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Mehr Product Placement für weniger Abhängigkeit von Live-Service könnte der Branche helfen

Bei ständig steigenden Preisen in der Gaming-Industrie ist die Branche auf der Suche nach wenig invasiven, aber gewinnbringenden Möglichkeiten der Monetarisierung. BioWare-Veteran und „Dragon Age“-Producer Mark Darrah ist der Ansicht, dass einige Studios und Publisher in Erwägung ziehen sollten, verstärkt auf Produktplatzierungen zu setzen, anstatt sich bei der Finanzierung ihrer Entwicklung auf Mikrotransaktionen zu verlassen.

„Meinem Verständnis nach hat sich der Live-Action-Film zu den Schlümpfen vollständig durch Produktplatzierungen finanziert“, behauptete Darrah. „Der Film wurde also effektiv für null Dollar produziert, allein durch den Verkauf von Produktplatzierungen. Vergleicht das mit der Art und Weise, wie Spiele Geld verdienen“, sagt er auf seinem persönlichen YouTube-Kanal. Das Modell würde sich für manche Genres besser eignen als für andere.

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Niedrige Einstiegshürde durch niedrigeren Preis

„Der Vorteil von [Free-to-Play] mit Mikrotransaktionen ist, dass die Einstiegshürde extrem niedrig ist“, sagte er. „Das Geld, das man verdienen kann, kann sehr viel sein, wirklich enorme Summen – aber gleichzeitig werden viele Leute dein Spiel spielen, ohne etwas zu bezahlen. (…) Das führt dazu, dass sich der Fokus eines Spiels von allen Spielern hin zu denjenigen verschiebt, die tatsächlich Umsatz generieren.“

Auch Abo-Modelle seien keine Lösung. „Ein Problem bei Spiel-Abomodellen ist, dass sie teilweise Fehlanreize schaffen, die nicht unbedingt spielerfreundliches Design fördern, sondern darauf abzielen, die Kennzahlen zu optimieren, nach denen bezahlt wird“, erklärte er.

„Man will keine solchen Fehlanreize, die dazu führen, dass das Design gegen die Spielerfahrung arbeitet. Ich würde sogar argumentieren, dass das gesamte Live-Service-Mikrotransaktionsmodell genau darauf hinausläuft: Es ist vollständig darauf ausgelegt, Monetarisierung über die Spielerfahrung zu stellen, um mehr Geld zu verdienen. Mir fällt nichts Vergleichbares im Filmbereich ein.“

Alternativen zum Live-Service

Das Problem bei Live-Service und Mikrotransaktionen sei, dass es ein Limit bei SpielerInnen und der Menge an Geld gäbe, die diese ausgeben können. Deshalb sollten mehr Studios alternative Modelle wie Produktplatzierungen in Betracht ziehen – nicht nur wegen potenzieller finanzieller Stabilität, sondern auch, weil dadurch Genres gestärkt werden könnten, die sich nicht gut für Live-Service eignen.

„Vielleicht lassen sich entsprechende Partnerschaften aufbauen. Vielleicht müssen wir auch ändern, wie Spiele in Abodienste kommen – vielleicht nicht dauerhaft, sondern nur zeitlich begrenzt, ähnlich wie Filme Netflix wieder verlassen“, so Darrah.

Mit einem kleinen indirekten Seitenhieb auf eingestellte Live-Service-Großprojekte sagt er auch: „Nicht alles kann ein Live-Service sein – das haben wir, hoffe ich, in den letzten anderthalb Jahren ziemlich deutlich gesehen.“

Mark Darrah im Video-Podcast:

via VGC, Bildmaterial: Mario Kart 8, Nintendo via 4Gamer

5 Kommentare

  1. Vielleicht müssen wir auch ändern, wie Spiele in Abodienste kommen – vielleicht nicht dauerhaft, sondern nur zeitlich begrenzt, ähnlich wie Filme Netflix wieder verlassen“,

    Würde die Abo-Dienste natürlich ungemein ansprechender machen /s

    Manche Leute haben echt krude Ideen. Und kommt mir bloß nicht mit Product Placement. Ich mein, meine Art Spiel wars eh nicht, aber mich hat schon Monster Energy in Death Stranding mega gestört òÔ

  2. Da muss ich sagen, mir ist es ehrlich gesagt egal. Wenn das Spiel gut ist und mir Spaß macht zahle ich so oder so etwas. Ob Abo, F2P, B2P oder wie auch immer.

    Auch Werbung, wenn sie denn gut platziert ist, stört mich absolut null. Ob ich in Forza jetzt ein erfundenes Getränk auf dem Plakat habe oder Cola Werbung ist absolut irrelevant für mich.

    Wenn es am Ende irgendwo Fair bleibt und der Mehrgewinn nicht nur in noch mehr Manager fließt sondern auch in bessere Produkte, bin ich absolut im Reinen damit.

  3. Da muss ich sagen, mir ist es ehrlich gesagt egal. Wenn das Spiel gut ist und mir Spaß macht zahle ich so oder so etwas. Ob Abo, F2P, B2P oder wie auch immer.

    Auch Werbung, wenn sie denn gut platziert ist, stört mich absolut null. Ob ich in Forza jetzt ein erfundenes Getränk auf dem Plakat habe oder Cola Werbung ist absolut irrelevant für mich.

    Wenn es am Ende irgendwo Fair bleibt und der Mehrgewinn nicht nur in noch mehr Manager fließt sondern auch in bessere Produkte, bin ich absolut im Reinen damit.


    Wenn es gut gemacht ist, kann es sogar der Immersion helfen. Ich vermisse beispielsweise bei der Virtual Console Version von Wave Race 64 echt die Kawasaki- und Fanta-Werbung, in Crazy Taxi die ganzen realen Läden. Woanders passt die Lizenzmusik einfach perfekt, wenn die entfernt wird fehlt einfach was. Hello Kitty in Animal Crossing war auch ganz nett und passend. Andere Crossovers in Gacha-Games passen dagegen echt wenig.

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