Capcom legt sich derzeit bekanntlich mächtig ins Zeug zahlreiche beliebte Serien zu befeuern und manch brach liegende Marke zu revitalisieren. Neben Resident Evil Requiem, Pragmata und Monster Hunter Stories 3 erwartet uns in diesem Jahr etwa das Comeback von Onimusha.
Auch Mega-Man- und Okami-Fans werden in der Zukunft bedient. Fans von Dino Crisis hingegen? Schauen bis heute aus der Röhre. Abhilfe sollte hier Code Violet schaffen. Der vermeintliche „geistige Nachfolger“ der beliebten Survival-Horror-Marke, wie PlayStation nun auf Twitter bewirbt, markiert aber offensichtlich vielmehr den ersten First-Party-Fehlschuss für Sony.
Zum Zeitpunkt des Verfassens des Artikels zählt Metacritic zwar erst sieben Presse-Kritiken, die sind sich allerdings einig: Das war nix. Mit 40 von 100 möglichen Punkten rangiert der Survival-Horror-Titel von Publisher TeamKill aktuell im roten Bereich.
„Code Violet ist ein zutiefst fehlerhaftes Survival-Horror-Spiel, das Mühe hat, seine Existenz zu rechtfertigen“, schreibt etwa Azario Lopez für Noisy Pixel. Ähnlich vernichtend fällt das Fazit von Jarrett Green für IGN aus: „Code Violet ist nicht der erhoffte Nachfolger von Dino Crisis. Es taugt nicht einmal als gelungener Klon der zahlreichen anderen Third-Person-Shooter, von denen es sich die meisten Ideen abgeschaut hat.“
Bei Twitter reagiert Entwickler TeamKill Media trotzig. Man mache Spiele für die Fans, nicht für die Kritiker. „Wir entwickeln Spiele für unsere Fans und Spieler, die ihr hart verdientes Geld für unsere Spiele ausgeben und uns unterstützen, nicht für Kritiker. Die Fans haben uns zur Nummer eins gemacht und haben Spaß an unserem „veralteten” Old-School-Gameplay.“
Zuvor wurde der Titel bereits von der Kontroverse begleitet, nicht für Steam zu erscheinen. Die Begründung seinerzeit: Man wollte vulgäres Modding vermeiden und SynchronsprecherInnen schützen. Nun, sieht ganz so aus, als würden PC-SpielerInnen nicht allzu viel verpassen.
Bildmaterial: Code Violet, TeamKill Media

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