Wie umfangreich wird eigentlich das neue Fable? Nachdem wir während der Gamescom bereits reichlich neues Gameplay zu sehen bekamen, haben die Entwickler von Playground Games nun auch diese Frage beantwortet. Zumindest für die Hauptgeschichte gibt es inzwischen eine ziemlich konkrete Hausnummer.
Im Rahmen einer Gruppen-Fragerunde (via Polygon) auf der Gamescom erklärte Associate Game Director Will Kennedy, dass Spieler für die Hauptgeschichte mit ungefähr 15 bis 20 Stunden rechnen können. Noch einmal etwa genauso viel Zeit soll in Nebenquests und die Erkundung der offenen Spielwelt fließen.
„Wir haben etwa 15 bis 20 Stunden Spielzeit für die Hauptquestreihe und etwa 15 bis 20 Stunden für Nebenquests und Erkundungsinhalte in der offenen Welt“, so Kennedy. Wer möglichst viel vom neuen Albion sehen möchte, dürfte damit bei etwa 30 bis 40 Stunden landen.
Eigentlich könnt ihr Fable aber „für immer“ spielen
Die angegebene Spielzeit scheint allerdings nicht jedem Fan ausreichend zu sein. Als während der Fragerunde angemerkt wurde, dass Fable damit kein besonders großes Spiel sei, verwies Associate Game Director Craig Little auf einen anderen Teil des Spiels: „Man kann es buchstäblich ewig spielen, wenn man das möchte.“
Gemeint sind die umfangreichen Life Systems. In Albion leben rund 1.000 NPCs, davon allein 400 in Bowerstone. Jeder von ihnen soll über ein eigenes Zuhause, Hobbys, Eigenschaften und eine eigene Persönlichkeit verfügen und zudem vollständig vertont sein. Spieler können mit ihnen interagieren, wobei die Bewohner abhängig von ihren Eigenschaften unterschiedlich auf eure Handlungen reagieren. Wer möchte, kann sich damit offenbar beinahe eine kleine Lebenssimulation aus Fable machen.
Mit 15 bis 20 Stunden für die Hauptgeschichte bleibt sich die Reihe zudem einigermaßen treu. Schon die drei ursprünglichen Fable-Spiele waren im Vergleich zu vielen anderen Action-RPGs keine riesigen 100-Stunden-Abenteuer.
Fable erscheint am 23. Februar 2027 für PlayStation 5, Xbox Series und den PC. Was meint ihr: Sind 15 bis 20 Stunden für die Hauptgeschichte zu wenig oder für ein Fable genau richtig?
via VGC, Bildmaterial: Fable, Xbox Game Studios, Playground Games

Eigentlich finde ich die Spiellänge super positiv. Es muss einfach wirklich dringend wieder mehr große Spiele geben, die wieder eine humane Spielzeit haben, die auch Leute mit wenig Zeit stemmen können.
Ich glaube dieser Trend von immer größer und länger tat der Spielindustrie nicht wirklich gut...
Und 40 Std für alles ist immer noch ne Menge, zumal es auch noch sehr abweicht, je nach Spielweise. Bei Fable werden sich, ich schätze gar die Meisten, auch eher auf die sozialen Elemente konzentrieren, die es halt ausmacht. Und wer weiß, wie weit die Spielzeiten dieser Leute nach oben schießen...
Ich muss zugeben, ich freue mich irgendwie darauf nach einigen Monaten mal einen Blick auf How long to beat zu riskieren. Ich hoffe ich vergesse es bis dahin nicht. Würde mich echt interessieren, wie weit die Zeiten auseinander gehen werden^^
Ich finde die 15 bis 20 Stunden für die Hauptstory völlig ausreichend. Gerade bei Fable muss es für mich auch kein 100-Stunden-Epos sein. Ich erinnere mich zudem daran, dass auch die alten Fable-Teile im Vergleich zu vielen anderen Action-RPGs nicht unbedingt riesig oder besonders lang waren. Von daher finde ich die angegebene Spielzeit eigentlich ziemlich passend für die Reihe. Und wenn die Nebenquests, Erkundung und die ganzen Life Systems wirklich so viel hergeben, dürfte man am Ende ohnehin deutlich länger in Albion verbringen können.
Die alten Fable-Teile hatten durch die unterschiedlichen Entscheidungen und Konsequenzen durchaus einen gewissen Wiederspielwert. Da diese Möglichkeiten auch im neuen Teil wieder eine Rolle spielen sollen, gehe ich schon davon aus, dass man Fable mehr als einmal spielen kann.
Und dazu kommen die ganzen Nebenaktivitäten und sozialen Elemente. Gerade dadurch kann man sich die Spielzeit ja auch selbst noch deutlich verlängern. Wenn die NPCs tatsächlich so umfangreich simuliert sind, kann man sich vermutlich auch abseits der eigentlichen Story einiges beschäftigen. Für mich ist deshalb die reine Länge der Hauptstory nicht unbedingt der entscheidende Punkt.
Achtung, nur meine ganz persönliche Spielerfahrung nun, aber: Ich fand das immer marginal. Ich habe den ersten Teil mehrmals durchgespielt, zweimal auf der alten Xbox damals, dann auf PC und vor einiger Zeit erstmals die Anniversary Edition. Meiner Meinung nach hat sich da nie großartig irgendwas verändert. Auf Xbox hatte ich damals dann noch einen unehrenhaften Run gestartet. Also ja, für ein Spiel aus der damaligen Zeit (welches ja dennoch deutlich ambitionierter sein sollte) war das schon ganz gut, aber ich würde jetzt halt auch nicht so weit gehen und sagen, dass du ein komplett neues Spielerlebnis bei einem zweiten Durchgang hattest. Noch weniger war es ja dann beim zweiten Teil. Zum dritten Teil kann ich nach wie vor nicht viel sagen, aber ich wollte ihn vor dem neuen Spiel noch durchspielen. Letztens für nen 10er mitgenommen.
Was ich mir für das neue Fable gewünscht hätte, wäre dann wirklich das gewesen, was Molyneux immer mit der Reihe vor hatte, es die Hardware zuvor aber nie möglich gemacht hatte: Eine lebendige, immersive stets wachsende Spielwelt. Ein Hauptcharakter, den du von seiner Geburt bis zu seinem Tod spielst und anschließend seine Nachfahren sein Erbe fortführen.
All das scheint das neue Fable nicht zu bieten. Ich hatte mir gerade noch die Preview der GameStar angeschaut und war da teilweise sehr ernüchtert.
Die Entwickler haben das neue Spiel halt für zahlreiche Spielergruppen konzipiert, ohne Frustfaktor. Was dem Tester besonders viele Sorgen bereitete, war der Simulationseffekt. Du kannst ein ganzes Dorf niedermetzeln, es wird keine durchgehenden Auswirkungen auf dich haben. Das Dorf wird irgendwann neu bevölkert und man vergisst deine Vergehen.
Die Idee, mehrere Zielgruppen anzusprechen klingt auf dem Papier ganz interessant, aber auch hier gilt: Die Story und die Sandbox sind praktisch zwei getrennte Modi, verpackt in einer Spielwelt. Die Story folgt einem separaten Pfad und soll ebenfalls keine wirklichen Auswirkungen auf die Spielwelt haben. Dann bietet dir das Spiel zusätzlich halt an, die freie Welt abseits der Story zu erkunden. Es soll sich, laut GameStar, losgelöst anfühlen, wie ihnen das erklärt wurde. Selbst spielen konnte man wenig.
Man kann einen Random NPC heiraten und ne Familie gründen. Schießt du den Ehepartner in den Wind, bleibt das Kind bei ihm und das Spiel läuft so ab, als hättest du nie ne Familie gehabt. Passiert schlimmeres, kommt es auf das gleiche raus, nur, dass dein Kind dann im Waisenhaus landet.
Ich finde, GameStar hat es ganz gut zusammengefasst. Das Spiel scheint es jedem recht machen zu wollen. Das könnte die größte Schwäche sein. Dem Kampfsystem würde es noch an Tiefgang fehlen (sei aber natürlich ein großes Upgrade zu den alten Spielen) und besonders der Demo-Abschnitt der Story fühlte sich wie eine einzige, lineare Kulisse an.
Ich selbst habe nie damit gerechnet, dass die übermütige Vision von Fable, die Molyneux mal hatte, je umgesetzt werden würde. Aber mittlerweile hat man die Hardware, um viele Ideen davon zumindest angehen zu können. Du bekommst mit dem Reboot praktisch mehr von dem Fable, was du bereits kennst. Es wird wohl nichts sein, was dieses Spiel und die einstige Idee dahinter mal weiter voranbringen wird.
Ich denke, damit manövriere ich mich mal wieder zu den exotischen Meinungen und werde jetzt auch nichts mehr schreiben, bevor ich hier wieder mal der Vorfreude-Terminator bin
Es wird vermutlich ein absolut solides Spiel werden, aber besonders, was du da so in dem Genre auch aktuell hast an Fantasy von Blood of Dawnwalker hin zu dem großen Witcher 3 DLC, Witcher 4 und auch irgendwann mal Divinity von Larian, wirkt Fable doch schon sehr durchschnittlich. Aber ich irre mich häufig und gerne tue ich das auch hier.
30 bis 40 Stunden ist mir fast schon zu viel.
Dazu habe ich mir ja in Aberdutzenden Spielen demonstriert, dass ich für mich persönlich die offiziell angegebene Spielzeit mit dem Faktor zwei bis drei multiplizieren muss.
Keine Ahnung, was ich in diesen Open-World-Dingern anstelle. Vielleicht bin ich nicht sonderlich zielstrebig.
Die kurze Spielzeit stört mich per se auch nicht mal.
Aber gerade, wenn der Umfang für ein RPG noch in einem vergleichsweise moderaten Rahmen bleibt, hab ich irgendwie an den Nebenquests weit höhere Erwartungen als das, was ich gesehen hab. Gut, natürlich könnte das, was wir gesehen haben, nur zufällige Events sein und nicht offizielle Nebenquests, aber bislang sind gerade die Gespräche dort auf niedrigem Bethesda-Niveau. Extrem stocksteif und teils echt gekünstelt geschrieben.
Heldin: "Das muss nicht in Gewalt ausarten."
Kind: "Eine Heldin gibt den Schurken die Gelegenheit, sich zu bessern? Wie heroisch!"
WER REDET SO? Ich HOFFE, dass da was Besseres kommt, aber wenn, dann hätte man das höhere Niveau in Nebenquests zeigen MÜSSEN!
GERADE in einem so wichtigen Spiel, dass von Microsoft finanziert wurde und in dass man eigentlich einiges an Budget stecken könnte und gerade bei so einem für ein RPG beschaubaren Umfang muss das passen!
Spiele wie Witcher 3, Final Fantasy VII Rebirth und vor allem Horizon Forbidden West haben gezeigt, wie man auch Nebengespräche viel besser inszenieren kann. Und ein Spiel von Microsoft gepublished ist halt kein kleines Indiestudio. Da kann doch mehr drin sein!
Na ja, abwarten. Wer weiß, was man hier zu bieten hat. Aber gerade in kürzeren RPGs im AAA-Bereich sollte der kurze Umfang zumindest genutzt haben, um den Inhalt, den man hat, unvergesslich zu machen - und davon hab ich aktuell noch nicht viel mitbekommen.