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Zuwachs bei physischen Spielen: Der japanische Konsolenmarkt legt 2025 kräftig zu

Der japanische Konsolenmarkt hat 2025 ordentlich Gas gegeben. Neue Zahlen von Kadokawa Game Linkage und Famitsu zeigen: Hardware- und physische Softwareverkäufe sind im Vergleich zum Vorjahr um satte 138,8 Prozent gewachsen, wie auch nochmal von Otaku Soken (via Automaton Media) zusammengefasst.

Insgesamt kommt der Markt damit auf 418,13 Milliarden Yen (2,26 Mrd. Euro) – digitale Umsätze, DLCs und In-Game-Käufe sind hier wohlgemerkt noch gar nicht eingerechnet. Antreiber ganz klar: Nintendo.

Nintendo als Zugpferd

Besonders stark legte die Hardware zu. Die Verkäufe stiegen um 149,3 Prozent, während physische Spiele ein Plus von 121 Prozent verzeichneten. Als Hauptgrund gilt der Marktstart der Nintendo Switch 2 im Juni 2025. Allein die neue Konsole kam bis Jahresende auf 3,784 Millionen verkaufte Einheiten in Japan. Dazu gesellten sich weitere 1,52 Millionen Exemplare der ursprünglichen Switch. Auch andere Konsolen konnten zulegen, blieben aber deutlich dahinter zurück.

Bei den Spielen führte kein Weg an Nintendo vorbei. Mario Kart World war mit 2,668 Millionen verkauften Exemplaren das erfolgreichste physische Spiel des Jahres. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Einheiten aus dem Konsolen-Bundle als physische Verkäufe gezählt werden. Dicht dahinter folgt Pokémon-Legenden: Z-A, das auf 2,534 Millionen Verkäufe kommt – zusammengerechnet über Switch- und Switch-2-Versionen.

Natürlich ist ein Blick in die Zukunft schwierig. Obwohl z. B. mit Dragon Quest VII Reimagined und Resident Evil Requiem bereits große Spiele am Horizont stehen, steht vor allem Nintendo noch etwas unter Zugzwang. Größere Exklusivtitel für 2026 sind noch rar, vielleicht könnte aber die gemunkelte Direct im Februar Abhilfe schaffen.

Was ist eure Meinung dazu? Wie wird sich das kommende Jahr entwickeln und ist der „Zauber” der Switch 2 vielleicht schon verflogen?

via Automaton Media, Bildmaterial: Donkey Kong Bananza, Nintendo

4 Kommentare

  1. Auch die steigenden Zölle darf man dabei nicht vergessen! Die könnten die Preise weiter nach oben treiben wegen des Speicherkarte die von KI benutzt werden. Der Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa gibt sich zwar diplomatisch, macht jedoch deutlich, dass Zölle letztlich als Kostenfaktor betrachtet werden, der an die Kunden weitergereicht werden kann.

    Das betrifft nicht nur die USA, sondern potenziell den weltweiten Markt. Regionen wie Japan könnten dennoch vergleichsweise günstiger bleiben, während andere Märkte stärker belastet werden – ähnlich wie bei Mercedes-Benz, wo Fahrzeuge im Ausland teilweise günstiger zu haben sind als im Heimatmarkt.

    Am Ende trifft diese Entwicklung alle Hersteller, unabhängig von Branche oder Herkunft.

    Spätestens ab der nächsten Konsolengeneration werden stationäre Konsolen voraussichtlich vierstellige Preise erreichen. Damit dürfte sich das Thema klassische Heimkonsolen für viele Spieler schnell erledigt haben.
    Stattdessen wird uns wohl die angeblich so großartige Cloud-Gaming-Zukunft verkauft. Für mich persönlich wäre das jedoch das Ende meines Hobbys, denn genau diese Entwicklung nimmt dem Spielen alles, was es für mich ausmacht...

  2. Ich mach mir da keine Sorgen. Mittlerweile könnte ich einfach den Kram aus der Vergangenheit nochmal spielen und wenn ich durch bin habe ich so vieles vergessen, dass ich von Neuem beginnen kann.

  3. Ich mach mir da keine Sorgen. Mittlerweile könnte ich einfach den Kram aus der Vergangenheit nochmal spielen und wenn ich durch bin habe ich so vieles vergessen, dass ich von Neuem beginnen kann.

    Davon abgesehen verändern sich Spiele sowieso, wenn man sie ein zweites Mal durchspielt. Kann man in einem Zeitalter, in dem Games aufgrund des Überangebots häufig nur ein einziges Mal beendet werden, nicht oft genug erwähnen. Insofern: Re-Runs lohnen sich (meistens).:D

  4. Spätestens ab der nächsten Konsolengeneration werden stationäre Konsolen voraussichtlich vierstellige Preise erreichen. Damit dürfte sich das Thema klassische Heimkonsolen für viele Spieler schnell erledigt haben.
    Stattdessen wird uns wohl die angeblich so großartige Cloud-Gaming-Zukunft verkauft. Für mich persönlich wäre das jedoch das Ende meines Hobbys, denn genau diese Entwicklung nimmt dem Spielen alles, was es für mich ausmacht...

    Was die Preise angeht, fürchte ich, dass du recht haben könntest - und das noch, bevor die RAM-Preise durch den weltweiten Aufkauf der Speicherchips von OpenAI & Co. durch die Decke gegangen sind. Dafür wird man in der nächsten Generation allerdings auch enorm viel Leistung geboten bekommen und die Spiele dürften entsprechend herausragend ausschauen. Und gerade wegen dem hohen Leistungsniveau und der hohen Anschaffungskosten für Konsole und Spiele, hoffe ich, das die Konsolenzyklen künftig sehr viel länger werden. Klar, Sony verdient an den Konsolenverkäufen, aber eben auch an den Lizenzgebühren der verkauften Spiele. Wenn man eine leistungsstarke Plattform hat, sollte diese möglichst lange genutzt werden. Allein das reduziert schon den Kostendruck, den viele Spieler*innen unliebsam spüren.

    Vor Cloud-Gaming als Endgegner würde ich eher noch Digital-Only sehen und das wäre für mich schon ein herber Rückschlag, was mein liebstes Hobby angeht. Sehe aber beides nicht so schnell kommen. Zumindest Sony hat mehrfach betont, dem Retail-Markt auch weiterhin treu zu bleiben. Hätte Nintendo die blöden Game Key Cards nicht eingeführt, hätte mein bis dahin festes Vertrauen in sie nicht so stark gebröckelt.

    Bei den Spielen führte kein Weg an Nintendo vorbei. Mario Kart World war mit 2,668 Millionen verkauften Exemplaren das erfolgreichste physische Spiel des Jahres. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Einheiten aus dem Konsolen-Bundle als physische Verkäufe gezählt werden.

    Wer ist denn auf diese fixe Idee gekommen? Mario Kart World liegt hier ja nur als Download-Code bei. Ich freue mich über jeden physischen Verkauf, aber solche Taschenspielertricks trüben die vermeintlich guten Statistiken und News und wecken nur Zweifel an den gesamten aufgerufenen Zahlen.

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