Nach vielen Gerüchten in den letzten Tagen macht Xbox heute alles offiziell. In einer Nachricht an die Belegschaft, die Asha Sharma kurz darauf auch im Xbox-Blog veröffentlicht hat, gibt man Entlassungen, Studio-Trennungen und mehr bekannt.
Nach der üblichen „reiflichen Überlegung“ habe man diese wie immer „schwierige Entscheidung“ getroffen, noch heute etwa 1.600 Stellen zu streichen. Im Laufe des Geschäftsjahres sollen insgesamt 3.200 Mitarbeitende entlassen werden. Darüber hinaus werden vier Entwicklerstudios unter neuer Leitung „aus dem Xbox-Verbund ausscheiden“, wie es Asha Sharma formuliert.
Man kennt es: „Ich weiß, dass dies schmerzhaft ist. Diese Veränderungen betreffen direkt Menschen, die ihre Kreativität in den Aufbau von XBOX gesteckt haben. Viele kamen durch Übernahmen zu uns, während andere hier eingestellt wurden oder sich bewusst für uns entschieden haben, weil sie diese Branche und XBOX lieben. Die heutigen Entscheidungen spiegeln weder ihr Talent noch ihr Engagement wider“, so Asha Sharma.
Doch das Geschäft sei „derzeit nicht gesund“ – man arbeite mit Margen, die drei bis zehnmal niedriger seien als bei vergleichbaren Plattform- und Publishing-Unternehmen. Man habe mit dem Game Pass und der Multiplattform-Strategie zwar Geschäftsbereiche mit bedeutendem Wert geschaffen, aber diese seien nicht im erwarteten Tempo gewachsen. Das schwäche das Kerngeschäft, dazu komme die Hardware-Krise.
Das Geschäft ist „derzeit nicht gesund“
Von Compulsion Games und Double Fine Productions trennt sich Xbox, diese Studios würden „wieder in die Hände des Managements übergehen“ und sich zu unabhängigen Studios entwickeln. Ninja Theory und Undead Labs gehen an neue Eigentümer und sollen mit der nötigen Finanzierung Senua und State of Decay 3 fertigstellen können.
Was mit Arkane passiert, ist noch nicht vollends klar. „In Frankreich leitet das Management von Arkane die erforderlichen Konsultationen mit dem Betriebsrat ein, um mögliche strategische Optionen zu prüfen.“ Auch in den Studios, die bleiben, gibt es Veränderungen. Dazu gehören Bethesda, Blizzard, Activision, King und Mojang – doch „keines unserer öffentlich angekündigten First-Party-Spiele oder -Projekte wird im Rahmen dieser Kürzungen eingestellt.“
Wie Asha Sharma das Unternehmen zukünftig aufstellen will, lest ihr im Xbox-Blog. Dazu gehört ein neuer Chief Operating Officer, der durchgängig die Gewinn- und Verlustverantwortung trägt. Diese Position übernimmt Helen Chiang.
Bildmaterial: Xbox

Mittlerweile Schocken mich solche Nachrichten nicht mehr. (Außer es sind solche Super-GAU's wie Sony mit der Einstellung Physischer Medien).
Es Schockt mich mehr wie Normal das alles geworden ist. Die Welt brennt, es wird alles schlimmer und ich sitze hier und frage mich wie schlimm es geworden sein muss.
Dass sind sehr Düstere Prognosen für die Menschheit.
Ich will ja nicht zu zynisch sein... (aber bin es trotzdem^^).
und
sind doch einfach nur ein Traum. Da steht ja nicht, dass kein Geld verdient wird, sondern dass die Rendite hinter den Erwartungen zurückbleibt. Viel mehr kann man nicht sagen, dass man nicht nur Geld verdienen will, sondern alles Geld will. Man muss die aktionärsgetriebenen Entscheidungen schon irgendwie lieben, nicht?
Ok ok das klingt zwar im groben Überblick wieder nach einer weiteren Hiobsbotschaft, doch insgesamt würde ich es doch eher als positiv verbuchen, weil anscheinend wirklich alle Studios gerettet werden konnten. Nun außerhalb von Microsofts Schirmherrschaft sind diese damit hoffentlich wieder etwas sicherer und können sich wieder mehr entfalten.
Gerade bei Double Fine freut es mich wirklich sehr, dass sie nun wieder eigenständig, als Indie Entwickler agieren.
Bei Ninja Theory muss man mal abwarten, wer der Käufer jetzt ist. Hoffentlich handelt es sich da um eine Firma, die denen gut tun wird. Vielleicht bekommen sie dort auch den Mut eine neue IP zu kreieren, anstatt weiterhin verzweifelt dem Erfolg ihres One Hit Wonders nachzujagen. Ich würde es ihnen wünschen, da ich immer noch fest davon überzeugt bin, dass Hellblade sich einfach nicht als große Reihe eignet.
Ich muss auch zugeben, wenn Sharma diese Nachricht wirklich so formulierte hat mit den geringen Margen, finde ich das überraschend ehrlich für eine Nachricht, was man gerade bei Xbox jetzt weniger kennt. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die Entscheidung von den Microsoft Köpfen kamen, denen die Zahlen nicht gefielen und daher Schließungen gefordert haben. Umso schöner, dass es so glimpflich ausging.
Hoffentlich wird es Arkane dann auch noch schaffen und entweder als Indie oder unter neuer Flagge weitermachen können.
Ich bin nun tatsächlich eher neugierig und freu mich darauf zu sehen, was die Firmen abseits von Xbox nun zukünftig bringen werden.
135 Milliarden Dollar Investition in KI-Technologie allein 2026.
Natürlich ist das Geschäft nicht gesund. Microsoft hat es vergiftet.
Eigentlich müsste Xbox ausgegliedert werden. Über Sharma steht immer noch Nadella und dem sind die Privatkunden schon lange ein Dorn. Cloud, AI, sonst nix.
Und was Marge angeht, die geforderten 30% sind einfach utopisch. Ich vermute die halten daran immer noch fest.