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Im Test! Onimusha: Way of the Sword war die lange Wartezeit definitiv wert

Titel Onimusha: Way of the Sword
Japan 4. September 2026
Capcom
Nordamerika 4. September 2026
Capcom
Europa 4. September 2026
Capcom
System PlayStation 5, Xbox Series, Nintendo Switch 2, PC
Getestet für PlayStation 5
Versionsnummer 1.000.001
Entwickler Capcom
Genres Action-Adventure
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
Vertonung Deutschland Nordamerika Japan

Mit der Onimusha-Reihe schuf der japanische Publisher und Entwickler Capcom Anfang der 2000er-Jahre das bis dato Unerreichte. Denn die talentierten Entwickler kombinierten die bewährte Survival-Horror-Formel der Resident-Evil-Reihe mit einem feudalen Japan-Setting. Das Ergebnis war ein packendes Samurai-Abenteuer mit Horror-Elementen, einem coolen Hauptcharakter und ordentlich Monster-Gemetzel.

Onimusha: Warlords war seinerzeit sogar einer der ersten größeren Blockbuster-Titel, der auf Sonys damaliger neuen Konsole, der PlayStation 2, erschien. Durch den enormen Erfolg von Onimusha: Warlords war ein Fortbestehen der Reihe quasi gesichert und schon im Jahre 2002 folgte mit Onimusha 2: Samurai’s Destiny der Nachfolger. Hier übernahmen wir allerdings die Rolle eines neuen Hauptcharakters und folgten einem anderen Story-Strang.

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In den folgenden Jahren erschienen mit „Onimusha Blade Warriors“, „Onimusha Tactics“ und „Onimusha 3: Demon Siege“ gleich zwei Spin-offs und ein vollwertiger Nachfolger der Reihe. Im Jahre 2006 fand die Reihe dann leider mit „Onimusha: Dawn of Dreams“ ihr vorzeitiges Ende. Grund hierfür waren wohl in erster Linie die eher durchwachsenen Kritiken, die dieser Titel erhielt.

Erst im Zuge der Game Awards 2024 wurde bekanntgegeben, dass sich ein neuer Onimusha-Ableger in der Entwicklung befindet. Ursprünglich sollte der vielversprechende Titel am 25. September für PS5, Xbox Series, Nintendo Switch 2 und PCs erscheinen. Das Erscheinungsdatum wurde dann allerdings aufgrund nicht näher genannter Umstände auf den 4. September vorverlegt.

Der neueste Teil der Reihe hört auf den Namen Onimusha: Way of the Sword und wurde auf Basis der Capcom-hauseigenen „RE Engine“ entwickelt. Neben dem Überraschungshit „Pragmata“ wurden beispielsweise auch die letzten Resident-Evil-Ableger inklusive der beiden Remakes von Teil zwei und drei auf Basis dieser Engine entwickelt.

Ob uns das hochkarätige Samurai-Abenteuer begeistern konnte und wie weit sich der neueste Ableger von der ursprünglichen Reihe entfernt hat, erfahrt ihr natürlich wie immer in unserem ausführlichen Review.

Der größte Schwertkämpfer der Geschichte auf einem dämonischen Höllentrip

In Onimusha: Way of the Sword übernehmen wir die Rolle des Miyamoto Musashi, des wohl legendärsten Schwertkämpfers des feudalen Japans. Musashi befindet sich auf dem Weg, der beste Schwertkämpfer des Landes zu werden, und bereist daher ganz Japan, um die Meister der talentiertesten Schwertkampf-Schulen zu einem Duell herauszufordern und sein Können unter Beweis zu stellen.

Eines Tages gerät unser Held Musashi jedoch zwischen die Fronten eines dämonischen Konflikts und findet sich schon bald in einer äußerst misslichen Lage wieder. Denn nun muss sich Musashi nicht nur mit menschlichen Widersachern auseinandersetzen, sondern auch mit den finsteren Kreaturen der Unterwelt. Diese Ausgeburten der Hölle werden „Genma“ genannt und stellen eine massive Bedrohung für die menschliche Rasse dar.

Als ein tragischer Vorfall Musashi quasi dazu zwingt, den schier endlosen Kampf mit diesen Kreaturen der Unterwelt aufzunehmen, da er sonst selbst sterben würde, nimmt er allen Mut zusammen und stellt sich dieser übermenschlichen Herausforderung. Auf seinem beschwerlichen Weg stehen Musashi jedoch allerlei Gefährten zur Seite. Ein Konflikt, der über das Fortbestehen der Menschheit entscheidet, beginnt.

Neues Kampfsystem unterscheidet sich komplett von den Vorgängern

Speziell in Sachen Kampfsystem unterscheidet sich der neueste Ableger der Reihe quasi komplett von seinen Vorgängern. Wo die damaligen Onimusha-Ableger noch sehr Resident-Evil-artig ausfielen, spielt sich Onimusha: Way of the Sword logischerweise deutlich moderner und flexibler. Natürlich gibt es nun auch keinen Bild-in-Bild-Levelaufbau mehr. Das relativ starre Kampfsystem der Vorgänger ist also Geschichte.

Die Kämpfe laufen durch verschiedene Kombo-Möglichkeiten nun deutlich taktischer ab und je nach Gegnertyp, der uns gerade gegenübersteht, müssen wir uns im Kampf natürlich sofort an die jeweilige Situation anpassen. Richtig interessant wird es dann, wenn wir mehrere verschiedene Gegnertypen vor uns haben. Denn dann müssen wir während des Kampfes schnell adaptieren und uns den jeweiligen Gegebenheiten anpassen. Genau das ist es jedoch auch, was das Kampfsystem von Onimusha: Way of the Sword so speziell und gleichzeitig auch so spaßig macht. Denn kaum ein Kampf läuft gleich ab. Vorbereitung ist also nur in gewissem Maße möglich.

Obendrauf bietet uns der Oni-Handschuh einen weiteren taktischen Kniff. Denn jeder gefallene Gegner, so klein er auch sein mag, hinterlässt nach seinem digitalen Tod ein paar Seelen. Diese Seelen können wir mit Hilfe unseres Oni-Handschuhs einsaugen und uns später sogar zunutze machen. Denn mit diesen gesammelten Seelen können wir an den unzähligen Spiegelschreinen, die in der Spielwelt verstreut sind, diverse Upgrades vornehmen.

Geschickte Charakteranpassung kann über Leben und Tod entscheiden

Ein tolles Feature ist die Möglichkeit, die verschiedenen Attribute Musashis an den eigenen Spielstil anzupassen. Man hat also die Möglichkeit neben unterschiedlichen Talismanen, die unterschiedlichste Attributsverstärkungen bescheren, auch andere Werte wie beispielsweise das Katana, die Kleidung und den Oni-Handschuh selbst aufzuleveln und zu verstärken.

Je nach eigenem Fokus kann man sich so seinen eigenen Spielstil zusammenbasteln und je nach Bosskampf sogar mit entsprechenden Talismanen auf dessen Fähigkeiten und Stärken reagieren, um so den entscheidenden Vorteil im Kampf zu erhalten. Bekämpft man aktuell beispielsweise einen Boss, der Feuermagie nutzt, kann man sich mit einem entsprechenden Talisman gegen diese Magie rüsten und sich so einen Vorteil erhaschen. Verschiedene Schwert- und Rüstungs-Designs lassen sich ebenfalls im Spielverlauf freischalten. Diese sind allerdings rein kosmetischer Natur und verändern nicht die Fähigkeiten oder Attribute von Musashi selbst.

Neben diesen Features gibt es auch eine Fülle an unterschiedlichen Items, die man sich zunutze machen kann. Neben Ausdauer-Boosts und diversen Widerstands-Upgrades, die allerdings nur von kurzer Dauer sind, gibt es auch die, speziell im Souls-Genre, üblichen Heil-Items. Diese füllen sich beim Aktivieren eines Spiegelschreins jedes Mal neu auf. Allerdings tauchen dann auch bereits erledigte Gegner wieder auf. Hier ließ man sich bei Capcom also definitiv vom Souls-Genre inspirieren. Immer wieder findet man das ein oder andere Feature, welches man bereits von diesen Titeln her kennt. Schlecht ist dies allerdings nicht, denn wieso sollte man das Rad jedes Mal neu erfinden, wenn andere es bereits fast perfektioniert haben?

Immersiv und spannend umgesetzte Spielwelt zieht uns direkt in ihren Bann

Speziell für mich ist die Spielwelt eines der besten Features von Onimusha: Way of the Sword. Das von Dämonen heimgesuchte Kyoto strotzt nur so vor liebevollen Details und man kann, gerade zu Beginn des Abenteuers, kaum entscheiden, welche Ecke des digitalen Kyotos man zuerst erkunden möchte. Die Spielwelt wirkt von Sekunde eins an absolut immersiv und wunderschön anzusehen. Im weiteren Spielverlauf vergrößert sich außerdem das begehbare Areal Kyotos etwas und nach und nach nimmt das Spiel in puncto Atmosphäre sogar Resident-Evil-artige Züge an. Aber weitere Details würden hier Spoiler-Gefahr bedeuten.

Neben den Hauptquests gibt es auch allerlei Nebenquests, die uns in noch entlegenere Ecken Kyotos entführen und uns für den erfolgreichen Abschluss dieser Missionen sogar mit diversen Spezial-Items belohnen. Mit diesen speziellen Gegenständen können wir unseren Helden und dessen Equipment dann wieder stärker machen und uns den weiteren Spielverlauf so etwas erleichtern.

Auch lohnt es sich, bereits besuchte Gebiete erneut zu erkunden. Denn nach und nach schalten wir auch spezielle Fähigkeiten frei, die es uns erlauben, zuvor versperrte Wege nun zu passieren. Auch hängt der Nebel des Miasmas über Kyoto. Dieser rote Schleier verhindert eine sofortige und vollständige Erkundung, da dieser zuerst nach und nach zurückgedrängt werden muss.

Die fordernden Bosskämpfe sind die Kirsche auf der Torte

»Das größte Highlight von Onimusha: Way of the Sword stellen die ausufernden und extrem actionreichen Bosskämpfe dar.«

Das größte Highlight von Onimusha: Way of the Sword dürften aber zweifelsohne die ausufernden und extrem actionreichen Bosskämpfe gegen die Genma sein. Durch geschicktes Kontern und Blocken behält man in den ausufernden Bosskämpfen die Oberhand und kann so siegreich aus den zahllosen Duellen gehen. Manche Bosskämpfe haben zwei Phasen, andere wiederum nur eine. Gerade die zweiphasigen Kämpfe sind es aber, die einem wirklich alles abverlangen und eine nachlassende Konzentration des Spielers sofort bestrafen. Fordernd, aber zugleich auch unheimlich belohnend.

Die völlig unterschiedlichen Bosse sind allesamt wunderbar und toll umgesetzt und da die Genma auch sprechen können, wirken diese teilweise sogar sympathisch und liefern sich zum Teil sogar relativ witzige Konversationen mit unserem Helden Musashi. Speziell bei den Bosskämpfen kann man also sagen, dass Capcom hier wirklich alles richtig gemacht und genau ins Schwarze getroffen hat.

Etwas mehr Nebenquests wären wünschenswert gewesen

Der einzige negative Aspekt, den ich am neuesten Onimusha-Ableger zu bemängeln habe, ist die Tatsache, dass die Spielwelt hier und da vielleicht noch ein wenig mehr Nebenaktivitäten vertragen hätte. Immer wieder ertappte ich mich dabei, wie ich etwas ziellos in der Spielwelt umherstreifte, quasi ohne wirklichen Plan. Nebenquests sind zwar vorhanden, aber gemessen an der Größe des Areals vielleicht doch etwas mager in ihrer Anzahl.

Etwas mehr zu tun hier und da hätte dem Spiel sicher gut getan. Alles in allem fühlt man sich aber nur selten wirklich ziellos oder ohne Motivation in der Story voranzuschreiten.

Ein umwerfend schönes Abenteuer dank hauseigener Engine

»Dank der hauseigenen RE Engine schafft es Capcom, eine unheimlich stimmige Welt zu erschaffen, die obendrein auch noch verdammt gut aussieht.«

Dank der hauseigenen RE Engine schafft es Capcom, eine unheimlich stimmige Welt zu erschaffen, die obendrein auch noch verdammt gut aussieht. Die tollen und wundervoll gestalteten Charaktermodelle gepaart mit den knackigen Texturen und tollen Licht- und Schatteneffekten erwecken diese Spielwelt wahrlich zum Leben.

Bereits bei den letzten Resident-Evil-Ablegern und dem Sci-Fi-Hit Pragmata konnte Capcom eindrucksvoll beweisen, was alles in der hauseigenen Engine steckt. Speziell der Schattenwurf macht wirklich viel aus in Sachen Atmosphäre und so sieht Onimusha: Way of the Sword am Ende wirklich super und äußerst stimmig aus.

Auch in Sachen Performance ist der Titel wirklich mehr als gelungen. Absolut runde 60 Frames konnte der Titel während unserer Testsession stets halten. Egal, wie viel gerade auf dem Bildschirm los war. Auf Wunsch kann man den Titel auch in einem Qualitätsmodus mit 30 Frames genießen. Das Bild wird somit zwar deutlich schärfer, die Performance aber auch deutlich schlechter. Der Performance-Modus ist in diesem Fall also vorzuziehen.

Abstürze oder Ruckler konnte ich während der gesamten Testphase nicht feststellen und auch ohne Day-1-Patch lief Onimusha: Way of the Sword also stets perfekt. So wünscht man sich den Launch eines solchen Titels doch. Vorbildlich und typisch Capcom-Oberklasse eben.

Auch akustisch ein Fest für die Sinne

Die bombastischen Soundeffekte, die jedes Kampfgeräusch bis ins Kleinste gekonnt untermalen, treffen auf einen epischen Soundtrack und hitzige Boss-Melodien, die das hektische und treibende Kampfgeschehen noch pulsierender wirken lassen. Wirklich toll umgesetzt und absolut passend für einen Titel dieser Art.

Die Synchronisation ist ebenfalls mehr als gelungen und kann sich in jeder Variante hören lassen. Vorzugsweise spiele ich solche Titel aber natürlich mit japanischer Original-Synchronisation und deutschen Untertiteln.

Die actiongeladene Onimusha-Reihe ist endlich zurück!

Nach vielen Jahren der Warterei ist es nun endlich so weit und ich kann mit vollster Überzeugung sagen: Dieses Spiel war die lange Wartezeit definitiv wert. Lange mussten Onimusha-Fans auf ein Revival ihrer Lieblingsreihe warten und mit Onimusha: Way of the Sword gibt es nun endlich einen würdigen Nachfolger.

Neben der umwerfend gestalteten Spielwelt und dem neuen, taktischeren Kampfsystem ist es allen voran auch die Atmosphäre, die den Titel für mich so besonders macht. Auch optisch kann Onimusha: Way of the Sword vollstens überzeugen und mit tollen Effekten und schönen Charaktermodellen glänzen.

Der Star sind hier neben der Atmosphäre auf jeden Fall die wuchtigen und eindrucksvollen Bosskämpfe gegen die finsteren Genma. Jeder Bosskampf stellt eine neue Herausforderung dar, an die man sich anpassen muss. Auch technisch kann der Titel in jeder Hinsicht glänzen.

Onimusha: Way of the Sword ist also ein absoluter Pflichtkauf für Onimusha-Fans, aber auch Spieler, die mal wieder einen Action-Blockbuster mit Japan-Setting genießen möchten, sind hier an der absolut richtigen Stelle. Von meiner Seite aus gibt es also eine klare Kaufempfehlung für dieses, meiner Meinung nach, grandiose Spiel.

 

Story

Unser Held und Meister-Schwertkämpfer Miyamoto Musashi gerät in einen dämonischen Konflikt und sieht sich gezwungen, die Menschheit und damit die gesamte Welt vor der teuflischen Bedrohung zu bewahren, um dem sicheren Tod zu entgehen.

Gameplay

Taktischeres Kampfsystem trifft auf knallharte Bosskämpfe. Unzählige Anpassungsmöglichkeiten ermöglichen zusätzlichen Spielraum für die eigene Spielweise. Weit weg von den alten Onimusha-Teilen und dennoch genial in die Neuzeit transportiert.

Grafik

Dank der hauseigenen RE Engine bekommen wir eine wunderschöne, unheimliche Spielwelt serviert, die auch mit tollen Charaktermodellen und Licht- und Schatteneffekten glänzen kann.

Sound

Umwerfender Soundtrack trifft auf tolle und knackige Effekte. Was will man mehr?

Sonstiges

Etwas mehr Nebenquests hätten dem Titel ganz gut getan. Man fühlt sich zwar nie gelangweilt, aber dennoch hätte man das digitale Kyoto hier und da noch mit mehr Aufgaben füllen können.

Bildmaterial: Onimusha: Way of the Sword, Capcom

3 Kommentare

  1. Danke für den Test. Nachdem mit die Demo so abgeschreckt hat ist das Spiel erstmal von meiner Liste geflogen (Leveldesign ist bei der Art von Spiel mir zu wichtig). Aber nach dem es jetzt dann doch überall so gut ankommt werde ich dann in ein paar Monaten/Jahren es mal im Sale mit nehmen. So kann ich dann auch nichts verkehrt machen.

  2. Schön, dass das Spiel so gut ankommt, aber für mich wird es ein Sales-Titel und ich meine ein Sale im Sinne von ich nehm es irgendwann von der Software-Pyramide mit.

    Ich empfand die Demo leider als stinkelangweilig in jedweder Disziplin, sei es Kampfsystem, Optik und vor allem Leveldesign. Die positiven Reviews können mich da leider auch nicht überzeugen.
    Schon Resident Evil Requiem bekam überwältigend positive Kritiken und außerhalb des Sanatoriums empfand ich alles andere als maximal mittelprächtig.
    Ich vermute daher mal stark, dass, wenn ich Onimusha wirklich ausprobieren würde, dass es mit guter Wahrscheinlichkeit einfach in meiner Liste der Enttäuschungen des Jahres landet.
    Aber hey, viel Spaß an jedem, dem es tatsächlich gefällt.

  3. Capcom ist momentan einfach immer noch am Kochen: Resi 9, Monster Hunter S3, Pragmata und jetzt eben Onimusha … Beeindruckend.

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