Wer erinnert sich noch an den großen Mini-Konsolen-Hype der 2010er? Auch Nintendo sprang damals mit dem Nintendo Classic Mini: Nintendo Entertainment System und später dem Nintendo Classic Mini: Super Nintendo Entertainment System auf den Trend auf.
Rückblickend galten die kleinen Retro-Geräte oft als clevere Nostalgie-Produkte – doch laut dem ehemaligen „Nintendo of America“-Präsidenten Reggie Fils-Aimé steckte dahinter vor allem wirtschaftlicher Druck.
Im Rahmen eines Q&A am NYU Game Center und nochmals aufgegriffen von IGN erklärte Fils-Aimé, dass die Mini-Konsolen vor allem als Reaktion auf die schwachen Verkaufszahlen der Wii U entstanden seien.
Wii U auf „Life Support“
Laut Reggie verlief der Start der Wii U zunächst noch solide, doch mit dem Aufkommen der damaligen Konsolengeneration von Sony und Microsoft geriet Nintendo zunehmend unter Druck. Gleichzeitig erschienen wichtige Spiele langsamer als geplant: „Das Team arbeitete an einem neuen Smash Bros., Mario Kart, Splatoon […] aber die Spiele kamen nicht schnell genug auf den Markt.“
Spätestens nach dem zweiten Jahr sei intern klar gewesen, dass sich die Wii U nicht mehr erholen würde. Genau deshalb suchte Nintendo nach Produkten, die sich schnell und in großen Stückzahlen verkaufen ließen – besonders zum Weihnachtsgeschäft: „Wir haben das getan, um unser Geschäft am Laufen zu halten, denn wir brauchten etwas, das sich in großen Stückzahlen verkaufen ließ […] wohl wissend, dass die Wii U am Tropf hing.“
Dass Nintendo aktuell an weiteren Retro-Mini-Konsolen arbeitet, gilt deshalb als eher unwahrscheinlich – zumindest, solange die Switch 2 nicht in ähnliche Schwierigkeiten gerät. Doch das wird uns erst die Zukunft zeigen. Hättet ihr Lust auf mehr Mini-Konsolen?
via The Gamer, Bildmaterial: SNES Mini, Nintendo

Ich wünsche mir Persönlichkeiten wie Reggie zurück bei Nintendo. Natürlich lief auch in seiner Zeit nicht alles rosig, aber er strahlte zumindest immer eine Sympathie aus, die man heute bei Nintendo mit der Lupe suchen muss.
Nintendo war seinerzeit generell ein experimentierfreudiges Unternehmen. Ein Gamer an der Spitze und mehrere Leute mit sichtbarem Spaß am Job im Management. Dass mit der WiiU mal ein Prokukt fehlschlug - geschenkt.
Sieht man heute generell kaum noch in der Gaming-Branche. Vielleicht noch miHoYo oder eines der anderen schnell groß gewordenen Unternehmen, viele andere sind inzwischen Zahlenschieberbuden geworden.
Wenig überraschend. So wirklich ein Geheimnis hat man da ja eigentlich auch nie gemacht. Ändert aber nichts daran, dass es dennoch eine ziemlich coole Sache war, der für einen spannenden kleinen Boom in Richtung Neuauflegung alter Konsolen gestartet hat.
Ich wünschte mir immer noch, die Wii U wäre der Erfolg geworden, den er verdient hätte, besonders wenn ich nun sehe wie man mit son Rotz wie der Switch 2 und so vielen Kundenunfreundlichen Entscheidungen erheblich mehr Erfolge feiert, aber bei dem Hintergrund, dass es dann wohl niemals diese ganzen Mini Konsolen gegeben hätte... Vielleicht ist es dann doch gut gewesen, wie es gelaufen ist. Auch wenns weiterhin schade bleibt.
Gerade bei der Wii U hät man so viel noch machen können, was nun nie mehr passieren wird... Aber nun ja, es ist, wie es ist... Man muss ja dann fast schon hoffen, dass Nintendo nun doch nochmal einen "Flop" landet, damit auch ein Mini N64 endlich das Licht der Welt erblickt, so gemein das auch klingen mag, aber ich will meinen Mini N64 xD^^