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Final Fantasy XV feiert 5. Geburtstag – ein Rückblick auf ein außergewöhnliches Final Fantasy

Heute vor fünf Jahren ist Final Fantasy XV erschienen. Auch Square Enix erinnert heute daran mit einem Tweet. Die fünf Jahre vor der Veröffentlichung waren ebenso ungewöhnlich und außergewöhnlich wie die fünf Jahre nach der Veröffentlichung.

Aber eigentlich reicht die Geschichte natürlich noch viel länger zurück. Die Entwicklung des Spiels begann 2006, kurz vor der Ankündigung bei der E3 2006 als Final Fantasy Versus XIII. Besonders der Story des Spiels merkt man die vielen Jahre, viel Personal und vielen Änderungen an.

Noch Jahre nach der Veröffentlichung bastelte Square Enix weiterhin an Final Fantasy XV. Nach einem ersten Season-Pass, der unter anderem die Charaktere Gladiolus, Ignis und Prompto näher beleuchtete, kündigte Square Enix 2018 weitere vier DLCs unter dem verheißungsvollen Titel „The Dawn of the Future“ an.

Bis es nach zwei Jahren zum unrühmlichen Abschluss kam. Hajime Tabata verließ die Firma und man nutzte die Feierlichkeiten zum 2. Geburtstag, um drei von vier weiteren DLCs einzustampfen. Die DLC-Episoden zu Aranea, Lunafreya und Noctis wurden ersatzlos gestrichen.

Später veröffentlichte Square Enix mit Final Fantasy XV: The Dawn of the Future* (ausgerechnet heute im Angebot) ein Buch, das die Ereignisse, die für diese DLCs geplant waren, zumindest in Textform wiedergab und so einige Lücken schließen konnte. Wenn man sich denn als FF-XV-Spieler überhaupt noch dafür interessierte.

Im März 2021, in diesem Jahr erst, erschien dann Final Fantasy XV: The Official Works* im Westen. Es war das letzte Puzzleteil eines großen, bis heute unvollendeten Puzzles. Es gibt eine Chronologie rund um Final Fantasy XV, in der die Ankündigung (Final Fantasy Versus XIII) ebenso zur Sprache kommt wie die Demo Episode Duscae und die Platinum Demo. Und natürlich auch der Rest des FF-XV-Universums wie Brotherhood und Kingsglaive.

Final Fantasy XV hat einen außergewöhnlichen Platz in der Final-Fantasy-Historie. Viele von euch – und auch von uns – haben einen Drittel ihrer Lebenszeit auf dieses Spiel gewartet. Viele Fans mochten es, die Presse mochte es auch. Dennoch wird bei vielen immer das Gefühl bleiben, dass das Spiel um einiges besser hätte sein können.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie seltsam sich das letzte Viertel des Spiels spielte. Und wie mir erhebliche Story-Einschnitte völlig beiläufig, erheblich gekürzt und scheinbar zufällig erzählt wurden. Ich mochte die Boy-Group um Noctis wirklich sehr. Ich hätte Final Fantasy XV gerne mit allen Inhalten erlebt, die es hätte haben sollen.

Anlässlich des heutigen Geburtstags hat Square Enix den Soundtrack zum Spiel übrigens bei verschiedenen Streaming-Anbietern zugänglich gemacht. Teilt gerne eure Erinnerungen!

Bildmaterial: Final Fantasy XV, Square Enix

29 Kommentare

  1. Josti schrieb:

    Im Ernst, wer schreibt solche Dialoge?
    Saori Itamuro, Akiko Ishibashi und Takumi Nishi da haben das Skript zu Final Fantasy XV geschrieben.
  2. Josti schrieb:

    Für das haben die drei Leute gebaucht? :D
    Ja, vielleicht dachten Tabata und Matsuda, das einer nicht genug war? Keine Ahnung warum man drei Leute gebaucht haben.
  3. Ich habe FF XV vor nicht allzu langer Zeit beendet. Es war wirklich kein gutes Spiel, aber hatte gewisse interessante Aspekte. Zumindest in der Royal Edition. Die DLC waren mit das beste am Spiel.

    Kampfsystem:
    Hat mir überhaupt nicht gefallen. Immer wenn ich mal kurz dachte, es könnte Spaß aufkommen, wurde es durch irgendwas wieder zunichte gemacht. War einfach unpräzise und blöd. Ardyn (im DLC) war komischerweise der eindeutig bessere Lucis, was die Skills und Steuerung angeht. Er war zwar auch durchaus etwas op, aber mit ihm hat das Kämpfen echt Spaß gemacht. Selbst das Gameplay von Promto und Ignis war innerhalb des DLCs deutlich besser als alles im Hauptspiel.
    Die Dungeons, die immer viel zu eng zum Kämpfen waren, haben auch nicht grade dazu beigetragen es besser zu machen. Und wieso konnte man da bitte nicht speichern??

    Story/Charaktere:
    Das generelle Pacing und die Erzählweise empfand ich auch als ziemlich schlecht, obwohl die Story Potential hatte, das ist das traurigste. Und das ist mir vermutlich auch nur durch die Kombination des Hauptspiels mit Kingsglaive und den DLC bewusst geworden. Das reine Basisspiel hat einem so gut wie keine Hintergründe und Emotionen näher gebracht. Bis ganz am Schluss ein bisschen, aber da war es dann eigentlich schon zu spät…
    Ebenso schade war, dass ich durch die DLC Promto und Ignis, welche ich vorher beide gar nicht mochte ein bisschen besser leiden konnte und nachvollziehen konnte, aber da war das Spiel ja praktisch schon am Ende (wenn man die DLC an die Stellen packt, wo sie chronologisch hingehören und Sinn machen). Und von Ignis hatte man danach Gameplaytechnisch gar nichts mehr… nachdem ich grade die Vorzüge seines Kampfstils entdeckt hatte, hurra. Noctis war auch die ganze Zeit einfach ein verzogenes Blag und richtig unsympathisch. Hab mich jedes Mal gefreut, wenn Gladio ihm mal die Meinung gegeigt hat.
    Die ansprechendsten und interessantesten Charakteren waren für mich Ravus (Lunafreyas Bruder) und Aranea. Beide kamen viel zu kurz und wären auch tolle spielbare Partymitgleider gewesen, aber leider nein. Auch Ardyn war interessant und nachvollziehbar (nachdem man den DLC gespielt hat, denn im Basisspiel kommt seine Erklärung ebenfalls viel zu kurz und wirkt überzogen). Generell erfährt man in seinem DLC auch ein paar Interessante Aspekte zur Welt und Lore, die dem Hauptspiel auch gutgetan hätten.
    Auch wie zum Ende hin sich die Story insofern auf das Gameplay auswirkt, dass die Tage kürzer und Nächte länger werden, ist eine gute Idee, leider spieltechnisch weniger gut, weil ich es hasste nachts unterwegs zu sein, da man einfach nichts sieht. Generell hätte einem dieser Umstand und später die ewige Nacht am Ende des Spiels aber rein storytechnisch noch länger und intensiver vermittelt werden müssen. So ging am Ende einfach alles zu schnell um wirklich Eindruck zu hinterlassen.

    Nebenquests/Sonstiges:
    Nebenquests hab ich gemieden so gut es ging, weil die einfach langweilig und Zeitverschwendung waren. Generell lud mich die Welt auch so überhaupt nicht dazu ein, sie zu „erkunden“. Dieses minutenlange Fahren mit dem Auto um einen neuen Ort zu erreichen… und die generellen Ladezeiten sind ein Graus.

    Musik:
    Bei der Musik gab es einzelne wirklich sehr gute Stücke, wie das Thema im Titelbildschirm (bevor man das Spiel beendet. Ich glaube „Somnus“?). Auch die Stücke der Titelbildschirme von den DLCs waren überwiegend sehr gut und episch (besonders „Shield oft he King“ vom Gladio DLC). Generell könnte mir die Musik aus den DLC besser gefallen haben. Aus dem Hauptspiel ist mir ingame so gut wie nichts im Gedächtnis geblieben. Und „Stand by Me „finde ich einfach nur grauenhaft (als FF Soundtrack). Ich kann es nicht mehr hören und es verkörpert alles an FF XV, was mir nicht gefällt - Diese Roadtrip Atmosphäre, das US-Western-Feeling der ersten Hälfte des Spiels und die nervigen und belanglosen Dialoge zwischen den Charakteren…

    Design/Welt:
    Ich war von Anfang an schon, als es noch als Versus XIII angelkündigt wurde, kein Fan des extremen Realismus im Design. Aber da es sich zu dem Zeitpunkt um ein Spinoff handelte war das in Ordnung. Zudem hätte ich mir im Nachhinein diese Version zurück gewünscht, denn alles was man da gesehen hatte, wäre sicherlich interessanter und ansprechender gewesen, als das was es letztlich geworden ist. Ganz besonders trauere ich immer noch Promtos originalem Design nach…

    Hier muss ich auch wieder sagen, dass das die Welt schöne und interessante Aspekte hat:
    Insomnia und die Kingsglaive (die im Spiel noch nicht mal so genannt wurden. Warum eigentlich?) kam im gleichnamigen Film richtig gut zur Geltung. Es hat diese FF VII Vibes, kombiniert moderne mit Fantasy bzw historischen Aspekten (zB der Königspalast). Der Film hat mir richtig gut gefallen, es wäre der perfekte Auftakt gewesen, wenn das alles im Spiel gewesen wäre und dieses dann in der gleichen Intensität und Qualität fortgesetzt worden wäre…
    Altissia sieht von weitem einfach wunderschön aus. Die Sequenz wenn man in die Stadt reinfährt ist beeindruckend. Aber Die Stadt selber ist mir dann doch wieder zu realistisch, sowohl die Architektur, als auch die NPC. Lestallum hat mir überhaupt nicht gefallen.
    Die Stadt die genau meinen Geschmack getroffen hätte und wovon ich so gerne mehr gesehen und erlebt hätte wäre Tenebrae gewesen. Wie die Stadt selber ist auch das Charakterdesign der Niflheimer viel mehr Final Fantasy, als der Rest des Spiels. Aber genau diese Aspekte kommen leider viel zu kurz.

    Am schlimmsten an dem Spiel sind für mich daher wie gesagt die verpassten Möglichkeiten und die in Teilen vorhanden guten Ansätze. Rein gameplaytechnisch aber für mich ein schlechtes Spiel. Ich bereue nicht es gespielt zu haben, aber hauptsächlich aus dem Grund, weil es ein FF Hauptteil ist und ich ihn aus eigener Erfahrung bewerten können wollte. Wäre FF VIIR nicht so gut geworden, hätte ich meine Hoffnung bzgl SE auch langsam aufgegeben. So hoffe ich, dass sie sich daran ein Beispiel nehmen und XVI wieder besser wird.
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