Die Community hinter dem Steam Deck ist bastelfreudig – und so werden auch immer wieder Apps entwickelt, die eigentlich nicht auf dem Steam Deck und der Steam Machine laufen sollen. Jetzt ist eine neue App im öffentlichen Playtest, welche eure PlayStation-Spiele auf Steam Deck und Steam Machine streamen lässt und so PlayStation Portal überflüssig macht.
Die App heißt wahrscheinlich nicht ganz zufällig Asobi: Remote Play, hat aber nichts mit dem gleichnamigen Studio zu tun. Sie läuft nicht nur auf Steam Deck und Steam Machine, sondern auch ganz allgemein auf Linux-Geräte, wie Eurogamer berichtet.
Neu ist die Funktion, mit einem Premium-Abo von PlayStation Plus die Spiele nun direkt aus dem Cloud-Katalog auf dem Steam Deck oder der Steam Machine zu spielen, ohne dass eine PS5 aktiv sein muss. Einen PSN-Account braucht man logischerweise dennoch.
„Gute Neuigkeiten für alle! Der Playtest für Asobi: Remote Play auf Steam Deck, Steam Machine und Linux ist ab sofort live“, schrieb Ichenzo auf Reddit via Eurogamer. „Alle Premium-Features sind bis zum offiziellen Launch im Steam Store freigeschaltet. Cloud-Gaming erfordert ein PSN-Konto mit aktivem PS-Plus-Premium-Abonnement. Einladungen gehen per E-Mail an alle, die sich angemeldet haben. Es sind viele von euch, also gebt dem Ganzen ein wenig Zeit.“
Wie findet Sony das?
Während des Playtests ist die gesamte Premium-Stufe mit 60 fps, HDR und 4K-Upscaling, manuelle Bitratensteuerung – kostenlos nutzbar. Nach Ende des Tests soll dies eine Premium-Funktion werden. Eine Windows-Version von Asobi: Remote Play ist geplant.
Asobi ist allerdings kein Sony-Produkt und steht in keiner offiziellen Verbindung zu PlayStation, Valve oder Steam – wird allerdings bei Steam vertrieben. Dass Asobi: Remote Play an das Marketing von PlayStation Portal anknüpft und seine Features visuell ähnlich bewirbt, schmeckt Sony möglicherweise nicht. Insbesondere die Monetarisierung der App könnte ihre Veröffentlichung auf den Prüfstand stellen. Auch an das Neudenken der PC-Taktik von Sony sei erinnert.
Gleichwohl, wer wirklich nur PS5-Spiele streamen will: Die PlayStation Portal* gibt’s für 249,99 Euro. Das Steam Deck kostet 779,00 Euro aufwärts. Und die Steam Machine … na ja.
Bildmaterial: Valve

Das reicht doch nach "wir gehen dagegen vor und wollen nicht, dass sowas von einem anderen Anbieter angeboten wird".
Na, das wird Sony sicher freuen … 😄 Andererseits wäre das schon eine interessante Möglichkeit, wenn man sich zukünftig ohnehin immer weiter von der PlayStation als Plattform entfernt. Wenn Sony seine Spiele irgendwann sowieso nur noch digital anbietet, könnte man sie auf diese Weise zumindest weiterhin auf dem Steam Deck oder der Steam Machine spielen. Wäre für einige sicher ein ziemlich interessanter Ansatz.