Für viele PlayStation-Fans gehört das Sammeln von Trophäen zum festen Bestandteil ihres Gaming-Alltags. Besonders begehrt ist natürlich die Platin-Trophäe. Wer seine Erfolge vergleichen möchte, nutzt häufig Seiten wie PSNProfiles, eines der größten Community-Portale für Trophy-Hunter.
Doch genau dort steht nun eine große Änderung bevor. Künftig sollen sogenannte Shovelware-Spiele nicht mehr für die Ranglisten zählen. Das kündigte Seitenbetreiber Sly Ripper im offiziellen Forum an: „Shovelware wird in den Hintergrund treten, sie wird nicht für die Rangliste berücksichtigt.“
Zwar bleiben solche Spiele weiterhin im Profil sichtbar, doch sie sollen keine Rolle mehr für Leaderboards oder andere Community-Funktionen spielen.
Was genau ist Shovelware?
Als Shovelware werden Spiele bezeichnet, die mit minimalem Aufwand produziert werden und meist nur ein Ziel verfolgen: möglichst schnell viele Trophäen freizuschalten. Oft lassen sich diese Titel innerhalb weniger Minuten komplett abschließen.
Ein bekanntes Beispiel ist The Jumping Taco: Turbo. Das Spiel bietet 21 Trophäen inklusive Platin – und diese lassen sich angeblich in wenigen Minuten freischalten, teilweise nur durch das Drücken oder Gedrückthalten einer einzigen Taste. Hierzu gibt es auch ein Video.
Sly Ripper formulierte seine Haltung im Forum deutlich: „Shovelware wird auch weniger Funktionen haben, keine Ranglisten/Clubs/Foren, es ist eine Verschwendung von Ressourcen. Shovelware ist eine Plage.“
Auch in der Community stößt die Änderung bislang auf viel Zustimmung. Viele SpielerInnen sehen darin einen wichtigen Schritt, damit Ranglisten wieder stärker die Leistungen in echten Spielen widerspiegeln – und nicht nur die Anzahl schnell verdienter Trophäen. Erst vor ein paar Wochen regierte Sony, und unzählige solcher Titel flogen aus dem PlayStation Store. Was ist eure Meinung zu solchen Games?
via The Gamer, Bildmaterial: Sony PlayStation

In meinem PSN-Profil ist kein einziger Titel, der als Shovelware bezeichnet wird, aber ich kenne einige Spieler, die solche Games nur für die schnellen Trophäen (vor allem Platin) kaufen und spielen. Dafür wäre mir meine Zeit und mein Geld zu schade.
Ich habe auch einige Platintrophäen, aber die Trophäenliste entscheidet nie darüber, ob ich ein Game kaufe und spiele. Ich spiele alle meine Games sehr ausführlich und investiere viel Zeit in ein einzelnes Game, aber das habe ich auch schon vor den Trophäen mit meinen PS1/PS2- oder Nintendogames getan. Die Trophäen haben mich aber schon einige Male dazu gebracht, ein Game etwas anders zu spielen, als ich es sonst tun würde, also z.B. andere Charaktere auszuprobieren oder andere Skills zu verwenden...wenn mir etwas nicht gefällt, lass ich es sein.
Ich spiele beinahe ausschliesslich RPGs und meinen ersten Durchgang eigentlich immer ohne Guide, klar verpasse ich da immer einiges an Trophäen. Wenn mir das Spiel aber sehr gut gefällt, spiele ich schon ab und zu mal einen weiteren Durchgang und schaue mir vorher die verpassten Trophäen an, wenn sie für mich machbar sind, versuch ich das, aber wenn nicht, ist das nicht schlimm für mich. Ich spiele z.B. niemals Speedruns oder "No Damage - Läufe".
Mein Lieblingsspiel "Suikoden II", hätte ich eigentlich gerne auf Platin gebracht mit dem HD Remaster, aber da gibt es Trophäen für diese Minispiele und dafür bin ich zu alt...ich kann einfach nicht mehr schnell genug reagieren in Maulwurfschlagen oder Tanzspielen, daher versuch ich das gar nicht erst, das sind die einzigen Trophäen, die mir da fehlen, schade aber so ist das nun mal.
Ich nutze PSNprofiles vor allem um eine Liste mit meinen gespielten Titeln mit Datum zu haben...Leaderboards interessieren mich nicht.
Ich bin ehrlich gesagt froh, dass es bei Nintendo nur Spielinterne Trophäen gibt. Ich spiele gerne Spiele komplett und auch abseits von Achievements mache ich gerne Dinge. Was mich an dem System stört ist, dass ein "externes" Programm entscheidet und mir quasi "vorhält" wann und ob ein Spiel komplett abgeschlossen ist.
Nehmen wir ein Breath of the Wild: Ich habe für mich alles aus dem Spiel rausgeholt, aber habe nicht alle Krogs gesammelt. Für mich war es komplett, ein externer Counter der mir quasi dauerhaft vorhält es wäre nicht komplett würde mich deutlich mehr stören. Genauso hätte ich mich wahrscheinlich nicht so frei auf das Spiel eingelassen sondern immer mal auf die Liste geschaut, was man machen könnte statt es einfach zu machen und zu finden.
Oder ein Yakuza. Ich kann das Spiel komplett inkl. aller Minispiele auf (für mich) 100% spielen, aber das Spiel "verlangt" das ich mich auf einem niedrigen Schwierigkeitsgrad nochmal durch langweile, ansonsten hält mir das System quasi vor, dass es nicht komplett ist.
Mich stört das einfach, deswegen verzichte ich lieber komplett und lass mich rein für mich auf die Spiele ein.
Echt, die Schwanzvergleiche waren damals ja bereits der völlig falsche Weg. Mir geht's schon auf den Keks, wenn ich ein Spiel nach über 50 Stunden endlich zu Ende bringe, und der Schwanzometer behauptet, ich hätte nur 23% des Spiels geschafft.
Es sind Single-Player-Spiele, da brauche ich überhaupt keine Medaillen und muss mich nicht mit anderen Spielern vergleichen.
Weg mit dieser künstlichen Kompetitivität, gutes Game Design ist mir tausendmal lieber.
Ich mag die Trophysysteme, gerne könnte man das ganze auch weiter ausbauen und wie damals bei der 360 auch echte Boni hinter den Trophäen verstecken (Avatare, Punkte, Hintergründe etc.). Ich schau gern mal bei Freunden nach, wie ihr Fortschritt bei dem und dem Spiel ist. Ich mag auch die teils individualisierten Trophybilder (Gravity rush fand ich es ganz cool, das mit jedem Trophybild ein Figurenoutfit komplettiert wurde). Die Trophys sind für mich ein Teil des Kosmos geworden. Nichts essentielles, ich kann immernoch Spiele im dreistelligen Stundenbereich spielen und es dabei schaffen nicht mal die Hälfte der Trophäen dabei einzusammeln. Gehts mir deswegen schlecht, das ich sie nicht komplett sammle? Nicht wirklich, ich kann das ignorieren. Ich hab auch soviele alte Titel deren Multiplayerpart wegen Serverabschaltung nicht mehr existiert, wo Platin oder was auch immer nicht mehr möglich ist. Es stört mich nicht. Man sollte sich nicht eigene Zwänge auferlegen nur weil bestimmte Systeme existieren. ^ ^
Ich glaub nicht, dass sich Leute irgendwelche Zwänge bewusst auferlegen.
Ich glaub, sowas passiert einfach, wenn Leute mit ihren individuellen Empfänglichkeiten, die ja sicher Jeder in irgendeinem / irgendwelchen Bereich(en) hat (geh ich jedenfalls von aus) , auf den jeweils dazu passenden Auslöser treffen.
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Ganz im Allgemeinen...
Genauso kann ich so Aussagen, dass "jemand" / "jeder" gewisse "Dinge" (z.B. ob jemand etwas mag oder nicht mag) für sich selbst ENTSCHEIDEN KANN / soll / muss absolut nicht zustimmen.
Niemand KANN / soll / muss sowas ENTSCHEIDEN, da es sich einfach im Leben des jeweiligen Individuums so entwickelt hat, dass jeweiliges Individuum etwas mag oder nicht mag...
Und Das kann sicherlich Niemand einfach mal so mit einer ENTSCHEIDUNG ändern...
Sondern eine Änderung Dessen (falls sich Jeweiliges überhaupt mal ändert) braucht auch wieder die jeweils notwendigen Auslöser...und höchstwahrscheinlich auch viel Zeit und entsprechende Erfahrung(en) .
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