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Lichter gehen aus: Aussichten für Nagoshi Studio und Gang of Dragon werden immer dunkler

Nachdem die chinesischen Großinvestoren von NetEase und Tencent diversen Studios – unter anderem vielen japanischen Persönlichkeiten – den Geldhahn zudrehten, traf es kürzlich auch Nagoshi Studios.

Im März wurde bekannt, dass NetEase seine finanzielle Unterstützung für Gang of Dragon eingestellt hatte. Kurioserweise nur wenige Wochen nach ersten Enthüllung des heißerwarteten Projekts im Rahmen der Game Awards.

Der Grund: Sieben Milliarden weitere Yen zur Realisierung des Spiels waren dem chinesischen Geldgeber dann doch zu viel. Yakuza-Schöpfer und Nagoshi-Chef Toshihiro Nagoshi machte sich dem Vernehmen nach auf die Suche nach Geldgebern, denn dass ein Publisher das Projekt weiterführt, schien eine Option zu sein.

Auch wenn es nach wie vor keine offiziellen Statements gibt, so scheinen nun aber die Lichter bei Nagoshi Studio langsam auszugehen. Die gesetzte Frist im Mai ist verstrichen und nachdem Youtube-Kanal und Website schon offline sind, hat Game*Spark jetzt die LinkedIn-Profile verschiedener Entwickler durchforstet und wenig Beruhigendes festgestellt.

Mehrere bekannte Mitarbeitende des Studios hätten demnach (via Automaton Media) auf ihren Profilen deutlich gemacht, dass sie nicht mehr bei Nagoshi Studio arbeiten oder sogar bereits zu anderen Studios wie Lightspeed Japan (Naoki Someya) oder Capcom (Tomoharu Hosaka) gewechselt sind. Ein halbes Dutzend weitere Profile bestätigen ähnliches. Zuvor hatte sich Nagoshi selbst in einem Famitsu-Beitrag als „unabhängiger Spieleentwickler“ ausgewiesen.

Gang of Dragon

Action, harte Kämpfe, Waffen, coole Typen, bekannte Schauspieler und Shinjuku – das waren die Zutaten für Gang of Dragon. Das sah nach Nagoshi aus. Vielleicht sogar etwas nach den früheren Yakuza-Spielen. Laut der Steam-Seite (die noch online ist) handelt es sich um ein Action-Adventure, das euch in die Rolle von Shin Ji-seong verschlägt. Der vom bekannten amerikanisch-südkoreanischen Schauspieler Ma Dong-seok verkörperte Protagonist ist hochrangiges Mitglied eines koreanischen Syndikats mit Sitz in Kabukicho. Ob wir seine Geschichte jemals kennenlernen?

Bildmaterial: Gang of Dragon, Nagoshi Studio

3 Kommentare

  1. War zwar schon ziemlich klar das es so enden wird aber schade ist es dennoch. Ich hätte nämlich nicht dagegen gehabt von 2 Studios Yakuza ähnliche Spiele zu bekommen. Echt schade das dies nichts geworden ist.

  2. Ich bin generell gespannt, was Nagoshi nun als nächstes vor hat bzw. wo er als nächstes landen wird, oder ob er es nicht sogar als unabhängiger Entwickler in kleinerem Rahmen versucht.

    Schade bleibts ums Projekt. Da wollte man wohl einfach zu viel bzw. hat sich zu sehr auf die blendenden Versprechen von NetEase verlassen, was man ihm aber auch nicht vorwerfen kann. Vielleicht kann er sich ja erstmal anderweitig behaupten und findet eine Chance, das Projekt dann irgendwann doch nochmal aufzugreifen

  3. Sehr schade. Eines der wenigen Spiele auf die ich mich gefreut habe, Die Hoffnung stirbt zuletzt :)

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