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Leaker will Xbox eins auswischen und veröffentlicht 30 Jahre alten SNES-Prototypen

Manche Dinge sind fast für die Ewigkeit – und physische SNES-Cartridges scheinen dazu zu gehören. So kommt es, dass aktuell ein wichtiges Stück Gaming-Geschichte bewahrt worden ist: Ein Leaker hat die ROM-Dateien von Project Dream veröffentlicht.

Das Spiel ist ein Proof-of-Concept für ein von Rare entwickeltes Piraten-RPG, das seinerzeit offensichtlich auf Donkey Kong Country basierte. Später wurde es als Grundlage der beliebten Banjo-Kazooie-Reihe genommen.

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Eines der letzten Spiele für den SNES

Das Spiel, das sehr spät im Lebenszyklus des SNES hätte erscheinen sollen, hätte das 16-Bit-System von Nintendo voll ausgereizt und sieht noch einmal eine ganze Ecke schicker aus als das vorgerenderte Donkey Kong Country, welches bereits zu den schönsten Spielen für das System gehörte.

Charaktermodelle und die Umgebungen im Dschungel wirken fortgeschrittener als alles, was je auf dem SNES veröffentlicht wurde. Doch der Prototyp zu Project Dream wurde 1997 nach 16 Monaten Entwicklungszeit eingestellt und für das Nintendo 64 überarbeitet – woraus letztlich Banjo-Kazooie entstand. Ein Gameplay-Video zum Prototyp findet ihr bei Youtube.

Wer der Leaker genau ist, ist unbekannt. Seine Motivation ist jedoch klar: „Angesichts des aktuellen Zustands der Branche und Microsofts aktueller herzloser Zerschlagung und Fehlmanagement von Rare und anderen Unternehmen, die es kontrolliert, sowie aufgrund der verstrichenen Zeit, halte ich es für wichtiger, sicherzustellen, dass dies ordnungsgemäß bewahrt und die ROM von Personen analysiert wird, die weit mehr Ahnung davon haben“, so der Leaker.

Dazu hoffe der Unbekannte, dass auch weitere Prototypen von Rare geleakt werden: „Ich hoffe, dass durch diese Veröffentlichung auch andere Menschen inspiriert werden, das zu veröffentlichen, was sie haben. Ich weiß, dass der Twelve Tales Conker 64 Prototyp irgendwo da draußen ist, aber leider ist dies das Einzige, was ich besitze.“

Kritik an digitalen Medien und dem Zustand der Spielebranche

Der Leaker scheint dabei ein persönliches Problem mit der Entwicklung in der Branche und insbesondere mit Microsoft (wo man Everwild von Rare den Stecker zog) zu haben. Sein Name ist „FvckAsha&Phil“, eine offensichtliche Anspielung auf Xbox-CEO Asha Sharma und ihren Vorgänger Phil Spencer.

„Es gibt kaum noch Freude in der Branche, da sie unerbittlich in Richtung KI, Entlassungen, Anti-Bewahrungs- und Besitzstrategien marschiert. (…) Lasst uns die letzten schönen Dinge, die sich auf unseren Festplatten verstecken, für alle zugänglich machen. Das ist alles, was uns noch bleibt.“

Allgemein scheint der Leaker ein großer Fan physischer Medien zu sein: „Bitte löscht Microsoft und Sony aus eurem Leben, installiert Linux, boykottiert Switch-Game-Key-Cards und kauft Nintendo-Switch-2-Titel, die noch das vollständige Spiel auf der Cartridge enthalten. Euer Dollar ist das Einzige, was in unserer spätkapitalistischen Höllenlandschaft zählt.“

via GamesRadar, Bildmaterial: Xbox

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