Branche News

Square Enix kämpft mit sinkenden Umsätzen, kann die Gewinne aber leicht steigern

Square Enix kämpft in den letzten Jahren an mehreren Fronten: Neue Spiele verkaufen sich gelegentlich nicht wie geplant, auch Mobile- und MMO-Titel stagnieren. Dazu wird die Fanbasis älter und kauft weniger Spiele, besonders bei Final Fantasy wird das langsam zum Problem.

Auch 2025 kämpfte Square Enix mit sinkenden Einnahmen. Der Rückgang der Nettoumsätze wird auf fehlende Einnahmen aus neuen Titeln zurückgeführt. Das Betriebsergebnis ist allerdings dank starker Verkäufe von Katalogtiteln, also ältere, etablierte Spiele aus dem eigenen Portfolio, um 39 Prozent gestiegen.

Neue Titel verkauften sich 2025 schlecht, alte Titel dafür umso besser

Der Nettoumsatz ist insgesamt um 13,3 Prozent gesunken und steht damit 2025 bei 215,4 Milliarden Yen, also etwa 1,3 Milliarden US-Dollar. Davon entfallen 717 Millionen US-Dollar auf den Kernbereich der Videospiele, die Sparre Digital Entertainment: Mit 717 Millionen US-Dollar (112,3 Milliarden Yen) trifft der Umsatzeinbruch von 23,7 Prozent diesen Bereich aber besonders stark.

Trotz des gesunkenen Umsatzes bleibt jedoch dank der Katalogtitel der Gewinn stabil bei 25,6 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 163,4 Millionen US-Dollar. Im MMO-Segment gingen sowohl Nettoumsatz als auch operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr zurück – diesem lag noch der Launch von Final Fantasy XIV: Dawntrail.

Auch im Bereich Spiele für Smartphones und PC-Browser meldete Square Enix erneut einen Rückgang der Nettoumsätze, was auf die Schwäche bestehender Titel zurückgeführt wird. Allerdings habe sich das operative Ergebnis durch eine Diversifizierung der Zahlungsmethoden verbessert, so das Unternehmen.

Trotzdem wird mehr Gewinn prognostiziert

Square Enix hat seine konsolidierte Finanzprognose für das Geschäftsjahr, das am 31. März 2026 endet, angepasst. Die Ergebnisse der ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres lagen bereits über den ursprünglichen Erwartungen. Einen besonderen Anteil daran hat die Sparte Rights & Properties, welche sich um Lizenzeinnahmen kümmert. Hier dürfte der große Erfolg der Magic-Kollaboration mit hereinspielen.

Während die Umsatzprognose von 1,7 Milliarden US-Dollar (280 Milliarden Yen) unverändert bleibt, erwartet Square Enix nun einen Gewinn von 351 Millionen US-Dollar (55 Milliarden Yen) statt der zuvor prognostizierten 261,7 Millionen US-Dollar (41 Milliarden Yen).

via Games Industry, Square Enix, Bildmaterial: Square Enix

14 Kommentare

  1. Ich stell mir das eher umgekehrt vor.

    Director so:
    Schreib mal bitte ein XY Szenario, mit XY, in Welt XY, mit Charakteren XY, die XY sind und XY Geschichte haben.

    Szenario- / Story-Writer so:
    Stellst du dir das So oder so in etwa vor?

    Director so:
    Jo, passt schonmal im Großen & Ganzen. ...
    Aber wie wär es z.B. mit einem anderen Detail XY, in Situation XY?

    Writer bringt z.B. Auch eigene Vorschläge für andere Details XY, in Situationen XY ein.

    Dann legen die sich in Beratung(en) untereinander schon "irgendwie" auf etwas fest, was sich Beide / mehr Beteiligte gemeinsam als gut vorstellen.
    Und Writer schreibt dann, ausführliche(s) Story & Szenario, laut den "Rahmenbedingungen" auf die sich in Beratung(en) "einvernehmlich geeinigt" wurden,
    was dem Ganzen dann natürlich genauso auch einen persönlichen Touch des Writers, wie auch des Directors (und auch eventuellen anderen an solchen Beratungen Beteiligten) , jeweils eben in verschiedenen Bereichen des Szenarios / der Story, verleihen kann.

    So stell ich mir das so vor.

  2. BG3 und Clair Obscure haben bewiesen, dass der Markt für solche Spiele nach Alter-Schule größer ist denn je.

    Mir ging es um die Spiele, die ich oben aufgezählt habe. Aber auch bei deinen Beispielen besser Vorsicht walten lassen, weil man hier immer gerne die Leichenberge ignoriert, die es nicht so groß geschafft haben. Hör dir allein die Anekdoten von den BG3 Macher an. Die haben selber nicht mit so einem Erfolg gerechnet.

  3. @Schattenflamme Naja oder es ist mehr so ein: Hier ist der Ideen Topf, werft da alle eure Ideen rein und dann ziehen wir und die, welche wir alle gut finden, bauen wir alle ein. ODER wir bauen von jedem eine Idee ein.
    Das muss jetzt nicht bei jedem FF der Fall sein, aber bei FF4 war es so, laut japanischen Zeitschriften und Interviews, das sie Ideen von ALLEN einbringen wollten (merkt man) und bei FF8 war das leider auch so, das sie die Ideen von allen genommen haben, ohne leider genauer darüber nachzudenken. (Auf die Story bezogen.)
    Aber wenn das schon 2 mal passiert ist, wer sagt nicht das es schon öfters so war? Vielleicht auch immer noch? (Zu den anderen Teilen habe ich mich noch nicht schlau gemacht, mal sehen was ich die nächsten Monate herausfinde XD)

    Naja schlecht gehen tut es ihnen nicht, nur kommt nicht überall so viel Geld wie gewünscht.

  4. Irgendwie hatten sie mit den neuen Final Fantasy Spielen auch kein so gutes Händchen. 15 und 16 waren ja nicht schlecht, aber irgendwie konnten sie nicht daran anknüpfen was es bis X noch war.

    Ich muss dazu sagen, mein großes Final Fantasy war 8 und 10 mochte ich dann nochmal. Ich war zu der Zeit auch wenig mit Konsole unterwegs. Also nicht der Vorzeige-Fan :D

    Aber z.B. ein Xeonblade kann das Gefühl noch mit neueren Spielen erzeugen. Vielleicht ist auch einfach kein Platz mehr heutzutage für ein AAA Final Fantasy.

    kA wie sich das 7 Remake so schlägt, aber wenn das funktioniert wäre wohl 9 die nächste Low Hanging Fruit.

  5. kA wie sich das 7 Remake so schlägt, aber wenn das funktioniert wäre wohl 9 die nächste Low Hanging Fruit.

    Der erste Teil verkaufte sich noch recht gut, der zweite nicht. Die Bewertungen sind aber überwiegend gut. Daher, mal sehen wie es auf der Switch ankommt.
    Wobei man fair sein muss, auch wenn sie wie vollwertige Spiele wirken, es ist logisch das viele erst zugreifen werden, wenn alle 3 Teile erhältlich sind.

An dieser Stelle siehst du nur die letzten 5 Kommentare. Besuche das Forum um die komplette Diskussion zu diesem Thema zu sehen.