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Pokémon-Pocket-Macher erhalten 1,5 Milliarden Yen als „Fördermittel“ – das stößt auf Kritik

Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) wird dem Live-Service-Game-Entwickler DeNA insgesamt 1,5 Milliarden Yen (rund 9,27 Millionen US-Dollar) an Subventionen zur Verfügung stellen.

DeNa ist bekannt für die Nintendo-Mobile-Titel Fire Emblem Heroes, Mario Kart Tour, Pokémon Masters und zuletzt dem Pokémon-Sammelkartenspiel-Pocket. Die Auswahl von DeNA für das staatliche IP360-Programm stößt auf Kritik.

Das staatliche Programm soll die Entwicklung neuer heimischer IPs fördern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der japanischen Content-Industrie stärken soll. DeNA befindet sich allerdings in illustrer Runde: Weitere Fördergeldempfänger sind SEGA, Konami, Square Enix, Koei Tecmo und Arc System Works.

Manche Nutzer auf Twitter fordern, dass die Fördermittel besser an aufstrebende Solo- und Indie-Entwickler fließen sollten. „So wirkt es weniger, als wolle man neue Talente fördern, sondern eher, als würde man starke Unternehmen noch stärker machen“, schrieb ein Nutzer.

Die Praxis ist schwieriger

Die allgemeine Stimmung zur Verteilung dieser Fördermittel ist bei Twitter ziemlich einseitig. Fast alle Stimmen sind irritiert bis erbost, dass ein großes Unternehmen wie DeNA diese Steuergelder einstreicht.

Indie-us Games ordnet jedoch ein, dass es in der Praxis äußerst schwierig sei, als kleiner oder unabhängiger Entwickler Zugang zu umfangreichen staatlichen Fördermitteln zu erhalten. Große Unternehmen mit stabilen Umsätzen und nachweisbaren Erfolgen hätten deutlich bessere Chancen, dass ihre Anträge bewilligt werden. Sie sind an strenge Bedingungen geknüpft und würden häufig erst nach Projektabschluss ausgezahlt, was sie für Einzelentwickler ungeeignet macht.

via Automaton Media, Bildmaterial: Pokémon-Sammelkartenspiel-Pocket, The Pokémon Company, DeNA, Creatures Inc.

4 Kommentare

  1. Mich irritiert nicht nur das große Firmen die mit ihren Mobile "Spielen" Millionen machen gefördert werden sondern dass Mobile Spiele gefördert werden die eher schlecht für die Spielelandschaft sind.

  2. Indie und Nischentitel Pushen um den Markt zu Pushen und zu Diversifizieren: ❌️

    Mobile Slop, GameFreak (Die mit Pokemon das Erfolgreichste Franchise der Welt besitzen was total Durchkapitalisiert wurde) und Nintendo Pushen obwohl die schon genug machen: ✅️

    Und dann wundert man sich warum die Spieleindustrie es immer schlechter gehen wird.

    Man Pusht keine Kunst, sondern Ausbeutung von Mental Anfälligen Menschen und dass Firmen wie GameFreak, Hoyoverse, die Entwickler die hier im Artikel erwähnt wurden, oder die ganzen Live Service (Gacha) Slop nur noch mehr Macht ausbauen können, die sie absolut nicht Missbrauchen werden. (Lol)

    Aber Hey Politiker interessieren sich nicht für Gaming, Kunst, Kultur oder Whatever, sondern nur die Reichen noch Reicher zu machen und uns allen ans Bein zu Pinkeln weil wir nicht Drölfzig Stunden für den Hungerlohn arbeiten können.

  3. Das wundert mich nicht, das gibt es auch bei uns.

    Die Förderprogramme inkludieren regelmäßig deutsche Studios, die Ubisoft oder Embracer angeschlossen sind. Da frage ich mich auch manchmal, ob man das nicht irgendwie ... "besser" machen kann.

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