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Pragmata-Director Yonghee Cho sorgt mit Äußerung zu Sequel für Panik im PR-Team

Bei Capcom läuft es aktuell einfach. Neben etablierten Reihen sorgen inzwischen auch komplett neue Marken für Aufmerksamkeit – und genau das scheint nun auch PRAGMATA gelungen zu sein.

Nur 16 Tage nach Veröffentlichung hat das Spiel laut Capcom bereits weltweit über zwei Millionen Verkäufe erreicht. Für eine neue AAA-Marke ist das durchaus bemerkenswert – besonders in einer Zeit, in der viele große Publisher fast ausschließlich auf bekannte Reihen setzen.

„Natürlich würde ich mir eine Fortsetzung wünschen“

Passend zum Erfolg wurde Director Yonghee Cho und Producer Naoto Oyama in einem Interview mit GamesRadar gefragt, ob aus dem Spiel in der Zukunft auch mal ein eigenes Franchise werden könnte. Oyama wird dabei wenig konkret und betont die kurze Zeit seit Veröffentlichung und er wüsste nicht, was die Zukunft bringen würde. Und so weiter.

Chos Antwort, nachdem die Frage etwas abgeändert wurde, nämlich ob er gerne Pragmata 2 machen würde, fiel allerdings sehr eindeutig aus: „Natürlich würde ich mir eine Fortsetzung wünschen.“

Allerdings schob Cho direkt hinterher, dass er „nicht der Einzige, der entscheidet“ sei und deshalb nichts weiter dazu sagen könne. Genau dieser Satz sorgte im Interview offenbar sofort für leichte Panik auf PR-Seite von Capcom.

Laut dem Bericht meldete sich Capcoms japanisches PR-Team direkt mehrfach zu Wort, um klarzustellen, dass es sich dabei lediglich um Chos persönliche Meinung handle – und keinesfalls um eine offizielle Ankündigung von Pragmata 2. Produzent Naoto Oyama ergänzte sogar lachend: „Bitte reiß diesen Satz nicht aus dem Zusammenhang.“

Man kann sich die Situation also ungefähr vorstellen: Der Director sagt einmal vorsichtig, dass er gerne mehr machen würde – und im Hintergrund wirft sich die PR-Abteilung gefühlt sofort auf die imaginäre Handgranate.

Neue Marke mit ungewöhnlichem Ansatz

PRAGMATA gilt für Capcom als eher ungewöhnliches Projekt. Statt großer Open Worlds oder Live-Service-Elemente setzt das Spiel auf ein vergleichsweise kompaktes, lineares Singleplayer-Erlebnis mit eigenständigem Gameplay-Fokus.

Cho erklärte außerdem, dass er bei der Entwicklung bewusst einen etwas „indie“-artigen Ansatz verfolgen wollte. Gerade das scheint bei vielen SpielerInnen gut angekommen zu sein.

Mit über zwei Millionen Verkäufen innerhalb von etwas mehr als zwei Wochen dürfte PRAGMATA damit bereits jetzt zu den erfolgreicheren neuen Marken der letzten Jahre gehören. Ob daraus tatsächlich eine größere Reihe entsteht, bleibt zwar offen – überrascht wäre nach diesem Start vermutlich aber kaum noch jemand.

via GamesRadar, Bildmaterial: Pragmata, Capcom

3 Kommentare

  1. wenn die Entwickler vor lauter Erfolg schon Schnappatmung kriegen, wenn die eigenen Leute von Fortsetzungswünschen reden

  2. Es war mehr als deutlich, dass hier lediglich der Game-Director gesprochen hat und ein ganz persönliches Statement abgegeben hat. Aber das reicht schon für eine Erschütterung der Macht. Denn immerhin könnten tatsächlich Investoren dies als ein Zugeständnis auffassen. Also muss der Publisher hier für Klarheit sorgen. Bei dem ganzen Getöse rund um "Abandoned" und dass das Spiel vielleicht das nächste Silent Hill ist, musste sich auch Konami einschalten und klarstellen, dass das nicht der Wahrheit entspricht.

    Mittlerweile kann ich Pragmata auch endlich spielen und ich bin absolut angetan. Ich würde mir wünschen, Hideo Kojima würde seine Open Worlds mal sein lassen und wieder so ein lineares Spiel entwickeln. Vielleicht wird Physint ja mal wieder so etwas.

    Capcom hat hier wirklich bewiesen, dass solche Spiele noch funktionieren.

    Von Yonghee Cho hatte ich vorher auch noch nichts gehört und mich mal informiert, dass das ein ehemaliger Mitarbeiter von Platinum Games ist, der nun schon eine ganze Weile bei Capcom arbeitet. Bei MGS Rising war er für das Design von Senator Armstrong verantwortlich zum Beispiel.

    Auch die speziellen Illustrationen zu den Verkaufserfolgen von 1 Million und 2 Millionen verkauften Exemplaren stammen von ihm selbst. Ich hoffe, sein Wunsch mit der Fortsetzung wird sich erfüllen.

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