In der vergangenen Woche ist mit ist „30 Jahre“, die neue Erweiterung* zum Pokémon-Sammelkartenspiel erschienen – und die sorgte teilweise weit über die üblichen Fan-Kreise hinaus für Schlagzeilen. Lange Warteschlangen, Diskussionen um Kaufbegrenzungen und Scalper gehörten einmal mehr zum Verkaufsstart.
Für Aufsehen sorgte zudem eine kuriose Überraschung: Fans zogen plötzlich seltene und zuvor nicht angekündigte Mew-Karten, von denen einzelne Exemplare bereits für teilweise enorme Preise gehandelt wurden. Die Einzelheiten dazu bekommt ihr in einem separaten Artikel.
Doch nachdem sich der erste Staub gelegt hat, gibt es nun ausgerechnet aus der Reseller-Szene Beschwerden. Denn viele der begehrten Karten aus „30 Jahre“ sind offenbar gar nicht so schwer zu ziehen wie erwartet.
Zu viele seltene Karten für Scalper?
Wie IGN berichtet, scheint The Pokémon Company die Pull-Rates vieler wichtiger Karten vergleichsweise großzügig gestaltet zu haben. Für SammlerInnen ist das eine gute Nachricht: Ein großer Teil des Sets lässt sich offenbar vervollständigen, ohne für einzelne Karten astronomische Summen auf dem Zweitmarkt bezahlen zu müssen.
Eine deutliche Ausnahme bilden die drei auffällig gestalteten roten, grünen und blauen Mew-Karten, die offenbar tatsächlich sehr selten sind und teilweise für niedrige vierstellige Dollarbeträge weiterverkauft werden. Bei den übrigen Karten fallen die Preise deutlich niedriger aus. Viele der derzeit teuersten Karten des Sets werden laut Bericht für etwa 100 US-Dollar oder weniger gehandelt.
Weniger begeistert sind entsprechend einige Personen, die große Mengen der Erweiterung gekauft hatten und auf steigende Preise beziehungsweise hohe Margen hofften.
Auf dem Subreddit r/PokeInvesting wird inzwischen darüber diskutiert, dass das Jubiläum von einigen „AnlegerInnen“ schon vor Jahren als möglicher Zeitpunkt für hohe Gewinne betrachtet wurde – nun sei praktisch das Gegenteil eingetreten.
Andere sehen die Entwicklung selbst aus Investorenperspektive positiver. Durch häufigere Erfolgserlebnisse beim Öffnen der Booster könnten schließlich mehr Kinder und neue SammlerInnen langfristig für das Hobby begeistert werden.
Für normale Pokémon-Fans dürfte die Rechnung ohnehin wesentlich einfacher aussehen: Wenn begehrte Karten leichter zu bekommen sind und dadurch bezahlbarer bleiben, profitieren vor allem diejenigen, die sie tatsächlich sammeln wollen.
via IGN, Bildmaterial: The Pokémon Company

Da spiele ich doch auf der kleinsten Violine der Welt für die armen Scalper ...
Oh nein, was für ein schlimmer Alptraum für uns Normalsterbliche, meine 3 Lieblingskarten aus dem Set sind inzwischen für insgesamt knapp über 10€ auf Cardmarket zu haben
sollen die scalper sich ne schere nehmen und die karten so bissen rand ab schneiden den sind sie selten und sind uniquate xd