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Generative KI-Bilder in Crimson Desert: Entwickler Pearl Abyss bezieht Stellung

Das Open-World-Abenteuer Crimson Desert sorgt weiterhin für reichlich Gesprächsstoff. Zwar konnte das Spiel direkt nach dem Start einen beeindruckenden Erfolg feiern – laut Entwickler wurden über zwei Millionen Exemplare innerhalb der ersten 24 Stunden verkauft – doch gleichzeitig entwickelte sich eine hitzige Diskussion in der Community.

Mehrere SpielerInnen hatten in der Spielwelt von Pywel ungewöhnliche Gemälde und Kunstwerke entdeckt, die stark nach KI-generierten Bildern aussahen. Screenshots dieser Motive verbreiteten sich schnell im Netz und lösten eine Debatte darüber aus, ob Entwickler Pearl Abyss generative KI genutzt hat, ohne dies auf der Store-Seite von Steam offenzulegen.

KI-Bilder waren nur Platzhalter

Inzwischen hat Pearl Abyss auf die Vorwürfe reagiert und ein offizielles Statement veröffentlicht. Demnach seien einige der umstrittenen Bilder ursprünglich nur als frühe Platzhalter während der Entwicklung erstellt worden: „Während der Entwicklung wurden im Rahmen der ersten Iterationsphase einige visuelle 2D-Requisiten mithilfe experimenteller generativer KI-Tools erstellt.“

Diese Assets hätten laut Entwickler lediglich dazu gedient, frühzeitig Stimmung und Atmosphäre zu testen. Eigentlich sei geplant gewesen, sie später durch finalisierte Kunstwerke zu ersetzen. Allerdings räumt das Studio ein, dass einige dieser Elemente versehentlich in der finalen Version des Spiels gelandet sind: „Aufgrund von Hinweisen aus unserer Community haben wir festgestellt, dass einige dieser Elemente versehentlich in die endgültige Version aufgenommen wurden.“

Pearl Abyss entschuldigte sich außerdem für die fehlende Transparenz und kündigte an, alle betroffenen Inhalte zu überprüfen und zu ersetzen.

Der Entwickler arbeitet nach eigenen Angaben bereits an einer umfassenden Prüfung sämtlicher Spielassets. Inhalte, die mithilfe generativer KI entstanden sind, sollen in zukünftigen Updates durch neue Versionen ersetzt werden: „Die aktualisierten Assets werden in den kommenden Patches bereitgestellt.“

Parallel dazu wolle das Studio seine internen Prozesse überarbeiten, um künftig transparenter mit solchen Themen umzugehen.

Neuer Patch kümmert sich Community Wünsche

Seit heute gibt es übrigens einen ersten umfangreicheren Patch. Dieser fügt unter anderem mehr Schnellreisepunkte oder eine Vorratskiste im Lager hinzu. Die kompletten Patch Notes könnt ihr euch hier anschauen. Ob damit auch die problematischen Bilder entfernt wurden, ist noch nicht bekannt.

via The Gamer, Bildmaterial: Crimson Desert, Pearl Abyss

14 Kommentare

  1. @Kaiserdrache Nur weil was frei verfügbar im Internet ist darf man es dennoch nicht nutzen wie man will. Wenn es nicht explizit frei für alle ist muss man theoretisch immer um Erlaubnis bitten die Werke von anderen Leute zu nutzen. Es werden halt ohne die Erlaubnis der Ersteller deren Werke in die KI eingespeist die dann gegen deren Willen diese nutzt um so ein Zeug zu erstellen. Dies ist für mich einfach Diebstahl. Und ja es ist aktuell (leider) keine Straftat sondern eine Grauzone weil man nicht herausfinden kann woher die KI geklaut hat und es auch so gut wie gar nicht rechtlich definiert ist (ich hoffe die EU schiebt da mal eine Riegel vor). Dies macht es zwar rechtlich nicht illegal aber meiner Meinung nach für jeden Künstler eine Moralische Bankrott Erklärung. Bleibt zu hoffen das sich in Zukunft die Technik auch so weiterentwickelt das man bei jeder generierten Sache rausfinden kann woher die Ki es hat und dann der wirkliche Erschaffer davon die dann kaputt klagen kann wenn dieser keine Einwilligung gegeben hat das die KI das nutzen darf.

    Das hier habe ich gerade selbst mit ChatGPT erstellen lassen

    Laut Ki Befürworter bist du jetzt ein Künstler. Wie fühlt es sich so an sowas kreatives erschaffen zu haben, muss bestimmt eine Menge von dir abverlangt worden sein als du Worte in Chatgpt eingeben hast um diese Kunst zu erschaffen. Hast du dir eigentlich schon ein Künstlername überlegt, scheints nämlich echt Talent zu haben beim Worte in KI einzutippen? :P (nur zur Sicherheit, ist kein Seitenhieb gegen dich).

  2. Laut Ki Befürworter bist du jetzt ein Künstler. Wie fühlt es sich so an sowas kreatives erschaffen zu haben, muss bestimmt eine Menge von dir abverlangt worden sein als du Worte in Chatgpt eingeben hast um diese Kunst zu erschaffen. Hast du dir eigentlich schon ein Künstlername überlegt, scheints nämlich echt Talent zu haben beim Worte in KI einzutippen? :P (nur zur Sicherheit, ist kein Seitenhieb gegen dich).


    Ich wollte mein ganzes Leben eigentlich immer irgendwas künstlerisches zustande bringen. Sämtliche Freunde, Bekannte, Online-Weggefährten, da waren immer Leute drunter, die super gut zeichnen konnten. Und ich bekomme, ungelogen, nicht einmal einen halbwegs geraden Strich auf's Papier. Und jetzt darf ich auch endlich. Meine getippten Worte sind meine Farbe, die KI ist mein Pinsel. Ich werde mich ganz bescheiden "Electric Michelangelo" nennen ^^

    Ich glaube, da braucht es ja keine zwei Meinungen. KI ist ne Beleidigung für alle Menschen, die ich da gerade aufgezählt habe. Die Öffentlich Rechtlichen hatten zu den Winterspielen diese super hässliche KI generierte Animation die immer wieder eingeblendet wurde und ich dachte mir: Irgendwelche Leute klopfen sich da gerade auf die Schulter, die Sora KI mit ein paar Worten gefüttert zu haben.

    Aber um nochmal auf das eigentliche Thema hier zurückzukommen, bevor das zu sehr entgleitet: Ich glaube ihnen das so weit, weil kein ambitionierter Entwickler so etwas absichtlich in seinem Spiel lassen würde. Es muss dann aber auch ne Gegenreaktion kommen. Und das Pferdebild können sie als Merch verkaufen, nen Illustrator dafür muss man ja nicht nachträglich bezahlen.

  3. Ich kann mir schon grob vorstellen, wie sowas passiert. In vielen Unternehmen ist die obere Etage völllig fasziniert von KI. EIne Kombination aus wenig Ahnung, Gier und dei Angst nicht dabei zu sein.

    Wir bekamen z.B. "KI Hausaufgaben" damit sichergestellt ist, dass jeder KI nutzt. Es wird gepushed ohne ENde, auch gegen den WIderstand der Mitarbeiter die sagen: "Ja gerne, aber lasst es uns doch da einsetzen wo es SInn ergibt und nicht einfach ohne Verstand überall."

    Möglich dass es ein "Für die Stelle ist das gut genug" war oder ein "Platzhalter vergessen". Die Unternehmen haben anscheinend noch nicht gecheckt, dass KI bei vielen Leuten ein echtes Reizthema darstellt. Und wenn ich KI Platzhalter verwende, dann muss ich als erstes sicherstellen, dass ich die selber wieder finde. Das kann nicht so kompliziert sein, die simpelste Methode wäre ein Namenschema im Dateinamen. Dann weiß ich genau: Was muss noch ersetzt werden.
    Allein, dass sowas nicht passiert ist spricht bereits Bände.

    Über KI an sich und deren Probleme kann man echt lange diskutieren. Auf der anderen Seite hat es das so noch nie gegeben und es ist echt offen wo wir am Ende landen werden.
    Auf der anderen Seite gab es schon Dinge aus der Vergangenheit. Der Fotograhie wurde damals durchaus ähnlich begegnet, Wenn man drüber nachdenkt verständlich. Aber wir wissen: Das hat letztendlich schon irgendwie gepasst.


  4. Dann weiß ich nicht, welche KI das gemacht hat und mit was diese KI gefüttert wurde.

    Das hier habe ich gerade selbst mit ChatGPT erstellen lassen, natürlich mit einigen Anpassungen, um dem Copyright zu entgehen, sonst wird halt nichts generiert. Die Figur könnte problemlos zu irgendeinem Final Fantasy VII Mobile-Game als Artwork gehören und kaum wem würde es auffallen, wenn diese Figur jemand als Artwork in ein Spiel rein mogeln würde.

    Je direkter die KI plagiiert, desto besser das Ergebnis.

    Die Pose deines Promts folgt hundertprozentig der Key Art von Tetsuya Nomura.

    Jetzt sollte man denken: Einfach geklaut, da kann ja nichts mehr schiefgehen. Aber Pustekuchen. In deinem Ergebnis sticht sofort der schlangenartig langgezogene Oberkörper ins Auge. Im Original ist es genau umgekehrt, da ist die Länge der Beine übersteigert. Dem überlangen Oberkörper folgen überlange Arme. Von menschlicher Proportion hat die KI bereits keinen Begriff. Von der KI abzuverlangen, die übersteigerten Proportionen von Anime-Figuren zu begreifen, zeigt die Grenzen ihrer Fähigkeit schauerlich auf.

    Keine der Gürtelschnallen in 'deinem' Bild ist funktional. Nicht eine einzige. Nicht mal ein Zufallstreffer dabei.

    MLADYWH.png

    Das sind einfach lose Metallösen, die jemand auf den armen Cloud draufgepappt hat.

    Wir können von Glück sagen, dass sich die Spieleindustrie wenigstens öffentlich noch dafür schämt, wenn ihre Kunden für diesen geklauten Blödsinn noch Geld bezahlt haben.

    Jetzt habe ich mich ja kürzlich selbst an exakt der Nomura-Cloud-Pose versucht. Aquarell und Buntstift, ca. A5.

    8k90xUV.png

    Nenn mich vermessen, aber erstens sind die Proportionen hier stimmiger und zweitens hat meins eine Seele.

  5. Ich bin mir relativ sicher, dass handgemachte Kunst nicht aussterben wird. Es wird vielleicht eine Phase geben in der viel KI ist, aber man sieht ja jetzt schon dass da auf breiter Flur viel Ablehnung vorhanden ist.
    Die Vergangenheit zeigt, dass selbst bei Hypes handgemachtes nicht tot zu bekommen ist.

    Das sieht man z.B. auch in anderen Bereichen. Vinyl erstarkt wieder, Analaoge Fotografie kommt zurück - obwohl beides eigentlich total keinen SInn ergibt :D
    Aber es liegt ein Wert in unperfekten, Handgemachten, haptischen, aufwendigeren DIngen und das vergessen Menschen nicht. Allein wenn etwas schnell und mühelos geht verliert es auch an Wert - unabhängig vom Ergebnis.

    Trotzdem muss man auch so ehrlich sein und sagen: Der KI Kram ist nicht schlecht. Ich scrolle auch bei Midjourney durch und denke immer wieder: Sieht schon geil aus.
    In gewissen Bereichen wo man sich das Zeug eh aus der Google Bildersuche geklaut hat sehe ich KI nach wie vor als erste Wahl an.

    In professionellen Produkten, als Unternehmen bei Dingen die Außenwirkung haben und so - da wäre ich vorsichtig.

    Und natürlich haben wir dann auch noch die Problematik, dass KI eigentlich auf gestohlenen geistigen Eigentum basiert.

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