Der Rechtsstreit zwischen Nintendo und Palworld-Entwickler Pocketpair geht in die nächste Runde. Nachdem Nintendos „Fangen“-Patent erst kürzlich eine Absage im US-Raum kassierte, folgt nun ein weiterer Rückschlag. Diesmal geht es um ein speziell auf Touchscreens ausgerichtetes Patent.
Der Analyse von Games Fray zufolge, unternahm Nintendo jüngst Schritte, um ein weiteres, speziell auf Touchscreens zugeschnittenes Patent zu erhalten. Dieses schien auf Spiele wie Palworld Mobile oder Roco Kingdom: World abzuzielen.
Patent abgelehnt
Bei dem neuen, jetzt ebenfalls (zumindest im japanischen Raum) abgelehnten Patentantrag mit der Nummer 2026-019762 handelt es sich um eine Teilanmeldung des vorangegangenen Patents, das sich auf Monsterfang-Mechaniken konzentrierte.
Diese spezifische Anmeldung nimmt jedoch stattdessen Touchscreen-Geräte ins Visier. Der Wortlaut der Patentansprüche beschreibt ein „Spielprogramm, das von einem Computer einer Vorrichtung zur Informationsverarbeitung mit Touchpanel ausgeführt wird“, und hebt dabei spezifische, Pokémon-ähnliche Mechaniken hervor. Etwa die Verwendung eines „Fanggegenstands zum Einfangen eines Feldcharakters“ sowie den anschließenden Einsatz dieser Charaktere, die auf dem Spielfeld erscheinen und kämpfen.
„Das oben Genannte stellt lediglich einen allgemeinen Regelkatalog für das Fangen von Monstern dar. Es birgt keinerlei technologische Innovation“, so das Urteil des Japanischen Patentamts (JPO). Der Analyse zufolge fehle es an einem „erfinderischen Schritt“ gegenüber dem „Stand der Technik“. Weiter heißt es: „Nintendo hat die Patentansprüche bereits im Februar modifiziert und kann nun versuchen, diese erneut anzupassen.“
Die Ablehnung wurde am 24. April 2026 bekanntgegeben. Games Fray geht davon aus, dass Nintendo ein weiterer mühsamer Kampf bevorsteht, sollte das Unternehmen den Versuch unternehmen, „den Prüfer von einer abweichenden Schlussfolgerung zu überzeugen“.
Nintendo scheint sich weiterhin für keinen Rechtsstreit zu schade. Ein Umstand, der im jüngsten Geschäftsjahr in satten Prozesskosten mündete. Alle Details lest ihr hier.
via Eurogamer, Bildmaterial: Pokémon Purpur, Pokémon Karmesin, Nintendo, The Pokémon Company, Game Freak

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