizierte) Forderungen von Jim Ryan zu erfüllen.
Yoshida widersetzte sich Ryan
„Ich habe Santa Monica bei der Entwicklung von God of War, Naughty Dog bei Uncharted und The Last of Us und Sucker Punch bei der Entwicklung des wunderschönen Ghost of Tsushima geholfen“, so Yoshida dem Bericht zufolge.
„Ghost of Tsushima war eines der letzten Spiele, an denen ich als Präsident der Worldwide Studios mitgearbeitet habe.“ Dann erklärt Yoshida: „Doch 2019, nach elf Jahren an der Spitze der First-Party-Entwicklung, wurde ich von dieser Position entlassen. Jim Ryan wollte mich von der First-Party-Entwicklung entfernen, weil ich nicht auf ihn gehört hatte. Er verlangte absurde Dinge von mir, und ich sagte ‚Nein‘.“
Dem Bericht zufolge äußerte sich Yoshida in einem heiteren Ton, was im Publikum Gelächter auslöste. Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass Yoshida über seine Absetzung als Präsident der SIE Worldwide Studios spricht. Letztes Jahr, einen Monat nach seinem Weggang von Sony, erklärte Yoshida, dass er 2019 nicht freiwillig zurückgetreten sei, sondern gezwungen gewesen sei, die neue Position im Indie-Bereich anzunehmen. Die Alternative wäre seinerzeit ein kompletter Abschied von PlayStation gewesen.
„Vom First-Party-Bereich zu den Indie-Entwicklern? Nun, ich hatte keine Wahl“, so Yoshida im Februar 2025 gegenüber VentureBeat. „Als Jim mich bat, den Indie-Job zu übernehmen, stand ich vor der Wahl: entweder das zu tun oder das Unternehmen zu verlassen. Aber mir lag die Zukunft von PlayStation und der Indie-Szene sehr am Herzen. Ich wollte das unbedingt machen. Ich glaubte, ich könnte etwas Einzigartiges für diesen Zweck leisten.“
via VGC, Bildmaterial: PlayStation Blog

Ufff! Sony, was soll man dazu sagen:( Einfach nur Traurig.
Richtig ekelhaft der Jim