Da werden theoretische Sorgen auf einmal Wirklichkeit. Seit Nintendo die sogenannten Game Key Cards für Nintendo Switch 2 eingeführt hat, gibt es reichlich Diskussionen über das neue Format. Schließlich befindet sich das eigentliche Spiel nicht auf dem Modul, sondern muss erst heruntergeladen werden.
Was aber passiert, wenn der Download gar nicht verfügbar ist? Genau das mussten KäuferInnen von Rudolph the Red-Nosed Reindeer jetzt auf ziemlich ärgerliche Weise erfahren.
Das Weihnachtsabenteuer von Publisher GameMill Entertainment erschien kürzlich unter anderem für Nintendo Switch 2 als Game Key Card. Doch ausgerechnet auf Nintendos aktueller Konsole ließ sich das Spiel zunächst überhaupt nicht starten. Auch dann nicht, wenn man eine „physische Version“ gekauft hatte.
Eine Game-Key-Card ohne Spiel
Auf Reddit machte Nutzer AL_KATRAZZ auf das Problem aufmerksam. Nachdem er seine frisch gekaufte Game Key Card in die „Switch 2“ eingelegt hatte, erschien lediglich eine Fehlermeldung. Der notwendige Download konnte nicht gestartet werden.
Der ursprüngliche Beitrag wurde inzwischen gelöscht. Ein anderer Nutzer hat ihn jedoch auf Twitter gesichert. Bei genauerer Untersuchung zeigte sich eine mögliche Ursache: Im eShop war die digitale Version offenbar nur 82 MB groß, obwohl das eigentliche Spiel auf anderen Plattformen etwas mehr als 6 GB benötigt.
Offenbar fehlten also die eigentlichen Spieldaten. Das hatte gleich doppelte Konsequenzen: KäuferInnen der Game Key Card konnten nichts herunterladen, während auch die digital erworbene Version nicht spielbar war. Besonders kurios: Der offizielle Termin zur Veröffentlichung lag zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Tage zurück.
Der betroffene Reddit-Nutzer wandte sich sogar an den Nintendo-Kundendienst, der zunächst ebenfalls keine Lösung anbieten konnte. In einem entsprechenden Video lässt sich das Problem übrigens ebenfalls nachvollziehen.
Publisher entschuldigt sich – Problem inzwischen behoben
Die Vermutung, wonach auf dem Server schlicht die Spieldaten fehlten, ist seitens Nintendo nicht bestätigt. Auch Publisher GameMill Entertainment hat die Hintergründe des Problems nicht konkretisiert, gibt aber immerhin mittlerweile Entwarnung.
GameMill Entertainment hat sich über Twitter zu Wort gemeldet und erklärt, dass der Fehler inzwischen behoben sein sollte. „Vielen Dank an alle, die uns auf das Problem mit Nintendo hingewiesen haben. Das Problem wurde inzwischen behoben, und das Spiel sollte nun wie vorgesehen funktionieren. Wir entschuldigen uns aufrichtig für die entstandenen Unannehmlichkeiten und bedanken uns herzlich für eure Geduld und Unterstützung.“
Damit sollte Rudolph the Red-Nosed Reindeer jetzt auch auf der Switch 2 funktionieren. Weihnachten ist also gerettet! Trotzdem dürfte der Vorfall die Diskussionen rund um Game Key Cards erneut anheizen. Denn er zeigt ziemlich deutlich, wie abhängig diese „physisch gekaufte Version“ von der Verfügbarkeit der digitalen Spieldaten ist.
Natürlich können auch klassische Spiele mit Downloadpflicht von ähnlichen Problemen betroffen sein. Bei Game Key Cards ist diese Abhängigkeit allerdings grundsätzlich Teil des Konzepts. Und wenn ein Spiel trotz eingelegter Karte schlicht nicht heruntergeladen werden kann, hilft einem die physische Verpackung erst einmal herzlich wenig.
via TheGamer, Bildmaterial: GameMill Entertainment, Rudolph the Red-Nosed Reindeer

Solche Fälle kann es garnicht oft genug geben. Wenns nach mir geht
In diesem Fall wundert mich, dass das Problem nicht vorher aufgefallen ist. Da hat schließlich fast das gesamte Spiel gefehlt. Allerdings würde schon ein winziger Bruchteil fehlender Daten ausreichen, um einen korrekten Download zu verhindern. Es zeigt exemplarisch den Worst-Case, sowohl für GKCs, als auch reine Downloads. Glücklicherweise nur für wenige Tage. Fairerweise muss man aber sagen: Wenn so ein grober Fehler bei einer Disc-Produktion passiert wäre, würden Retail-Käufer genaus in die Röhre gucken und auf Austausch hoffen.
Wenn solche Vorfälle großflächig zu Kundenunzufriedenheit und die wiederum bei Nintendo zu einem Umdenken führen würden, dann ja. Ansonsten wären es nur wie gewohnt "Einzelfälle", die vor allem für die Kunden ein großes Ärgernis sind.
Noch gibt es bei GKCs ja Ausweichmöglichkeiten, entweder eine andere Plattform wie PS5 oder eine vollwertige Cross-Gen-Version auf der alten Switch. Nachdem letztere aber zunehmend verschwinden und ab 2028 bei der PS5 Schluss ist, wird ein Umgehen der GKCs immer schwieriger. Ärgerlich vor allem bei Titeln, die mühelos auf eine 64 GB Cartridge (oder kleinere) gepasst hätten. GKCs bleiben damit ein Zankapfel bei einer ansonsten eigentlich schönen Konsole.
Naja, der Fall hat meiner nach keinerlei Aussagekraft. Wenn jemand fehlerhafte Disks bzw Disks mit einer fehlerhaften Version rausbringt stellt das ja auch nicht die Existenz physischer Datenträger in Frage.
https://www.videogamesblogger.com/2006/10/17/bub…-8-10-weeks.htm
Die grundlegenden Nachteile bleiben natürlich, aber der Fall zahlt nicht darauf ein.