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Sony ist nochmal auf Einkaufstour und schnappt sich eine 75 Jahre alte Marke

Kürzlich hat sich Nintendo die Bandai Namco Studios Singapore unter den Nagel gerissen und kurz vor Weihnachten ist auch Sony nochmal in Einkaufslaune. Für 457 Millionen US-Dollar hat man sich die Mehrheit an Peanuts Holdings LLC geschnappt, was auf den ersten Blick einige Sony-Fans vermutlich irritiert zurücklässt.

Die Peanuts? Die mit Charlie Brown und Snoopy? Ja, genau die. Sony hielt bereits 38 Prozent an Peanuts Holdings LLC und hat seine Anteile durch den Kauf von 41 weiteren Prozenten des kanadischen Medienunternehmens WildBrain gesteigert. Vorbehaltlich des Abschlusses und den behördlichen Genehmigungen hält Sony jetzt die Mehrheit.

Die restlichen gut 20 Prozent hält die Familie von Charles M. Schulz, der die Peanuts 1950 aus der Taufe hob. Der Comiczeichner verlangte, dass die Serie nach seinem Tod nicht fortgesetzt wird. Doch seitdem gab es trotzdem neue Comics. Die Peanuts Holdings LLC übernimmt seitdem das Management rund um die Marke – die jetzt bald Sony gehört, wie Variety zuerst berichtete.

Sony Pictures Entertainment soll in Zusammenarbeit mit Sony Music Entertainment (Japan) fortan die Leitung der Peanuts Holdings LLC übernehmen. Shunsuke Muramatsu, Präsident und CEO der SMEJ-Gruppe, zeigt sich „begeistert, den Wert der Marke ‚Peanuts‘ durch die Nutzung des umfangreichen globalen Netzwerks und des kollektiven Fachwissens der Sony-Gruppe weiter steigern zu können.“

Und warum die Peanuts? Snoopy und Charlie Brown sind speziell in Japan extrem beliebt und teilweise sogar populärer als Disney-Charaktere. In Japan gibt es ein Snoopy-Museum, ein Themencafé und sogar ein Snoopy-Hotel. Mit Snoopy will Sony sein Unterhaltungsgeschäft weiter ausbauen.

via TheGamer, Bildmaterial: Sony

3 Kommentare

  1. Die restlichen gut 20 Prozent hält die Familie von Charles M. Schulz, der die Peanuts 1950 aus der Taufe hob. Der Comiczeichner verlangte, dass die Serie nach seinem Tod nicht fortgesetzt wird

    Soviel zum letzten Wilen eines verstorbenen Mannes... ach scheiß drauf, damit kann man GELD machen... was soll denn der verstorbene bitte noch dagegen tun ...

    Absolut verachtenswert von Sony, aber solang genug Geld fließt ist ja alles möglich

  2. Die restlichen gut 20 Prozent hält die Familie von Charles M. Schulz, der die Peanuts 1950 aus der Taufe hob. Der Comiczeichner verlangte, dass die Serie nach seinem Tod nicht fortgesetzt wird

    Soviel zum letzten Wilen eines verstorbenen Mannes... ach scheiß drauf, damit kann man GELD machen... was soll denn der verstorbene bitte noch dagegen tun ...

    Absolut verachtenswert von Sony, aber solang genug Geld fließt ist ja alles möglich


    Schau dir auch an, was Tolkien Estate mit Mittelerde veranstaltet. Mit dem Tod von Christopher Tolkien und seitdem Simon Tolkien das Erbe verwaltet, wird die Marke ausgeschlachtet. Das letzte Heiligtum, neue Bücher zu schreiben, daran hat man sich noch nicht gewagt bisher.

    Sobald der Schöpfer nicht mehr da ist und die Familie, in vielen Fällen auch irgendwelche Firmen sofern keine Familienangehörige mehr existieren, ist der Weg frei. Gibt da nur wenige Beispiele, wo nachträglich wirklich die Finger von gelassen wurden und das ist bei Tim & Struppi der Fall, wo Hergé auch den ausdrücklichen Wunsch hatte, dass die Reihe nach seinem Ableben nicht fortgeführt wird. Das ist bis heute nicht geschehen.

    Bei den Peanuts sehe ich aktuell weniger die Schuld bei Sony sondern eher bei den vorherigen Rechteinhabern. Weiß jetzt nicht, inwieweit die Familie da noch involviert ist. Ich weiß auch nicht genau, inwiefern da nun neue Comic-Strips produziert worden sind. Den letzten großen Lizenz-Deal gab es aber mit Apple und da sind einige sehr schöne Serien und Specials entstanden. Aber ich stimme halt zu, dass es ne Schande ist, wenn die Wünsche des Schöpfers nach seinem Tod eben nicht respektiert werden. Das Originalmedium bei den Peanuts sind halt die Comic-Strips, die gab es zuerst.

    Für Sony aber ist das kein schlechter Deal. Und hätte, meiner Meinung nach, in schlechtere Hände fallen können. Besonders da Sony keine eigene Streaming-Plattform hat muss man sich keine großen Sorgen machen, dass nun irgendein Content-Gatekeeping betrieben wird. Japanische Firmen sind generell dafür bekannt, bei traditionsreichen Marken nichts großartig zu verändern. Die Peanuts sind allen voran natürlich durch Snoopy immer noch eine große Marke. Alleine die Rechte an dem ganzen Merch zu haben und Lizenzen zu vergeben ist eine kleine Goldgrube, die man da nun hat.

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