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Beyond Good & Evil 2: Gut, böse, aber nicht tot – Ubisoft bestätigt, dass es weitergeht

Ubisoft steckt in einer der kritischsten Phasen der Firmengeschichte: Einige kleinere Marken wurden an Atari verkauft, während sich Tencent in die größten Marken von Ubisoft einkaufte und den französischen Entwickler und Publisher damit aus den tiefroten Zahlen holte.

Mehrere Spiele wurden gestrichen, zahlreiche andere verschoben, und das Unternehmen durchläuft aktuell eine umfassende Umstrukturierung seiner gesamten Arbeitsweise. Mitten in diesem Chaos taucht der Name Beyond Good & Evil 2 auf.

Seit seiner Enthüllung im Jahr 2017 und einer Präsentation 2018 ist es um das Spiel auffällig still geworden – und auf der Playstation 4 wurde das Spiel bislang nicht wie angekündigt veröffentlicht. In den neun Jahren seit der Ankündigung gab es nur noch kleinere Nachrichten zum Projekt, etwa zu Personalwechseln oder Beteuerungen, dass das Projekt noch lebt. Die letzte offizielle Nachricht war, dass Ubisoft nach einem neuen Lead Quest Designer suchte.

Über zehn Jahre Entwicklung

All das deutet darauf hin, dass sich das Spiel in einer sogenannten „Development Hell“ feststeckt. In der Regel werden solche Spiele irgendwann eingestellt, da man dem schlechten Geld nicht noch gutes Geld hinterherwerfen möchte. Beyond Good & Evil 2 scheint sich dagegen eher an Final Fantasy XV und Duke Nukem Forever zu orientieren, denn laut Ubisoft Kreativdirektor ist das Spiel weiterhin in Entwicklung und nicht von der aktuellen Projekteinstellungs-Welle betroffen. Das lässt hoffen, dass wir das Spiel in den nächsten Jahren auf der Playstation 5 zu sehen bekommen.

„Mein Team, ich und unser Projekt Beyond Good and Evil 2 sind von den aktuellen Änderungen nicht betroffen. Für weitere Informationen zur neuen Organisationsstruktur verweise ich auf die offizielle Pressemitteilung. (…) Wir bleiben fokussiert und engagiert, ein außergewöhnliches Spiel für unsere Spielerinnen und Spieler abzuliefern.“

Der erste Teil genießt Kultstatus

Beyond Good and Evil genießt derweil Kultstatus. Die innovative Mischung aus Abenteuer, Kämpfen und Fotografie sowie eine gefühlvolle Story mit humorvollen Charakteren ist gut gealtert. Die Story ist zeitlos, passt jedoch gut in die politisch instabile Weltlage: Jade, eine Fotojournalistin auf dem Planeten Hillys, kämpft im Untergrund gegen die Propaganda der Regierung, welche heimlich Menschen verschwinden lässt und diese an einen geheimen Ort bringt.

Auch der Soundtrack und die Weltgestaltung gelten als meisterhaft, jedoch unterlag Beyond Good and Evil 2004 dem Prince of Persia in den Verkäufen – was ironisch ist, denn dessen Remaster wurde offiziell eingestellt. Das 20th Anniversary Remaster im Jahr 2024 erinnerte daran, dass Ubisoft den Titel noch nicht vergessen hatte. Wir können nur hoffen, dass der zweite Teil in 20 Jahren ebenso Kultstatus genießen wird wie der erste Titel aktuell.

via The Gamer, GameSpot, LinkedIn, Bildmaterial: Beyond Good & Evil 2, Ubisoft

11 Kommentare

  1. Hahaha

    Hahaha

    ...

    Hahaha


    Also ich weiß nicht, aber mir kommt das einfach nur noch wie eine Verhöhnung vor. Ich weiß noch, wie sehr sich meine Frau und ich, und dabei ganz besonders meine Frau, uns freuten als das Spiel damals tatsächlich angekündigt wurde. Meine Frau liebt den ersten Teil und hatte sich auch am Remaster unterhalten gefühlt.

    Dennoch waren wir beide schon damals etwas ernüchtert, als relativ kurz nach der Enthüllung von "offene Spielwelt", "vor Teil 1 angesiedelt" und "selbst erstellter Charakter" die Rede war.

    Klar, letztgenanntes ist nicht unbedingt schlecht, aber wir hatten tatsächlich eher auf ein neues Abenteuer mit Jade als Protagonistin mit Pey'j (sowie neuen schillernden Gesichtern) an ihrer Seite gehofft und nicht etwas, wo diese bloß Nebenfiguren sind. Jedenfalls nicht etwas mit irgendeinem, mit Verlaub, austauschbaren "Gesichtslosen". Zu Beyond Good & Evil passt das unseres Erachtens nicht.


    War damals nicht sogar von Mehrspieler-Elementen die Rede, dass es da zu gewissen Überschneidungen kommt? Irgendwas klingelt da bei mir gerade und es ist kein Spinnensinn.

  2. Ehrlich gesagt dachte ich, dass das schon längst eingestellt wurde. Wundert mich, dass das noch immer in Entwicklung ist und wirklich verstehen kann es nicht wirklich, dass sie da weiterhin dran festhalten, während man das Prince of Persia Remake absägt.


    Ich denke, das hat eher was mit dem Budget zu tun, welches da über Jahre reingeflossen ist und die leise Hoffnung, man hätte hier sein eigenes GTA VI an der Angel. Ubisoft träumte ja auch immer vom ganz großen Live-Service-Wurf die letzten Jahre.

    Die Entwicklung bei BGAE2 soll ja mit wenigen Unterbrechungen (vor allem während Corona) durchgehend aktiv gewesen sein. Die Entwicklung des Titels wurde wohl 3 mal neu gestartet inklusive Engine-Wechsels, verschiedene Spielkonzepte und immer utopischere Ambitionen. Dann hatte man das ganze Theater rund um Ancel.

    Also gut möglich, dass da so viel Geld in die Entwicklung geflossen ist, dass es sich wohl mehr lohnt, es nun irgendwann mal zu veröffentlichen als einzustampfen.

    Leider bedeutet bei solchen Entwicklungshöllen nur selten "Was lange währt, wird endlich gut". Davor ist vermutlich nicht einmal ein GTA VI geschützt. Aber bei all dem Chaos, welches seit Jahren bei Ubisoft herrscht, ist es schwer vorstellbar, dass da em Ende mehr als nur eine beeindruckende Storefront mit Fantasie-Währungen für Echtgeld und damit verbundene Ingame-Mikrotransaktionen entstehen.

  3. Also gut möglich, dass da so viel Geld in die Entwicklung geflossen ist, dass es sich wohl mehr lohnt, es nun irgendwann mal zu veröffentlichen als einzustampfen.

    Irgendwie kommt man nicht drum das immer wieder mit Prince of Persia zu vergleichen, wo es halt genauso gewesen wäre, nur, dass Prince of Persia ja schon eine spielbare Version hatte, während Beyond Good & Evil 2 wahrscheinlich noch lange lange nicht soweit ist, dass es auch wirklich durchgespielt werden kann. Zumindest wär das meine Vermutung. Ich denke, das Ausscheiden von Ancel wird auch der letzte Sargnagel gewesen sein.
    An sich ists eh immer besser Spiele lieber rauszubringen, als sie einzustampfen finde ich. Selbst wenns dann eine eher enttäuschende Spielerfahrung wird. Aber so kann man zumindest seine Erwartungen runterschrauben und vielleicht doch noch etwas Spielspaß rausholen. Einige werden sich sowieso selbst dann drüber freuen, wie ich mich bei Captain Blood gefreut hab, was ja eine genauso brisante Entwicklungshölle durchlief, was man dem Spiel auch sehr anmerkt. Hatte trotzdem eine fantastische Zeit damit^^
    Und so kann man immer noch etwas vom Verlust eindämmen. Bei Prince of Persia hät man vielleicht noch fast die Kurve gekriegt und es wirklich nur mit minimalen Verlust abhaken können. Bei Beyond Good & Evil sprechen wird langsam von, wie Ubisoft es einst so schön nannte, "AAAA" Ausmaßen. Und das, bei aller Liebe zum Vorgänger, von einer Marke, die eher aufm AA Niveau Gewinne erzielt. Und wer weiß wie viele Jahre noch ins Land ziehen werden.
    Schätze mal, Ubisoft hat den Zeitpunkt einfach verpasst die Reißlinie zeitig genug zu ziehen. Dies hätte wirklich mit Ancels Weggang geschehen müssen. Und nun sitzt man da... Und es macht mir langsam eher Sorgen, dass man weiter dran festhält, weil ich etwas befürchte, was du schon anschneidest, dass man es mehr und mehr in die Game as A Service Ecke zwingen wird, wobei nicht mal das, sondern eher in die Mikrotransaktionen Ecke. Ich weiß gar nicht, wie es bei Skull & Bones aussieht. Es konnte ja tatsächlich, zumindest eine Zeit lang, kp wies aktuell ausschaut, eine kleine Spielerschafft gewinnen und so wohl wenigstens einen Teil wieder einspielen. Ich weiß aber nicht, wie stark das Ganze monetarisiert wurde am Ende, um eben so viel wie möglich wieder einzuspielen.
    Ich fürchte, dass das bei Beyond Good & Evil nochmal etwas übler werden könnte und das wäre etwas, was weder die IP, noch die Fans davon verdient hätten... Und ich denke auch, dass den Entwicklern selber es wohl auch weniger gefällt.

  4. Was man bisher zu Beyond Good & Evil 2 gesehen hat, wirkt nicht mal wie ein Beyond Good & Evil Spiel. Was war Teil 1 ein Jump n Run Spiel? Teil 2 wirkt wie ein typisches Multiplayer Open World Spiel ala Ubisoft, das überhaupt nichts mit seinem Vorgänger zu tun hat. Wundert mich, daß dieses Spiel damals bei Fans vom Vorgänger für so viel hype gesorgt hat.

    Das Game ist nun seit knapp 10 Jahren in Entwicklung, wird also Ubisofts Duke Nukem Forever. Ich denke kaum, das Teil 2 denselben Status bekommt, wie Beyond Good & Evil.

  5. Teil 1 war kein Jump & Run. Es gab Kämpfe, es gab schleichabschnitte, man ist mit diesem Boot rumgefahren und vor allem hat man einiges fotographiert.

    Letztendlich würde ich es als "Action Adventure" labeln.

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