| Titel | Elden Ring – Tarnished Edition |
| 28. August 2026 | |
| Bandai Namco Entertainment | |
| 28. August 2026 | |
| Bandai Namco Entertainment America Inc. | |
| 28. August 2026 | |
| Bandai Namco Entertainment Europe | |
| System | Nintendo Switch 2 |
| Getestet für | Nintendo Switch 2 |
| Versionsnummer | 1.01 |
| Entwickler | FromSoftware |
| Genres | Open World Action RPG |
| Texte |
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| Vertonung |
Ich liebe Elden Ring. Zu sagen, ich hätte meine Zeit mit dem Spiel auf der Xbox Series X genossen, wäre schon fast eine Untertreibung. Deswegen war ich also sehr neugierig bei der Ankündigung einer Portierung auf Nintendo Switch 2, aber auch ein wenig skeptisch. Mittlerweile weiß ich dank Portierungen wie Final Fantasy XIV, dass es klappen kann, aber ein massiver Titel wie Elden Ring auf dieser mobilen Konsole?! Erste Berichte aus dem letzten Jahr zur Gamescom ließen nichts Gutes erahnen. Nun ist die Portierung hier und ich habe mich über 40 Stunden lang durch die mobile Variante der Zwischenlande gekämpft. Bei diesem Text geht es rein um die Technik der Switch-2-Version. Tests zum Grundspiel und DLC findet ihr hier und hier!
Achtung, Wurfgefahr!
Die Switch-2-Variante von Elden Ring bringt ein riesiges, aber vor allem auch herausforderndes Spiel auf die mobile Konsole. Bei meinem Spieldurchlauf, bei welchem ich es aber aus Zeitgründen nicht in den DLC geschafft habe, konnte ich einige Abenteuer im Handheld-Modus auf der Couch erleben. Am TV zu spielen war dank Pro Controller ähnlich wie auf der Xbox. Aber im Handheld-Modus fühlte sich das Spiel anfangs ungewohnt fummelig an. Aber das war nur der erste Eindruck und man gewöhnt sich schnell an die Handhabe.
Auf dem Bildschirm der Switch 2 sieht Elden Ring wirklich toll aus. Nur ein wenig dunkel ist es, hatte ich manchmal in Dungeons das Gefühl. Vielleicht lag es aber auch an dem großen Feuerball am Himmel, wenn die Sonne schien. In einem nicht komplett erhellten Raum ist so weit alles gut erkennbar. Auch auf anderen Konsolen glänzt Elden Ring zwar mit einer tollen Optik, aber das liegt vor allem an dem atmosphärischen Zusammenbau aller Bausteine. Schaut man auf Xbox genauer hin, fallen auch flott etwas schwammigere Texturen auf. Dies setzt sich auf Switch 2 fort. Im Handheld-Modus fällt das aber noch einmal deutlich weniger auf als am TV.
Aber immerhin: Dank HDR sticht das Bild euch mit tollen Farben entgegen. Egal ob im Handheld-Modus oder an einem größeren TV, welcher das Feature unterstützt. Ich habe nie die PC-Version an einem großen TV gespielt, ich kann das nun also schlecht damit vergleichen. Das wäre aber auch ungerecht. Dafür kann ich es gut mit einer anderen Konsolen-Fassung vergleichen und ich hätte nun als „Laie“, der nicht genau ins Detail geht, visuell keine Unterschiede zwischen Xbox Series X und Switch-2-Version feststellen können. Zumindest nichts, was mir direkt ins Auge stechen würde.
Der mögliche Genickbruch: Die FPS!
Doch das Wichtigste ist letztendlich, wie flüssig das Spiel läuft. Dafür steht FPS: Flüssiges Pild Score. Oder so. Auf jeden Fall kann man alle Sorgen über Bord werfen, welche durch die vor der Öffentlichkeit versteckte Preview-Version von der Gamescom 2025 aufkamen. Die Switch-2-Fassung läuft mit 30 Bildern pro Sekunde meist flüssig. Ja, meist. Ich befürchte, komplett ohne Probleme ist die Version nicht.
Während ihr die offene Welt durchlauft oder reitet, habt ihr eigentlich fast immer flüssige 30 FPS, auch meist in Kämpfen. Es gab ein paar Momente, wo dies ein wenig einbrach. Nach dem Kampf gegen Godrick, welcher ohne Probleme flüssig lief, geht es in das Seenland Liurnia. Einer der schönsten Momente in Elden Ring ist es, wenn man ein neues Gebiet betritt und von der schönen kommenden Landschaft erschlagen wird. Hier wurde aber eher die Konsole erschlagen, denn die Framerate brach kurz für ein bis zwei Sekunden ein. Interessanterweise aber nur beim ersten Betreten der Gegend. Als ich versuchte es nachzustellen, passierte es nicht mehr.
Ein paar andere Momente, in denen die Framerate nachgab, blieben auch im Kopf. In einem Kampf relativ zu Beginn des Spieles habe ich die Aschen-Wölfe herbeigerufen. Ein Troll-Boss zerschlug diese mit einem großen Angriff, was alle drei Wölfe gleichzeitig zum Platzen brachte. Hier krachte aufgrund der vielen Effekte und Dinge, die passierten, die Framerate ebenfalls ein. Auch das aber nur für einen sehr kurzen Moment, danach war alles wieder gut. Schwenkt ihr die Kamera schnell in größeren Gebieten oder in Kämpfen mit vielen Effekten, dann ist ein Stottern ebenfalls leicht merkbar. Nicht schlimm oder störend – aber durchaus bemerkbar.
Keine 120 FPS, absolut unspielbar?!
Als großer Fan von Bloodborne bin ich FromSoftware-Spiele mit 30 FPS gewohnt. Es stört mich also nicht, wenn es nicht ganz so flüssig läuft wie an einem High-End-PC und es in über 40 Stunden Spielzeit mal zum Einbruch der Framerate beim Erkunden kam. Doch das Wichtigste für mich: In fast keinem der Bosskämpfe kam es zum Stottern. (Zum Beispiel beim erwähnten Troll gab es das, interessanterweise.) Ich hatte keine Probleme im Kampf gegen Radahn, auch der effektvolle Kampf mit Rykard verlief ohne Ruckeln. Wenn Morgott zahlreiche Schwerter in den Boden schießt, bleibt das Spiel flüssig.
Gerade der Radahn-Kampf war interessant, da dort ja noch andere Charaktere mitkämpfen können und dieser gigantische Boss den Bildschirm mit seinem Körper und Attacken füllt. Wie es im DLC beim finalen Boss aussieht, der selbst in anderen Versionen teils zu Performance-Problemen geführt hat, kann ich leider nicht sagen. Ich versuche aber, es in den Kommentaren irgendwann nachzureichen. Gebt mir aber bitte ein bisschen Zeit, so gut bin ich dann auch wieder nicht …
Nach wenig Zeit gewöhnt man sich an die Performance und 30 FPS der Konsole. Das ist der Preis für das mobile Spielen. Einen Großteil meiner Spielzeit mit der Switch-2-Fassung habe ich im Handheld-Modus verbracht. Gerade das Erkunden der Welt oder von Dungeons ist dort wirklich angenehm und entspannt. Anfangs fiel es mir schwer, bei Boss-Gegnern mental in den „Serious Gamer“-Mode zu wechseln. Doch auch das ist nur eine Frage der Gewöhnung und somit war auch eine Rennala kein Problem. (Wobei sie sowieso kein Problem darstellt). Aber auch am TV habe ich einige Zeit mit der Portierung verbracht und kann von keinerlei Unterschieden berichten, außer dass der Titel am TV dann halt in 4K läuft. Das kann ich zwar nun technisch nicht zu 100 % belegen und es gibt seitens Bandai Namco keine Angabe dazu, aber das sagen mir zumindest meine schönen Äuglein.
Die Ladezeiten haben sicherlich Verbesserungspotenzial. Knapp zehn Sekunden dauert es durchschnittlich, bis ihr nicht mehr den Ladebildschirm seht. Teilweise kann das sogar noch länger dauern, wenn ihr euch zum Beispiel in die Hauptstadt Leyndell portiert. Innerhalb der Stadt geht das dann schneller. Generell gilt ein wenig: Je weiter weg, desto länger dauert die Schnellreise. Somit hatte ich beim Testen Zeiten zwischen fünf und zwölf Sekunden. Haut euch ein Boss um, habt ihr ungefähr eine Wartezeit von knapp sechs bis sieben Sekunden.
Das ist noch verkraftbar, aber in einem Spiel, wo man oft stirbt, kann das doch durchaus ein wenig nervig werden. Kann – mich hat es nicht gestört, aber auch da wieder: Ich bin halt lange Wartezeiten von Bloodborne gewohnt. Damit sind die Ladezeiten länger als auf einer PS5 oder Xbox Series X, aber deutlich kürzer als auf einer PS4 oder Xbox One. (Das liegt dort aber auch an der fehlenden SSD.)
Neue Inhalte braucht das Zwischenland?
Mit der Tarnished Edition von Elden Ring bringt FromSoftware zwei neue Klassen mit ins Spiel. Mit dem Idus-Ritter erhaltet ihr eine Startklasse, welche eine gute Defensive bietet, aber dennoch agil ist und euch eine interessante Hybrid-Klasse bietet. Abseits davon bringt FromSoftware hier ein komplett neues Land in die Lore des Spieles ein, welches uns sicherlich zahlreiche neue Lore-Videos auf YouTube bringen wird. Der Schwere Ritter bietet genau das, was er verspricht: Ihr startet als Ritter mit einem hohen Tragegewicht, welcher dementsprechend langsam rollt. Das ist persönlich gar nicht meins, aber wer Bock auf hohe Defensive mit einem fetten Krummsäbel hat, dem könnte diese Startklasse gut gefallen. Fans von FromSoftware freuen sich sicherlich, denn es gibt neue Rüstungssets, welche wohl Anspielungen auf ältere Spiele des Entwicklers bieten.
Auch das Spektralross Sturmwind bekommt nun die Möglichkeit, sich ein wenig umzuziehen! Drei Rüstungen könnt ihr für euren treuen Gefährten finden. Falls ihr dachtet, ihr erhaltet die einfach so, dann habt ihr euch getäuscht. Die Ausrüstungen müsst ihr in der Welt finden. Diese haben aber rein optische Auswirkungen. Das gespenstische Pferd hat dadurch keine besseren Werte.
Diese neuen Inhalte können für einen schmalen Taler von 4,99 Euro auf anderen Plattformen erworben werden. Ob sich das lohnt, muss man natürlich mit sich selbst ausmachen. Generell wirkt der Preis von der Switch-2-Fassung mit 79,99 Euro ganz schön hoch. Die Version beinhaltet das Grundspiel, den „Shadow of the Erdtree“-DLC sowie nun das „Tarnished Edition“-Pack. Der DLC ist scheinbar nie auf Steam im Angebot, das Grundspiel auch recht selten, aber das kam auf jeden Fall schon vor. Dennoch wäre da der günstigste Kombi-Preis noch über 70 Euro gewesen, laut SteamDB. So betrachtet muss man gar nicht so viel tiefer in die Tasche greifen als auf anderen Plattformen. Daher geht das schon so weit in Ordnung – aber wer auf einen Sale warten möchte, dem sei dies natürlich auch geraten.
Auch mobil ein Meisterwerk
Im Großen und Ganzen kann man sagen, Elden Ring läuft auf Switch 2 klasse und größtenteils sehr gut mit seinen 30 FPS. Wer sich an der „geringeren“ Rate stört, für den ist diese Fassung natürlich nichts. Allen anderen kann ich die mobile Version dieses Meisterwerks wärmstens empfehlen. Elden Ring läuft auf Switch 2 wirklich gut und ich bin extrem positiv davon überrascht. Egal ob ihr Neuling seid oder das Spiel schon gespielt habt, diese Version dürfte euch gefallen. Ich schätze es sehr, Elden Ring im Zug spielen zu können. Auch wenn ich dort nicht laut fluchen kann, weil ich mal wieder mein Ausweichen verhauen habe und nun mein Versager-Gesicht in der Reflexion des Switch-2-Bildschirmes anstarren muss. Apropos Versagen: Es wird Zeit, dass ich mich in den DLC begebe und noch mindestens 60 bis 70 oder vielleicht auch 300 weitere Stunden in das Spiel ballere.Bildmaterial: Elden Ring, Bandai Namco, FromSoftware








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