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Die Macher erklären uns, wieso Tactics Ogre: Reborn eine deutsche Lokalisierung erhielt

Seit einigen Tagen ist Tactics Ogre: Reborn erhältlich. Das ist gut, denn einerseits ist der SRPG-Klassiker gut. Andererseits war er nicht mehr so leicht zu spielen. Das Original ist gar nicht in Europa erschienen und das Remake Let Us Cling Together war bis vor wenigen Wochen auf der alten PSP „gefangen“ – höchst Zeit für moderne Plattformen!

Square Enix spendierte dem Klassiker eine aufwendige Überarbeitung und erfreulicherweise sogar erstmals auch eine deutsche Lokalisierung. Für ein Nischen-Titel wie Tactics Ogre nicht selbstverständlich und längst nicht allen Square-Enix-Spielen wird diese Ehre zuteil.

Wir sprachen mit Producer Hiroaki Kato und Game Director Takashi Katano über Tactics Ogre: Reborn und auch darüber, was zur Entscheidung geführt hat, das Remake aufwendig zu lokalisieren. Natürlich können Kato und Katano nichts dazu sagen, wieso beispielsweise Star Ocean: The Divine Force nicht mehrsprachig lokalisiert wurde.

Aber Einblicke in die Entscheidungsfindung bei Tactics Ogre: Reborn konnte man natürlich bieten. Die Entscheidung für Sprachoptionen unter anderem für Französisch, Deutsch und Spanisch muss auch finanziell gestützt sein. Wir wollten wissen:

Auf welcher Grundlage haben Sie diese Entscheidung getroffen? Es gibt viele Nischenspiele, die „nur“ eine englische Lokalisierung erhalten. „Die PSP-Version unterstützte nur Englisch und Japanisch, aber als ich daran arbeitete, hatte ich immer das Gefühl, dass ich Tactics Ogre in mehr Sprachen anbieten wollte, wenn ich eine weitere Chance bekäme, es zu entwickeln, damit SpielerInnen in Europa und darüber hinaus in den Genuss der erstaunlichen Geschichte kommen, die das Spiel erzählt“, erklärt Kato.

Eine einfache Entscheidung, offenbar. Kato lässt durchblicken, dass es vor allem an der tiefgründigen und verzweigten Story liegt, die man in der Muttersprache einfach besser verstehen und genießen kann. „Diese sorgfältig ausgearbeitete Geschichte mit parallelen Handlungssträngen und einem Ensemble von Charakteren mit unterschiedlichen Motivationen und Idealen hat sich wirklich bewährt und bietet außerdem mehrere verzweigte Erzählstränge, die von den Entscheidungen der SpielerInnen abhängen und jeweils ihre eigenen schockierenden und denkwürdigen Ereignisse haben“, so Kato weiter.

„Diese wunderbare Geschichte den Spielern in ihrer eigenen Muttersprache anzubieten, erhöht die Tiefe des Verständnisses und das Gefühl der Dramatik noch weiter“, glaubt der Producer. Im Falle von Star Ocean: The Divine Force hätte eine deutsche Lokalisierung für viele Fans das Verständnis sicher auch erhöht. Hier hat Square Enix andere Entscheidungen getroffen.

Lest in Kürze das ganze Interview hier auf JPGAMES.DE!

Bildmaterial: Tactics Ogre: Reborn, Square Enix

4 Kommentare

  1. Welch Doppelmoral in der Begründung, aber egal, natürlich kann der Typ zu Star Ocean nix sagen, hat ja schließlich nicht dran mitgearbeitet, wenn ers also wagen täte da was zu kommentieren, was die Entwicklung ins schlechte Licht rücken täte, dann bekäm er intern von SE eh nur n Anschiss und wäre schlimmstenfalls sein Job los.

    Aber undabhängig des ausgebliebenen Kommentars, weiss man auch so, warum SO6 keine Loka auf Deutsch erhielt. TOR is schlichtweg das kleinere Spiel von beiden und nicht so textintensiv.
    Je weniiger Text zu übersetzen ist, desdto schneller und günstiger die Loka.
    SE ist n riesiger geldggieriger Haufen, die überlegen sich n drehen jeden Cent 10x um, bevor sie ihn investieren tun.

    Und wenn du dich entscheiden müsstest als Finanzmanager von SE Geld zu nutzen für ne IP die es zu beleben gilt, deren Vorgänger/Original nie negativ aufgefallen sind, oder in eine IP, deren letzter Ableger von der breiten Fangemeinde als großer Flop betitelt wird, dann wird sich jeder Manager für das entscheiden, was er als bessere zukunftssichere Investition betrachtet, mit am wenigsten Risiko.

    Gleiches gilt für Valkyrie Profile, deren Vorgänger beide hoches Ansehn haben, nicht extrem negativ auffielen, spiele die gut gealtert sind.
    Das kann man bei SO leider nicht behaupten, SE hat aber auch keinem einzigen Teil nach 2 mehr den Aufwand in die Reihe investiert, wie es nötig gewesen wäre, um die Spielreihe auf ein qualitatives Level zu heben, mit dem sich SE erfolgreich aus dem ewigen Schatten von Final Fantasy und Dragon Quest hätte lösen können als starkes drittes Zugpferd.
    FF ist aber so dermaßen omnipräsent als Marke und melkbare eierlegende Wollmilchsau, dass SE keinerlei Veranlassung darin sieht sich mit SO wirklich was Großes aufzubauen, um damit die Nische der Space-Games zu dominieren.

    Mit FF14 allein macht SE so viel Kohle in nem Jahr, davon hätt man locker SO6 xfach produzieren können, da wären wir schon, wenn man nur wollte bei SO9 oder so xD

    TOR brauch grad mal nur ca 15 GB
    SO6 ist mehr als 3x so groß

    Darüber hinaus hat SO6 Voice Acting, also viel Vertontes, das mit Texten synchronisiert werden muss, damit das was gesagt wurde auch haargenau mit den Texten übereinstimmt. Haste bei TOR doch so in dem Ausmaß alles nicht.
    TOR ist halt nur ne B-Titel Produktion, keine AA-Produktion wie SO6, wo andere Mengen an Geldern fließen und Geld ist und bleibt der ewige Beweggrund Nummer 1, warum Spiele ne Loka kriegen, oder nicht und nicht so schmierige heuchlerische schön auswendig geübte PR-Sätze, wie "man wollte das die Leute diese "wunderbare Geschichte" besser verstehen können.


    Komisch nur, warum man das damals nicht beim Original auch wollte, tja es lag halt am fehlendem


    G E L D !!!
  2. Kaiserdrache schrieb:

    TOR brauch grad mal nur ca 15 GB
    SO6 ist mehr als 3x so groß
    Ich würde das nicht allein an der Größe des Spiels festlegen. Die alten RPGs, TRPGs sind sehr textlastig gewesen. Wir können auch gerne das Remaster von Baldurs Gate 1 und 2 nehmen. Beide zusammen auf der Collection nur 6 GB, aber Baldurs Gate 2 hat schon einen Scriptcount weit über einer Million und keine erneute dt. Vertonung bekommen, wobei es von beiden eine damals gab (Bei den Texten selbst müsste ich nochmal nachschauen). Textfiles sind nicht gerade groß. Das an der GB-Zahl festzumachen ist ne ziemlich unsichere Geschichte.

    Wie du schon sagst, das Voice Acting wird der springende Punkt sein. Ansonsten würde ich mal behaupten das Tactics Ogre mehr geschriebenen Text hat als SO6.
  3. Gibt ja auch noch die Variante englisch/japanische Tonspur und deutsche Texte.
    Am Ende wird es wohl immer eine Business Entscheidung sein. Was dann irgendwie wieder die deutsche Version von Tactics Ogre nicht erklärt :D
  4. Fayt schrieb:

    Kaiserdrache schrieb:

    TOR brauch grad mal nur ca 15 GB
    SO6 ist mehr als 3x so groß
    Ich würde das nicht allein an der Größe des Spiels festlegen. Die alten RPGs, TRPGs sind sehr textlastig gewesen. Wir können auch gerne das Remaster von Baldurs Gate 1 und 2 nehmen. Beide zusammen auf der Collection nur 6 GB, aber Baldurs Gate 2 hat schon einen Scriptcount weit über einer Million und keine erneute dt. Vertonung bekommen, wobei es von beiden eine damals gab (Bei den Texten selbst müsste ich nochmal nachschauen). Textfiles sind nicht gerade groß. Das an der GB-Zahl festzumachen ist ne ziemlich unsichere Geschichte.
    Wie du schon sagst, das Voice Acting wird der springende Punkt sein. Ansonsten würde ich mal behaupten das Tactics Ogre mehr geschriebenen Text hat als SO6.
    Natülich kann man das nicht, es ist aber unleugbar ein klares Indiz dafür, dass das Spiel in vielerlei Hinsicht eindeutig technisch größer und komplexer ist, als TOR, was mehr Aufwand bedeutet und mehr Aufwand heist mehr Kosten, gleich geringerd Chance für Lokalisierung, wenn nur begrenztes Budget da ist und der Manager des ganzen vor der Entscheidung steht, ob es besser ist von ingesamt 4 Spielen in Zeitraum X 3en ne Loka mit Geld Y zu spendieren, wohlwissend dass das Geld nicht für alle 4 reicht und eins der 4 das schwarze Schaf ist, welches negative PR zuletzt als Futter hat

    Oder lieber ein großen Teil von Y nutzt das schwarze Schaf reinzuwaschen, zu entpilzen, aufzupeppeln mit viel Aufwand, mehr als dieses Schaf je in seiner Existenz erlebt hat seit dem zweiten Wurf,, mit der Prämisse, das dafür 3 andere Schafe zu wenig Futter kriegen, um groß, stark und flauschig zu werden und nicht Abnehmer genug haben, weil diesdn die Wolle misfällt.

    Also lieber zum Scherer gegriffen und das schwarze Schaf mal wiedert rasiert!!

    In diesem Sinne


    Määh

    :D
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