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Dragon-Quest-Schöpfer entwickelt neues Spiel mithilfe von generativer KI in „nur etwa 30 Minuten“

Die Dragon-Quest-Reihe experimentiert häufiger mit KI – und der 72-jährige Dragon-Quest-Schöpfer Yuji Horii ist offensichtlich selbst ein Fan der Technologie. Jetzt hat er ein neues Spiel veröffentlicht, das nach eigenen Angaben mithilfe generativer KI in „nur etwa 30 Minuten“ entstanden ist.

„Als ich vor langer Zeit The Portopia Serial Murder Case für PC entwickelte, habe ich mir die Geschichte selbst ausgedacht, die Bilder selbst gezeichnet, programmiert und das Spiel ganz allein erstellt“, erklärte Horii auf Twitter. Am Rande: Das 40 Jahre alte Text-Adventure hielt schon 2023 für KI-Versuche von Square Enix her.

„Und heute kann ich mit KI, selbst wenn ich keine Bilder zeichnen oder programmieren kann, der KI einfach Anweisungen geben und allein ein ordentliches Spiel erstellen. Das ist wirklich erstaunlich. Übrigens betrug die Produktionszeit für das unten stehende Spiel nur etwa 30 Minuten. Ach ja: Drückt nicht den Boost-Knopf“, so Horii weiter.

Ein textbasierter Detektiv-Krimi

Das neue Spiel Interrogation Room Komiya ist relativ simpel: Spielende wählen eine Reihe von Textoptionen aus, um einen Verdächtigen zu einem Geständnis zu bewegen. Mit dem Gedanken, so ein Spiel zu entwickeln, spielt Horii offenbar schon länger.

Auf der Spielekonferenz G-Star 2025 in Südkorea sagte er: „Es wäre interessant, wenn wir diese Art von KI beispielsweise für Quiz- oder Krimispiele einsetzen könnten, bei denen man den Täter finden muss. Man könnte den Täter finden, während man mit seinen Untergebenen spricht. Oder die KI könnte die Befragung übernehmen und dir auf Nachfrage sagen: ‚Das hat diese Person gesagt.‘ Einen Fall tatsächlich durch Gespräche zu lösen, während man chattet … Wenn so etwas wirklich möglich wäre, wäre das doch spannend, oder?“

Generative KI bleibt in der Videospielbranche ein umstrittenes Thema. Das betrifft nicht nur die Frage nach der allgemeinen Qualität, sondern auch Bedenken hinsichtlich Plagiaten. Trotzdem wird generative KI regelmäßig eingesetzt und zumindest bei der Programmierung der Spiele scheinen die meisten Fans keine Bedenken beim Einsatz generativer KI zu haben.

Im Gegensatz dazu steht die Skepsis, wenn die KI künstlerische und kreative Aufgaben übernehmen soll. Einer CESA-Umfrage zufolge setzen inzwischen 85,8 Prozent der befragten japanischen Spieleentwickler generative KI ein. Eine separate Untersuchung der Japan Online Game Association kam sogar auf 100 Prozent – sie erfasste allerdings ausschließlich Unternehmen aus dem japanischen Online-Games-Segment.

via VGC, Bildmaterial: Square Enix

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