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Im Test! Elden Ring: Shadow of the Erdtree

TitelElden Ring: Shadow of the Erdtree
Japan21. Juni 2024
Bandai Namco
Nordamerika21. Juni 2024
Bandai Namco
Europa21. Juni 2024
Bandai Namco
SystemPlayStation 4/5, Xbox One, Xbox Series, PC
Getestet fürXbox Series X
EntwicklerFromSoftware
GenresAction-RPG
Texte
Deutschland Nordamerika 
VertonungNordamerika Japan

Mit Elden Ring haben die in Japan ansässigen EntwicklerInnen von FromSoftware im Februar des Jahres 2022 ihr bisher erfolgreichstes Spiel veröffentlicht. Mit über 25 Millionen verkauften Einheiten ist Elden Ring nicht nur FromSoftwares kommerziell erfolgreichster Titel, sondern auch der erfolgreichste Vertreter des Souls-Genres überhaupt.

Wie es sich für einen FromSoftware-Titel gehört, wurden relativ schnell nach der Veröffentlichung von Elden Ring bereits erste Stimmen laut, die sich nach neuem Content, sprich einem DLC, sehnten. Im Februar des Jahres 2023 war es dann endlich so weit und die erste und auch einzige Erweiterung „Shadow of the Erdtree“ wurde offiziell von FromSoftware via X (ehemals Twitter) angekündigt.

Elden Ring Rectangle

Ob sich der vielversprechende DLC qualitativ an den Stärken des Hauptspiels orientieren und diese vielleicht sogar noch toppen kann, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichen Test.

Zwei Geschwister auf Ewigkeiten verflucht

Die Geschichte von Shadow of the Erdtree handelt von Miquella, dem Sohn Marikas und Bruder der gefürchteten Malenia, der Göttin der Fäulnis. Miquella ist dazu verflucht, bis in alle Ewigkeit in der Gestalt eines Kindes zu leben. Miquella gelang es trotz aufopfernder und tragischer Versuche nicht seinen Fluch und auch den seiner Schwester Malenia aufzuheben. Daraufhin verließ Miquella den goldenen Orden und erschuf den sogenannten „Haligbaum“. Dieser Haligbaum sollte ein Gleichgewicht zum Erdenbaum darstellen und die Welt wieder in Einklang bringen.

Miquella schloss sich anschließend in den Haligbaum ein, wurde jedoch kurzerhand von Mohg, dem Fürsten des Blutes, entführt. Dieser wollte Miquella zum Gott aufsteigen lassen um dann anschließend selbst als neuer Elden Lord gepriesen zu werden. Da Mohg lediglich ein Halbgott ist, ist er auf Miquella angewiesen, denn nur so könnte er zum Elden Lord aufsteigen. Miquella verließ daraufhin jedoch den eigenen Körper und wanderte in die Schattenlande, wo er nun als verschollen gilt.

Ob wir mit Miquella auf einen Verbündeten oder einen weiteren furchteinflößenden Widersacher treffen und was uns in den finsteren Schattenlanden erwartet, bleibt offen.

Eine „kleine“ Hürde vor dem Einstieg

Um Zugang zu den Schattenlanden zu erhalten, muss man im Hauptspiel die beiden Bosse Radahn und Mohg besiegt haben, da der Storystrang von Shadow of the Erdtree ungefähr hier ansetzt. Auch sollte euer Charakter den entsprechenden Level haben, um es zumindest einigermaßen mit den Gegnern und Bossen des DLC aufnehmen zu können. Denn diese sind nochmals eine ganze Ecke härter, als es noch im Hauptspiel der Fall war. Aber genau das ist es ja, was sich so viele Elden-Ring- und Souls-Fans immer wünschen, oder?

Ist man dann also endlich in den besagten Schattenlanden angekommen, ist man auch direkt erstaunt über die unglaublich stimmungsvolle Kulisse, die einen erwartet. Selbst der Horizont strotzt nur so vor kleinen Details und man fühlt sich direkt zurückversetzt, als man das erste Mal das digitale Licht von Limgrave erblicken konnte und noch gar nicht so genau erfassen konnte, wie groß und eindrucksvoll diese Spielwelt eigentlich tatsächlich ist.

Mehr Dungeons, neue Items, nervenaufreibende Bosse

Shadow of the Erdtree ist vor allem eins: mehr Elden Ring. Und das vom Feinsten. Neben der neuen Spielwelt gibt es natürlich auch neue Dungeons, dutzende neue Items wie beispielsweise neue Rüstungs-Sets, neue Waffen und natürlich auch neue Asche-Zauber. Mit satten acht neuen Waffentypen wurde auch für die nötige Abwechslung in Sachen Waffenvielfalt gesorgt.

»Die Krönung von Shadow of the Erdtree stellen natürlich wie immer die nervenaufreibenden und extrem anspruchsvollen Bosskämpfe dar.«

Die Krönung von Shadow of the Erdtree stellen natürlich wie immer die nervenaufreibenden und extrem anspruchsvollen Bosskämpfe dar. Sollte man sich bei dem ein oder anderen Boss des Hauptspiels mal unterfordert gefühlt haben, macht Shadow of the Erdtree dieses Mal alles richtig und lehrt euch teilweise wirklich das Fürchten.

Manche Bosse haben es definitiv in sich und erfordern einen dementsprechend geskillten Charakter-Build um es mit diesen aufnehmen zu können. Für SpielerInnen, die schnell das Handtuch werfen, war das Hauptspiel bereits äußerst frustrierend. Shadow of the Erdtree kann dies jedoch nochmals toppen und treibt euch nicht selten an die Frustrationsgrenzen.

Fragmente die das Leben schöner machen

Mit den sogenannten „Scadubaum-Fragmenten“ kann man sich in Shadow of the Erdtree außerdem einen entscheidenden taktischen Vorteil sichern. Die Fragmente die überall in der Spielwelt verstreut sind, lassen sich an jedem Ort der Gnage einlösen und erhöhen sowohl die Resistenz des Charakters, als auch dessen Stärke. So kann man sich das ohnehin schon knüppelharte Abenteuer zumindest etwas einfacher gestalten. SpielerInnen denen das Abenteuer noch nicht schwer genug ist, können auch gänzlich auf den Einsatz der Scadubaum-Fragmente verzichten.

Multiplayer als Lösung für frustige Momente

Sollte euch Shadow of the Erdtree allerdings den allerletzten Nerv kosten, gibt es immer noch die Möglichkeit, wie auch schon im Hauptspiel, sich menschliche Unterstützung im nahtlosen Multiplayer-Modus zu holen.

Die goldenen Rufzeichen, die man überall in der Welt und speziell kurz vor den Bosskämpfen findet, sind menschliche SpielerInnen, welche man zur Hilfe herbeirufen kann. Hin und wieder hat man auch die Möglichkeit, NPCs zur Hilfe zu rufen, sollte mal gerade kein menschlicher Spieler greifbar sein.

Hartgesottene Elden-Ring- und Souls-Fans kritisieren diesen Mehrspielermodus zwar stets aufs Schärfste. Allerdings bin ich der Meinung, man sollte lieber auf zusätzliche Hilfe zurückgreifen, bevor man einfach die Flinte ins Korn wirft. Dafür ist der Titel einfach zu gut und das Spielerlebnis wird dadurch meiner Meinung nach auch nicht schlechter.

Technisch nicht immer ganz auf der Höhe

Was mir öfter während der Testphase auffiel, ist die Tatsache, dass die Frames gerade in größeren Gebieten hin und wieder deutlich einbrechen können. Gerade beim ersten Betreten des DLC-Gebiets sinkt die Framerate in den 40er-Bereich. Unschön und fraglich, ob dies nach dieser, zumindest für einen DLC, recht langen Entwicklungszeit nicht vielleicht hätte vermieden werden können.

Während der hitzigen Bosskämpfe trat dies jedoch nie auf. Oft sind die Boss-Areale jedoch auch vergleichsweise klein und begrenzt. Dementsprechend stellt das Spiel in diesen Momenten auch an die Technik geringere Ansprüche, weswegen es folglich auch zu keinen FPS-Drops kommt.

Der vielleicht beste DLC überhaupt

Shadow of the Erdtree ist ein wahrhaft fantastischer DLC und vielleicht sogar einer der besten, der jemals das Licht der digitalen Welt erblicken durfte. Mit 15–20 Stunden Spielzeit nur für die Hauptquests bietet Shadow of the Erdtree ordentlich Content, um auch hartgesottene Elden-Ring-Fans erneut in seinen Bann zu ziehen. Möchte man die Schattenlande in ihrer vollständigen Größe erkunden, muss man mit guten 50 Spielstunden rechnen. Ein richtiger Spielzeit-Hammer also. Vor allem für einen DLC.

Neben allerlei neuen Dungeons, Items und Waffen, erwarten euch natürlich auch etliche spannende und nervenaufreibende Bosskämpfe. Gerade die haben es wirklich in sich und erhöhen den Schwierigkeitsgrad des ohnehin schon recht fordernden Hauptspiels nochmals deutlich. Hartgesottene Souls-Fans werden es lieben, SpielerInnen mit einer niedrigen Frustgrenze jedoch hassen. Für frustrierte SpielerInnen gibt es jedoch nach wie vor die Möglichkeit, sich andere MitstreiterInnen herbeizurufen, um so den ein oder anderen Boss etwas leichter zu besiegen.

Einzig und allein die immer mal wieder auftretenden Framedrops trübten das Gesamtbild etwas. Da dies jedoch nicht häufig der Fall ist und während der wirklich wichtigen Momente, also den Bosskämpfen, eigentlich nicht auftritt, ist das noch verschmerzbar. Aufgrund der recht langen Entwicklungszeit von Shadow of the Erdtree hätte man dies jedoch vermeiden können.

Abschließend kann man Shadow of the Erdtree absolut jedem Elden-Ring- und Souls-Fan ans Herz legen. Denn hier erwartet euch der vielleicht beste DLC, den es bisher zu einem Videospiel gab. Eine klare Kaufempfehlung von meiner Seite aus also.

 

Story

Auf der Suche nach Miquella, dem Sohn Marikas und Bruder Malenias, machen wir uns auf in die finsteren Schattenlande. Wer weiß, was uns hier erwartet? Und ist Miquella freundlich gesinnt oder ein weiterer Widersacher auf dem beschwerlichen Weg dieser Welt den Frieden zurückzubringen?

Gameplay

Souls-typisches Gameplay mit hammerharten Bosskämpfen und vielen Möglichkeiten den eigenen Charakter-Build zu beeinflussen. Obendrauf gibt es eine große, offene Spielwelt, die vor Geheimnissen nur so strotzt. Ein Fest für Liebhaber des Genres quasi.

Grafik

Wie auch schon beim Hauptspiel gibt es wunderschöne Kulissen zu bestaunen, die mit schönen Licht- und Partikeleffekten glänzen können. Läuft wahlweise im 60-Frames-Modus oder auch in 4K-Auflösung mit 30 FPS.

Sound

FromSoftware-typischer Bombast-Soundtrack, der vor allem während der Bosskämpfe so richtig aufdreht. Noch epischer geht kaum.

Sonstiges

Immer mal wieder auftauchende Framedrops stören das Gesamtbild etwas. Während der Bosskämpfe bleiben die FPS allerdings stets stabil.

Bildmaterial: Elden Ring, Bandai Namco, FromSoftware

2 Kommentare

  1. Schöner Test und ich stimme dem zu das es ein ziemlich gutes dlc ist. Für mich jetzt nicht das beste, aber zumindest seinen Preis Wert. Bis jetzt ist die Welt optisch wieder wunderschön, die Dungeons gut Designt und die Kämpfe sind wieder sehr spaßig. Vor allem durch die kleinere Welt ist die Erkundung nicht mehr ganz so ansträngend und die Erfahrung so verwässert wie im Hauptspiel. Leider gibt es auch ein paar Sachen die mir nicht so gefallen. Zum einen wäre das die Scadutree Mechanik, da sie ein Großteil der Rpg Mechaniken in dem Spiel aushebelt was eigentlich eine große stärke war, aber jetzt komplett egal ist. Und zum anderen haben sie diesmal nicht ganz die Balance zwischen Herausfordernd und frustrierend gefunden, da manche Bosse einen zu schnell ohne anzeichen einen mit 1-2 schlägen töten (das eigene Level ist ja egal).

    Ich hatte jetzt schon ein paar kämpfe wo ich nur auf gut Glück ausgewichen bin, da das klassische einstudieren der Gegner nicht mehr so gut funktionierte wie bei ihren vorherigen Spielen. Hinzu kommt das bei nicht wenigen Bossen der größte Kampf auch die Kamera war, dies hat auch nicht geholfen. Aber abgesehen davon Fantastisches dlc was ich jeden empfehlen kann.

    Auf der Suche nach Miquella, dem Sohn Marikas und Bruder Malenias, machen wir uns auf in die finsteren Schattenlande. Wer weiß, was uns hier erwartet? Und ist Miquella freundlich gesinnt oder ein weiterer Widersacher auf dem beschwerlichen Weg dieser Welt den Frieden zurückzubringen?

    Mit dem Satz habe ich mehr von der Story mitbekommen als die 15-20h die ich schon spiele ^^

  2. Oh ja, es ist einfach Mehr Elden Ring, und wer das mochte, wird auch mit dem DLC glücklich.

    Aber ja, eingie Bosse wischen einfach den Boden mit einem auf..vor allem wenn sie neben ständigen Projektil Zaubern/rufung selbst noch Aschen nutzen können und sich wild durch die Gegend teleportieren, so wie der Boss, der mich Gerade zur Weißglut treibt 😅 1 - 2 Hits sind da schnell kassiert, ohne Chance auf Heilung.

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