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Noch etwa fünf Jahre: Nintendo sieht die Switch erst in der Mitte ihres Lebenszyklus

Erinnert ihr euch noch an die Gerüchte um eine Nintendo Switch Pro? Letztlich bekamen wir die Nintendo Switch OLED-Modell. Die Sehnsüchte der Nintendo-Fans nach einer technisch stärkeren Konsole sind natürlich begründet. Die Kluft zu Xbox und PlayStation wird immer größer und auch wenn das derzeit noch kein Problem ist, kann es durchaus eines werden.

Dass Nintendo schon an einer Konsole der „nächsten Generation“ arbeitet, das wissen wir. Auch, dass sie irgendwann in diesem Jahrhundert erscheinen soll. Auf die nächsten drei bis vier Jahre solltet ihr dabei aber wohl nicht wetten.

Wie Shuntaro Furukawa in einer Fragerunde am Rande der Vorstellung der aktuellen Geschäftszahlen sagte, sieht Nintendo die Switch erst bei der Hälfte der Lebenszeit. „Über das nächste Spielsystem können wir uns derzeit noch nicht äußern“, so Furukawa kurz angebunden auf eine entsprechende Frage.

Danach führt er aus: „Es ist das fünfte Jahr seit der Einführung von Nintendo Switch und der gesamte Hardware-Abverkauf hat die 90-Millionen-Grenze überschritten. Wir sehen das System in der Mitte seines Lebenszyklus.“

Mal hart nachgerechnet: 2026 ginge die Switch dann langsam auf ihr Ende zu. Bis dahin kann noch viel passieren. Vor allem aber will man bis dahin noch eine ganze Reihe Switch-Konsolen absetzen.

Switch für jeden Spiel- und Lebensstil

„Die Einführung des OLED-Modells hat zusätzlich zum Verkaufsmomentum beigetragen. Wir bieten Verbrauchern jetzt drei Switch-Modelle an, die jeweils zu ihrem Spiel- und Lebensstil passen, sowie eine breite Palette an Software“, so Furukawa.

„Wir glauben, dass damit ein Fundament für Wachstum gelegt ist, das über den üblichen Hardware-Lebenszyklus hinausgeht“, sagt Furukawa weiter. Wohl wissend, dass ein bis zu zehnjähriger Hardware-Zyklus durchaus unüblich wäre.

Was meint ihr, will sich Nintendo hier nur nicht in die Karten schauen lassen und die Switch eher totsagen als nötig? Oder erwarten uns tatsächlich noch vier bis fünf blühende Switch-Jahr?

via Nintendo, Bildmaterial: Nintendo

35 Kommentare

  1. Fayt schrieb:

    Ich seh schon diesmal hab ich wohl die unpopular opinion karte erwischt. xD
    Nein, ich denke du bist da eigentlich noch "gut" dabei, ich denke da bin eher ich das Problem, weil ich ein Mensch bin der sich insgesamt "längere" Konsolen-Zyklen wünscht, aber dafür gerne in der Mitte eine Pro-Variante möchte damit man technische Freiheiten in Form von FPS, Auflösung und Grafik besser liefern kann. Es scheint sich zwar zum Glück der Trend durchzusetzen, das auch in der jetzigen Gen mehr und mehr Spiele verschiedene Modi je nach bedarf anbietet, macht aber trotzdem einen Unterschied ob man eine Grundplattform hat wo man sagt: Das ist jetzt der technische Standart, hier versuchen wir das BESTE aus der Hardware rauszuholen bei 1080p/30fps (oder von mir aus auch irgendwann ab 4K) und dann kommt eine technisch stärkere Konsole die dafür 4k / 60 FPS und co bietet, oder ob ich jetzt die Grundplattform als Basis hernehme und dafür etwas an technischen Sprung verzichte, weil ich halt nach unten hin optimieren muss.

    Nintendo Switch darf gerne noch ein paar Jahre so weitermachen, habe ich kein Problem damit. Würde mir aber dafür wünschen das noch eine Switch Pro kommt, und außerdem, das die nächste Gen AK ist.


    Fayt schrieb:

    Womit du sicherlich eine Ausnahme im riesigen Ozean der Spieler bist. Ich kenne soviele die beim leisesten Windhauch der nächsten Gen ihre alte in Zahlung geben.
    Ich schätze mal für dich wird das etwas "schlecht" nachvollziehbar sein, aber es gibt viele Gründe warum man sich von älteren Konsolen verabschieden kann. Bspw. ist es auch immer eine Frage des Platzes und ob es dann Sinn macht die Konsole im Regal zu verstauen, und noch mehr ob man wirklich die Motivation findet sie dann auch mal rauszukrammen.

    Mein persönliches Problem ist aber, das jede neue Gen einfach mit "Vorteilen" kommt, die ich bei den alten nicht mehr missen möchte. Aktuell merke ich es bspw. bei der Playstation 4 wo ich einfach unglaublich die Motivation verliere, weil ich einfach immer noch kein Freund vom Dualshock 4 bin, auch wenn ich ihn besser als die älteren finde, ist es für mich einfach immer noch nicht in der Liga eines Xbox Controllers. Wenn ich dann jetzt aber auch noch den Kontrast dazu den Dualsense Controller habe (und Sony - wie sie halt wie immer sind, erlauben halt nicht das du Dualsense auf der PS4 nutzen kannst...selbst ohne den adaptive trigger features und co) dann ist die Motivation noch flacher und warte lieber bis ich glück habe eine PS5 zu ergattern. Und Gamepad & handlichkeit ist für mich so oder so ein Problem, ich bekomme vorallem bei den "klassikern" schnell mal unglaublich "physisch" schmerzen - NES ist für mich komplett unspielbar. Aber auch abseits davon, warum soll ich bspw. noch auf einer Xbox / 360 / One spielen wollen, wenn ich damit auch für mich essenzielle Features wie bspw. Quick Resume verzichten muss.

    Und für mich ist das halt das Problem an der Sache, weshalb für mich AK so enorm wichtig ist. Bei Software selber bin ich im Allgemein sehr offen, habe zwar (wie wir das Thema schonmal hatten) trotzdem auch die Ansicht das es Spiele gibt, die schlecht altern, insgesamt gibt es eine Menge an großartiger Spiele die sich heute genauso gut spielen. Ich mag nur nicht auf alter Hardware zocken... und mit "alt" inb4 jemand zum motzen anfängt meine ich jetzt nicht etwas rückständige Technik ala Switch, sondern wirklich last gens.


    Champloo schrieb:

    Statt auf schlechte Portierungen zu setzen, wäre ich für einzigartige Entwicklungen für die Switch - wie das neuste Cruis'n oder Need for Speed Nitro auf der Wii. Ich denke jedoch, dass es einfacher ist, die unoptimierte Kopie eines bestehenden Games „herunterzuskalieren“, statt etwas Eigenes zu entwickeln. Am Ende stehen Nintendo viele Türen für Optimierung offen. Mir wäre eine neue, abwärtskompatible Konsole lieber, als so etwas, wie der New 3DS - eine Mid-Gen-Konsole, die zwei, drei exklusive Spiele bekommt, welche auf dem Basismodell nicht laufen.
    1. Würde ich mal behaupten das diese "Downscalced" Ports wie du sie beschreibst, alles andere als "unoptimiert" sind. Die Tatsache das sie überhaupt laufen auf der Switch zeigt wieviel Optimierungsprozess drinn steckt(und ich rede jetzt mal wirklich von den guten Ports ala Witcher oder Doom, nicht solche Vollkatastrophen die zum Glück eher selten sind ala Ark).

    2. Was mich an dieser Argumentation immer stört sind halt zwei große Punkte. 1. Lese ich wirklich ausschließlich diese Kritik nur von Leuten, die sowieso nicht die Zielgruppe der Port sind. Weißt du wieviele Leute ich (IRL) kenne, aber auch Online-Feedback zu lese von Leuten zu bspw. The Witcher 3, das sie "endlich" überhaupt mal das Spiel zocken dürfen oder auch Leute die einfach eine Portable Version unbedingt wollten und die Abstriche nicht stört. Die Leute die "motzen" sind oftmals die Leute, die ohnehin zur "besseren" Version greifen können(oder schon längst haben) weil sie eben eine der anderen 2 Konsolen haben oder gar PC(letzteres ist für mich dann immer enorm Konfus, aber dazu gleich mehr) und auch keinen Mehrwert für die Abstriche sehen es überall mitnehmen zu können? Was mich zum zweiten Punkt bringt, warum man in solchen Sachen nicht einfach mal das Motto "Leben und Leben lassen" verfolgen kann. Wenn du das Spiel ohnehon woanders spielen kannst, warum rummaulen für einen Port der nicht "deinen Ansprüchen" entspricht. Warum den Mehrwert herunterspielen für die Allgemeinheit (weil es gibt Leute die behaupten gerne es braucht keiner) wenn es mehr als genügend Leute gibt, die darin einen Mehrwert finden und sich über solche Ports freuen.

    Bez. PC Player: Ich halte es für die größte Stärke des PC's das man eine hohe Reichweite an Hardware hat auf die Spieler zocken können heißt, man muss nicht immer die aktuellste Hardware haben um ein Spiel starten / spielen zu können und jeder kann sich Individuell auf seine eigene Schmerzgrenze einstellen. Kenne PCler die heute noch mit 720p & 30fps zocken können, weil sie nicht immer die aktuellste Hardware brauchen, andere wiederum brauchen highend und arrangieren sich mit 30fps bei der höchsten Graphicfidelity, wiederum andere brauchen 120fps ohne kompromiss. Der Punkt ist, die Freiheit der Entscheidung ist eines der stärksten Güter des PC's, das man aber einen Konsumenten die Freiheit der Etnscheidung auch bei Konsolen absprechen muss, das ist das Merkwürdige für mich.
  2. LightningYu schrieb:

    1. Würde ich mal behaupten das diese "Downscalced" Ports wie du sie beschreibst, alles andere als "unoptimiert" sind. Die Tatsache das sie überhaupt laufen auf der Switch zeigt wieviel Optimierungsprozess drinn steckt(und ich rede jetzt mal wirklich von den guten Ports ala Witcher oder Doom, nicht solche Vollkatastrophen die zum Glück eher selten sind ala Ark).
    Ich meinte in erster Linie die schlecht optimierten Ports. The Witcher 3 und Alien Isolation halte ich sogar für Vorzeige-Umsetzungen auf der Switch und ziehe meinen Hut vor der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt. Wenn alle Ports so aussehen und laufen würden, hätte ich auch nichts zu 'meckern'. Hervorheben möchte ich hier auch die Atelier/Blue Reflection-Entwickler, die durch immer besser werdende Ports ihrer Spiele gezeigt haben, dass Potential ausgebaut werden kann.

    Leider gibt es jedoch viele Titel, die man besser auf die Switch hätte realisieren können - nicht nur Ark. Die ganze Palette an Compile Hearts-Spielen, beispielsweise, läuft selten mit stabilen 30 FPS. Gleiches gilt für Games von Falcom, speziell die Ys-Titel - die jedoch wiederum nicht ganz so schlecht realisiert wurden, wie bei Compile/NISA.

    Klar, für die Spieler, die sich keine andere Konsole kaufen wollen bzw. leisten können, sind die Umsetzungen generell eine feine Sache. Ich persönlich würde meiner Switch mehr Aufmerksamkeit schenken, wären besagte Umsetzungen etwas besser. Gäbe es die Utopie, dass alle Ports die stabilen, durchgehenden 720p, 30 FPS halten könnten, wären meine 'stärkeren' Konsolen vermutlich nicht mehr/kaum noch in Gebrauch.
  3. Koji schrieb:

    Vielleicht muss man das Konzept von Spielekonsolen grundsätzlich ändern, ohne so eine Abhängigkeit von Lebensyzyklen zu haben.
    Gute Idee, aber wie geht das in der Praxis? Konsolen mit austauschbaren Komponenten? Streaming? Fände ich alles nicht so prickelnd.

    Ist die Technik überhaupt so schnell fortschreitend, damit sich sowas lohnen würde?
  4. Fur0 schrieb:

    Koji schrieb:

    Vielleicht muss man das Konzept von Spielekonsolen grundsätzlich ändern, ohne so eine Abhängigkeit von Lebensyzyklen zu haben.
    Gute Idee, aber wie geht das in der Praxis? Konsolen mit austauschbaren Komponenten?
    Wenn ich mich recht erinnere (wovon ich hierbei doch sehr überzeugt bin) , war doch sogar vor einigen Jahren mal die Rede von genau Dem (austauschbare Komponenten) . Dachte eigentlich schon, dass PS5 und XBox Series schon soetwas im "größeren Stil" zu bieten haben werden. Aber...Nix da...so wie es scheint...werden ja bestimmt auch spätere Revisionen / Pros / Lites nicht Sowas bieten. Also mal schauen, wie es dann mit der NEXT-Gen wird. :whistling:
  5. Fayt schrieb:

    ElPsy schrieb:

    Es macht in dem sinne Sinn, wenn die Konsole so schlecht ist das sie die Entwickler ihre Spiele nur noch mit großen aufwand gut zum laufen bringen. Die Lösung dafür wäre halt stärkere Konsolen zum Launch herauszubringen die dann länger technisch aktuell bleiben, aber leider wird das nicht funktionieren da die wenigsten dazu bereit sind 800€ für eine Konsole auszugeben (500€ ist für die meisten die Grenze). Somit sind halt Lebenszyklen von 6-8 Jahren und ziwschen Generationen der beste Kompromiss.
    oder man bleibt einfach auf dem Level der Technik. Ich seh das kritischer, wir landen noch bei Zyklen wie bei Handys, das die Leute das möchten zeigt eigentlich nur die eigene Verschwendungssucht.Womit du sicherlich eine Ausnahme im riesigen Ozean der Spieler bist. ^^ Ich kenne soviele die beim leisesten Windhauch der nächsten Gen ihre alte in Zahlung geben.
    Wenn die Switch bei einfachen Games nicht immer wieder aus dem letzten Loch pfeiffen würde, schon damals bei Hyrule Warriors oder Breath of the Wild und eben auch heute bei Metroid Dread also Nintendo eigenen absolut optimierten Titeln, würde ich zustimmen dass so ein Wechsel unnötig ist. Leider ist die Technik aber nicht Recht ausgereift, ähnlich wie ich die Technik der PS3, obwohl ein Powerhaus, nicht gut fand und dagegen wiederum etwas einfacheres wohl besser gewesen wäre. Verschwendungssucht wäre es wirklich unbedingt jährlich wechseln zu wollen, wie
    mancher mit Handys, ohne wirklich guten Grund aber ich finde es schon sehr bedauerlich, dass die Switch kontinuierlich damit zu kämpfen hat ein flüssiges Spielerlebnis zu bieten.
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