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„Ihr Mistkerle“ – PlayStation-Boss erinnert sich an Nintendo-Reaktion auf PSP-Enthüllung

Im Großen und Ganzen sind die Fronten heutzutage ja geklärt. Nintendo kocht sein eigenes Süppchen, PlayStation-Fans zählen nun schon bis sechs hoch und Xbox macht Xbox-Dinge. Von „Konsolenkrieg“ – wie früher – kann bestenfalls noch in Fanboy-Diskussionen die Rede sein.

Trotzdem wollen wir heute mal zurückblicken. Nämlich in eine Zeit, in welcher der sogenannte „Konsolenkrieg“ zwischen den tragbaren Konsolen (manche nennen sie Handhelds) auf dem Höhepunkt war.

Mit der PSP und der PS Vita brachte Sony ab Mitte der 2000er Jahre zwei starke Handhelds auf den Markt. Obwohl die Sache rückblickend ziemlich einseitig endete, war insbesondere der Start der PSP (die mit über 80 Millionen verkauften Einheiten auch noch ziemlich erfolgreich war) spannend.

Der ehemalige PlayStation-Chef Shawn Layden blickt zurück. „Ich erinnere mich, als wir die erste PSP vorstellten – wann war das noch gleich? 2003, ’04, ’05, so in etwa“, erinnert sich Layden in einem Interview mit The Expansion Pass. „Ich hatte einen Freund, der bei Nintendo arbeitete, und er schickte mir eine SMS mit den Worten: ‚Ihr Mistkerle.‘ Ich antwortete: ‚Hey, Kumpel, weißt du, das ist doch alles nur Spaß und Spiel.‘“

PSP war überlegen

Nintendo war bis dahin unangefochtener Marktführer im Bereich der Handhelds. Doch die PSP war dem Nintendo DS in fast allen Belangen technisch überlegen. Randnotiz dabei: Für Nintendo war das nichts Neues – schon der Game Boy sah gegen Geräte wie das Game Gear oder Atari Lynx buchstäblich blass aus.

„Die PSP lief recht gut, aber dann wurde das Betriebssystem gehackt und man konnte sie ziemlich einfach jailbreaken“, erinnert sich Layden. Der Retter der Plattform sei „ein kleines Spiel namens Monster Hunter“ gewesen, das die PSP insbesondere in Japan zum Erfolg machte.

Die PS Vita konnte den Erfolg nicht wiederholen. Viele sagen heute, daran ist in erster Linie Sony selbst schuld. „Sony hatte schon immer Schwierigkeiten damit, zwei Plattformen gleichzeitig zu vermarkten. Bei der PS3 war es ein Kampf, aber die PSP war sehr erfolgreich. Dann kam die Vita heraus und lief gut, doch dann hat sich die PS3 wieder besser etabliert. Man hat nur ein begrenztes Marketingbudget und versucht daher, es auf verschiedene Produkte aufzuteilen.“

Sicherlich auch im Kontext der immer wieder aufkommenden Gerüchte um einen PS6-Handheld spannend. „Wenn Sony wieder in das Handheld-Geschäft einsteigt, sollte man dafür fast schon ein eigenes Unternehmen gründen. Das wäre dann deren einziger Schwerpunkt, anstatt ein einziges Marketingbudget zu haben, das sowohl für einen Handheld als auch für eine Konsole und Software eingesetzt werden muss. Dadurch geht der Fokus verloren“, schlägt Layden vor.

„Ich denke, das Unternehmen muss sich wirklich darüber klar werden, was es sein will, bevor es beschließt, eine weitere Plattform auf den Markt zu bringen“, fasst Layden zusammen.

via GamesRadar, Bildmaterial: Nintendo

3 Kommentare

  1. Randnotiz dabei: Für Nintendo war das nichts Neues – schon der Game Boy sah gegen Geräte wie das Game Gear oder Atari Lynx buchstäblich blass aus.

    Den Game Gear hatte ich nie in der Hand, den Atari Lynx schon. Den Lynx hatte dieser Typ, dessen Eltern steinreich waren. 399 Mark das Ei, die Hintergrundbeleuchtung war nur bei völliger Dunkelheit zu was gut, die Batterien hielten vielleicht vier Stunden und die Spiele, oh weh. Der Game Boy dagegen: 169 Mark und eine Auswahl und Qualität an Spielen, die ihresgleichen suchte. Gut, es war auch viel Quatsch dabei, aber die Final Fantasy Legend/Saga-Teile spiele ich heute noch gerne.

    Heute kann Nintendo mit den Preisen nicht mehr punkten. Es wird auch zunehmend schwieriger, den Markt mit Exklusivtiteln zu dominieren: Die Kundschaft findet es zunehmend unangemessener.

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