Aya and the Witch
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Aya and the Witch: Seht euch erste Bilder zum 3DCG-Film von Studio Ghibli an

Anfang dieses Monats berichteten wir von der neuen Studio-Ghibli-Produktion unter der Leitung von Gorô Miyazaki, dem Sohn des Märchenmeisters Hayao Miyazaki. Nun veröffentlichten das Traditionsstudio und NHK ein erstes Key Visual zu Aya and the Witch (jap.: »Aya to Majo«) und zudem eine Auswahl aus Bildeindrücken aus dem Film.

Die große Besonderheit an Aya and the Witch: Bei der Produktion handelt es sich um den ersten 3DCG-Film in der 35-jährigen Geschichte des Studios, das sonst nur für traditionell handgezeichnete Animation bekannt und beliebt ist.

Aya and the Witch basiert auf dem Roman* »Earwig and the Witch« von Autorin Diana Wynne Jones. Diese lieferte auch schon die Roman-Vorlage für eine weitere gelobte Ghibli-Adapation – Das wandelnde Schloss. Während es sich Gorô Miyazaki für das Projekt auf dem Regiestuhl bequem machte, half Ghibli-Urgestein Hayao Miyazaki bei der Planung und Entwicklung, während Studio-Mitbegründer Toshio Suzuki als Produzent auftritt und Joe Hisaishi wie üblich die Musik beisteuert.

Schon im Winter dieses Jahres sollen sich japanische Zuschauer einen Eindruck dieses Experiments machen können – Aya and the Witch wird dann nämlich im japanischen Fernsehen ausgestrahlt. Als internationaler Lizenzgeber tritt erneut das französische Unternehmen Wild Bunch auf. Weiterhin sollte der Film Teil der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele von Cannes sein, welche aufgrund der COVID-19-Pandemie entfallen mussten.

Wann Aya and the Witch außerhalb von Japan veröffentlicht werden soll, steht bislang noch nicht fest. Das Key Visual sowie die ersten Bilder aus dem Film könnt ihr euch zum Beispiel bei Kotaku ansehen, veröffentlicht wurden sie von Comic Natalie.

via Siliconera, Bildmaterial: Aya and the Witch, Studio Ghibli / NHK Enterprise

7 Kommentare

  1. Das stimmt nicht so ganz.
    Er fand den Film sogar gut aber sah noch potential nach oben. Es setzte ihm eher zu weil er der Ansicht war das Goro einfach noch nicht so weit ist.

    Ich fand die Choniken von Erdsee übrigens recht gut. Es fehlt zwar ein wenig Magie und Humor aber an sich war es ein guter Film. Gibt schlimmeres aus dem Hause Ghibli.
  2. AkiraZwei schrieb:

    @DarkJokerRulez
    Ein bisschen übertrieben wie ich finde. Er wollte anfangs erst gar nicht Filme machen und wurde dazu überredet.
    Fand es aber auch krass in dem Interview wo sie sagten dass der Vater den Film selber nicht aushalten konnte, aus dem Kino ging und sich erst eine rauchte...

    Da steckt tatsächlich mehr hinter. Hayao Miyazaki wollte die Adaption bereits zu Anfangszeiten vom Studio Ghibli selbst machen. Er hatte damals so reagiert, weil die Erdsee Chroniken seine liebsten Bücher sind und gleichzeitig großer Fan der Autorin Ursula K. Le Guin (leider 2018 verstorben, habe sie auch gerne gelesen bzw. tue es noch immer). Es kam jedenfalls nie dazu, dass er den Film selbst gemacht hat und überließ seinem Sohn Goro dann später die komplette künstlerische Leitung. Hayao Miyazaki wollte ihm nicht immer wieder dazwischenfunken also hatte er sich aus der Produktion raus gehalten und war am Ende so dermaßen enttäuscht von dem Film als Adaption, dass es zwischen Vater und Sohn einen enormen Konflikt gab und die beiden einige Jahre nicht miteinander gesprochen haben. Das größte Problem war einfach, sein Film war eine extrem lose, verworrene Adaption von Erdsee und das sagte auch Ursula K. Le Guin einmal in einem Interview und gab sich wie Hayao Miyazaki etwas enttäuscht was die Adaption anging, motivierte Goro aber weiterzumachen. Mittlerweile sind die Wogen aber wieder geglättet. Ich fand Erdsee als eigenständiger Film auch recht gut. Auf alle Fälle wesentlich besser, als sein Ruf ist. Kann man ungefähr mit Taran und der Zauberkessel von Disney vergleichen, der ja auch ein Ausreißer aus dem Portfolio war und eigentlich eher weniger für Kinder geeignet.

    Allerdings konnte mich Goro Miyazaki dann mit dem Mohnblumenberg komplett überzeugen. Ein ganz klassischer Ghibli-Film ohne magischen Realismus. Fand den Klasse, ist in meinem Ghibli-Ranking auch recht weit oben. Ronja muss ich immer noch komplett nachholen, habe da nur 2 Folgen von gesehen.

    Aya and the Witch scheint doch einen recht eigenwilligen Stil zu haben. Wenn man das erste Bild sieht auf Kotaku könnte man es schon als sehr "Rough" bezeichnen wie das aussieht. Die beiden anderen Bilder darunter gefallen mir wiederum recht gut was den Stil angeht. Der Film ist ja auch noch nicht fertig, ist also noch Zeit für Feinschliff. Schön, dass auch Joe Hisaishi wieder dabei ist. Glaube bei Goro Miyazakis Filmen hatte er noch keinen Soundtrack beigesteuert.
  3. Wer Gorō nur anhand von Erdsee beurteilt, hat die letzten zehn Jahre verschlafen. Der Mohnblumenberg ist ein klasse Film, Ronja Räubertochter war ebenfalls eine sehr liebevoll umgesetzte Adaption.
  4. Na ja verschlafen eher nicht, aber alles von Goro schau ich nicht an seit Erdsee. Vielleicht gebe ich die anderen Filmen irgendwann eine Chance, aber momentan eher nicht. Leider hat mich Erdsee so Schockiert, das ich nichts mehr von Goro über dem Weg traue. :)
  5. Das würde ich dir sehr ans Herz legen. Erdee ist nicht wirklich repräsentativ und die anderen beiden (bzw. 3) Werke sind auch in ihrer Art derart unterschiedlich, dass ein Vergleich mit Erdsee nicht zielführend ist.
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